(Minghui.org) Eine 61-jährige Frau aus Harbin, Provinz Heilongjiang, wurde zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten verurteilt, nur weil sie Falun Dafa praktiziert. Dies hat Minghui.org vor Kurzem bestätigt.
Zhao Xihua, geboren am 29. Oktober 1964, wurde am 21. August 2025 festgenommen, an dem Tag, an dem über 20 weitere lokale Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet wurden.
Das Bezirksgericht Daoli verhandelte Zhaos Fall am 23. April 2026. Es ist unklar, wann das Urteil gegen sie verhängt wurde und wo sie derzeit inhaftiert ist.
Zhao war bereits vor ihrer jüngsten Haftstrafe wiederholt wegen ihres Glaubens ins Visier der Behörden geraten.
2001: Über vier Monate in einer Gehirnwäsche-Einrichtung inhaftiert
Als Zhao am 17. Januar 2001 ihrer schwerkranken Schwiegermutter zu Hause die Haare wusch, klopften Liu, der Sekretär der örtlichen Verwaltung, und Qu Botao, ein Mitarbeiter des Straßenkomitees, an die Tür. Unter dem Vorwand, mit ihr sprechen zu müssen, veranlassten sie Zhao, sie zu begleiten, und brachten sie anschließend in eine Gehirnwäsche-Einrichtung.
Dort wurde ihr befohlen, Falun Dafa abzuschwören. Zhao weigerte sich und wurde daraufhin gefoltert. Unter den Tätern befanden sich die Regierungsbeamten Yan Shanli, Yu Zhanqi, Liu Yuhua und Zhou Dayong. Einmal zwangen sie die Praktizierende, sich sechs Stunden lang mit hinter dem Rücken so hoch wie möglich ausgestreckten Armen nach vorne zu beugen. Ein anderes Mal hängten sie sie auf, wobei ihre Füße den Boden nicht berührten. Außerdem musste sie stundenlang regungslos stehen oder auf einer Bank sitzen und durfte nicht schlafen.
Zhaos Schwiegermutter starb drei Tage nach ihrer Festnahme. Die Beamten verboten Zhao zunächst, an der Beerdigung teilzunehmen, erlaubten ihr es aber schließlich unter strenger Überwachung. Unmittelbar nach der Beerdigung wurde sie zurück in die Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht und dort mehr als vier Monate lang festgehalten. Ihre damals neunjährige Tochter und ihre blinde Schwester (die bei ihr lebten) hatten Mühe, für sich selbst zu sorgen.
Zwei Jahre Zwangsarbeit (Dezember 2001 – Dezember 2003)
Am 3. Dezember 2001 wurde Zhao abermals festgenommen. Ein Beamter der Polizeibehörde der Stadt Shuangcheng hatte sie dabei beobachtet, wie sie Transparente mit Informationen über Falun Dafa aufhängte. Im Untersuchungsgefängnis der Stadt Shuangcheng trat sie in den Hungerstreik und wurde gegen Kaution freigelassen, als sie extrem schwach war.
Eine Woche später suchten ein Wärter der Haftanstalt und ein Polizeibeamter Zhao zu Hause auf und forderten sie auf, für eine ärztliche Untersuchung mit ihnen zu gehen, brachten sie aber stattdessen direkt in die Haftanstalt. Im März 2002 wies Wang, der Leiter der Haftanstalt, zwei Wärter mit den Namen Xu Jize und Wang an, Zhao ins Zwangsarbeitslager Wanjia zu bringen, wo sie eine zweijährige Haftstrafe ableisten sollte.
Das Arbeitslager weigerte sich zunächst, Zhao aufgrund ihrer angeschlagenen Gesundheit aufzunehmen, lenkte jedoch ein, nachdem Direktor Wang den Leiter des Arbeitslagers und den Arzt bestochen hatte.
Während ihrer ersten Woche im Arbeitslager wurde Zhao kein Kontakt zu anderen inhaftierten Falun-Dafa-Praktizierenden gewährt. Sie musste an Gehirnwäscheverfahren teilnehmen und wurde aufgefordert, ihren Glauben aufzugeben. Außerdem musste sie vom Morgen bis Mitternacht stehen und durfte nicht auf die Toilette gehen.
Der Wärter Yao Fuchang folterte Zhao und andere Praktizierende auch mit Elektrostäben. Manchmal wurden die Praktizierenden in der Toilette, wo andere sie nicht sehen konnten, geschlagen und getreten.
Im Herbst 2002 wurden alle Praktizierenden in die Gruppe Sieben verlegt. Dort zwangen Gruppenleiter Zhang Bo und sieben Wärter die Praktizierenden, einen Monat lang von 4 Uhr bis 2 Uhr morgens des darauffolgenden Tages auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Als Zhao sich weigerte, die Häftlingsuniform anzuziehen, sperrte der Wärter Zhou sie in Einzelhaft und hängte sie auf.
Ein anderes Mal weigerte sich Zhao, Garantieerklärungen zu schreiben, in denen sie versprach, Falun Dafa nicht mehr zu praktizieren und wurde abermals von Wärter Wang in Einzelhaft gesperrt. Er fesselte ihre Daumen und hängte sie so auf, dass ihre Füße den Boden nicht berührten. Außerdem traktierte er ihren Hals, ihr Gesicht und andere Stellen ihres Körpers mit Elektrostäben.
Neben der körperlichen Folter musste Zhao schwere körperliche Arbeit verrichten. Sie bekam Krätze am ganzen Körper, die stark juckte. Aufgrund der Krätze konnte sie die Augen nicht schließen und während ihrer Haft keine einzige Nacht richtig schlafen.
2024 in die Flucht getrieben
Am 23. Dezember 2024 suchten Polizeibeamte Zhao zu Hause auf, aber sie war nicht da. Sie beschlagnahmten ihre Falun-Dafa-Bücher und andere Wertsachen und brachten ihren Mann zur Polizeistation Chengxu.
Nachdem sie ihn gezwungen hatten, den Aufenthaltsort seiner Frau preiszugeben, fuhren die Polizisten zur Wohnung von Zhaos Tochter. Ihre Tochter, Xuan Shaojing, stellte sich vor die Tür und weigerte sich, sie hereinzulassen. Daraufhin zwangen die Beamten ihren Vater, der bereits seit sechs Stunden in der Polizeistation festgehalten wurde, mit ihr am Telefon zu sprechen. Aber Xuan kooperierte nicht, nicht einmal dann, als einer der Beamten ihr eine Waffe an die Stirn hielt. Die Polizei zog ab, verhaftete Xuan jedoch fünf Tage später an ihrem Arbeitsplatz und nahm sie unter der Anschuldigung „den Gesetzesvollzug untergraben zu haben“ in Gewahrsam. Zhao sah sich gezwungen, eine Zeit lang unterzutauchen, um einer weiteren Verfolgung zu entgehen.
Frühere Berichte:
Reported in 2025: 4,803 Falun Gong Practitioners Arrested or Harassed for Their Faith
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