(Minghui.org) Am 30. und 31. Mai 2026 hielten Falun-Dafa-Praktizierende vor der chinesischen Botschaft eine Kundgebung ab. Sie forderten die sofortige Freilassung von Praktizierenden, die kürzlich von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) rechtswidrig inhaftiert worden waren. Auch Angehörige der Betroffenen sprachen auf der Veranstaltung.
Kundgebung vor der chinesischen Botschaft in Washington, D.C. am 30. und 31. Mai (Minghui.org)
Groß angelegte Festnahmeaktion am 15. April
Am Nachmittag des 15. April führte die Polizeidienststelle des Bezirks Changjiang in Wuhan (Provinz Hubei) eine groß angelegte Festnahmeaktion durch, bei der etwa 17 örtliche Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen und rechtswidrig inhaftiert wurden. Nach Ablauf der 15-tägigen Verwaltungshaft am 1. Mai überstellte die Polizei die Praktizierenden Tong Shuying, Wang Youmei und Wu Guihong in das Erste Untersuchungsgefängnis von Wuhan und verhängte gegen sie Strafhaft. Weder legte die Polizei den Betroffenen oder ihren Angehörigen entsprechende Rechtsdokumente vor noch gestattete sie Familienbesuche. Zudem wurde dem von den Angehörigen beauftragten Rechtsanwalt die Einsicht in die Verfahrensakten verweigert. Auch die Haftanstalt verweigerte Auskünfte über die für den Fall zuständigen Polizeibeamten.
Ein Vertreter des Falun Dafa Vereins von Washington D.C. erklärte auf der Kundgebung: „Wir fordern die KPCh auf, die Verfolgung von Falun Gong unverzüglich einzustellen und alle Personen freizulassen, die aufgrund ihres Glaubens inhaftiert sind.“
Schwester in Sorge
Tong Shuyings Schwester Tong Shuzhen, die in den USA lebt, berichtete, dass sie und ihre Schwester seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 „unter ständiger Überwachung standen, mehrfach Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen mussten und wiederholt festgenommen und inhaftiert wurden. Im Arbeitslager wurde meine Schwester in Handschellen gelegt und über längere Zeiträume hinweg an Fensterrahmen aufgehängt. Die Handschellen schnitten in ihr Fleisch“, sagte sie. Ihre Schwester sei nun erneut rechtswidrig inhaftiert und werde verfolgt. Sie mache sich große Sorgen um deren Sicherheit.
Tong Shuyings Schwester ruft die US-Regierung und die US-Bevölkerung dazu auf, der Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh Aufmerksamkeit zu schenken (Minghui.org)
Tong Shuzhen appellierte an die US-Regierung und die US-Bevölkerung, die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh zu beachten und ihre Unterstützung für die in China verfolgten Praktizierenden zu bekunden.
Tochter fordert unverzügliche Freilassung
Alisa Zhou, eine in den USA im Rechnungswesen tätige Praktizierende, forderte die KPCh auf, ihre Mutter Wang Youmei sowie alle rechtswidrig inhaftierten Praktizierenden unverzüglich freizulassen und die Verfolgung zu beenden.
Alisa Zhou, hier bei der Vorführung der Falun-Dafa-Übungen, fordert die KPCh auf, ihre Mutter Wang Youmei unverzüglich freizulassen (Minghui.org)
Wang Youmei begann Anfang 1999, Falun Dafa zu praktizieren. Kurz darauf verschwanden ihre langjährigen gynäkologischen Beschwerden. Durch die Orientierung an den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht entwickelte sie eine rücksichtsvolle und ausgeglichene Persönlichkeit, was sich auch positiv auf ihr Familienleben auswirkte. Seit Beginn der Verfolgung wurde sie bereits fünfmal inhaftiert. Während einer ihrer Festnahmen brachte man sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung, wo sie derart schwer misshandelt wurde, dass sie einen psychischen Zusammenbruch erlitt. Anschließend wurde sie für 30 Tage im Untersuchungsgefängnis von Wuhan festgehalten.
Alisa Zhou erklärte, dass sie ihre Stimme für die in China verfolgten Falun-Dafa-Praktizierenden erheben müsse, da sie selbst in Freiheit lebe und ihren Glauben ungehindert ausüben könne. „Es ist nicht falsch, an seinem Glauben festzuhalten und danach zu streben, ein guter Mensch zu sein. Falun-Gong-Praktizierende sollten nicht gezwungen werden, sich zwischen ihrem Glauben und ihrem Leben zu entscheiden“, betonte sie.
Auch Alisas Arbeitgeber Gary wandte sich an das Büro des Senators Chris Van Hollen und bat ihn, der Verfolgung unschuldiger Menschen in China sowie dem von der Kommunistischen Partei Chinas geförderten Organraub mehr Aufmerksamkeit zu schenken. In seiner schriftlichen Antwort erklärte der Senator: „Ich war zutiefst erschüttert und empört, als ich von der Verfolgung dieser unschuldigen Falun-Gong-Praktizierenden durch die chinesische Regierung erfuhr. Die Vereinigten Staaten sollten bei der Verurteilung dieser Verfolgung eine Führungsrolle übernehmen, da diese unschuldigen Praktizierenden ständig der Gefahr ausgesetzt sind, getötet zu werden, um als Organspender zu dienen.“


Praktizierende versammeln sich am 30. und 31. Mai vor der chinesischen Botschaft in Washington, D.C. (Minghui.org)
Aktionen der Demokratieaktivisten vor chinesischer Botschaft
Im Rahmen der Kundgebung am 30. Mai veranstalteten Demokratieaktivisten auch Aktionen vor der chinesischen Botschaft. Zhang Aibin aus Wuhan rief durch einen Lautsprecher: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut!“ Er und einige weitere Demokratieaktivisten unterzeichneten die Petition für den Gesetzentwurf zum Schutz von Falun-Gong-Praktizierenden und Opfern von Organraub, der bereits im Senat eingebracht wurde.
Der ehemalige chinesische Menschenrechtsanwalt Li Shuangde erklärte, dass die von der KP Chinas gegen Wang Youmei, Tong Shuying und andere verübten Handlungen – darunter Verschleppung, Festnahme, Haftverlängerung, Verweigerung von Familienbesuchen sowie die Verweigerung der Akteneinsicht für Anwälte – allesamt rechtswidrig seien. Er betonte: „Dass Falun-Gong-Praktizierende das Fa lernen, die Übungen praktizieren, Erfahrungen austauschen oder über die Hintergründe der Verfolgung aufklären, ist rechtmäßig und fällt unter die legitimen Rechte der Bürger. Gemäß Artikel 36 der chinesischen Verfassung haben chinesische Bürger Anspruch auf Religionsfreiheit.“
Haftbefehl erlassen
Die Weltorganisation zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong erließ einen Haftbefehl und erklärte, dass gegen die für die Festnahme von 17 Praktizierenden – darunter Wang Youmei und Tong Shuying – hauptsächlich verantwortlichen Stellen und beteiligten Personen ermittelt werde.
An der Festnahme von Praktizierenden im Bezirk Changjiang Neuen Bezirk waren folgende Personen beteiligt: Zhang Zhongjun, Sekretär des Kommitees für Politik und Recht der Stadt Wuhan; Zhou Bin, geschäftsführender stellvertretender Sekretär und Leiter des städtischen Büros für das umfassende Management der öffentlichen Ordnung; der stellvertretende Sekretär Dong Qifeng; Yu Jianjun, Sekretär der Kommitees für Politik und Recht im Bezirk Changjiang New District; Cheng Zhuang, der geschäftsführende stellvertretende Sekretär; Guan Yuesheng, der stellvertretende Sekretär; Meng Donghua, Leiter der Polizeidienststelle des Bezirks Changjiang New District; der politische Kommissar Fu Guoping (ehemaliger Leiter der Staatssicherheitsabteilung der Polizei von Wuhan); Wang Jianbo, Leiter des Unterbezirksbüros Yangluo im Bezirk Changjiang New District; Wang Jun, Leiter der Polizeiwache Yangluo; sowie der stellvertretende Leiter Wang Dong.
Falun-Dafa-Praktizierende warnten die Täter davor, dass jeder, der diese Verbrechen begeht, zur Rechenschaft gezogen wird – seien es einzelne Personen, die Praktizierende direkt verfolgen, oder solche, die andere dazu anstiften; sie machen sich gleichermaßen schuldig. Gegen die oben genannten Verantwortlichen wird gründlich ermittelt werden, und sie werden ihrer gerechten Strafe zugeführt – ganz gleich, wo sie sich aufhalten oder wie lange es dauert.
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