(Minghui.org) Wie Minghui.org vor Kurzem bestätigte, sitzt derzeit eine 85-jährige Frau aus der Stadt Kunming, Provinz Yunnan, wegen ihres Glaubens an Falun Dafa im Zweiten Frauengefängnis derselben Provinz.
Li Yanyun war am 28. September 2021 verhaftet, jedoch wenige Stunden später gegen Kaution freigelassen worden. Am 16. November 2022 wurde sie zu einer einjährigen Haftstrafe und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 260 Euro) verurteilt. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und ihres schlechten Gesundheitszustands wurde ihr Haftantritt aufgeschoben.
Gegen Ende März 2026 verloren ihre Freunde den Kontakt zu ihr. Erst vor Kurzem erfuhren sie, dass sie in die neunte Abteilung des Zweiten Frauengefängnisses der Provinz Yunnan eingewiesen worden war.
Vor ihrer jüngsten Festnahme war Li bereits am 7. September 2013 verhaftet worden. Beamte der Polizeiwache Dongluqiao und des Büros für Staatssicherheit des Bezirks Xishan hatten zudem ihre Wohnung durchsucht. Ihr Mann, der gerade einer Operation wegen einer koronaren Herzkrankheit hinter sich hatte, erstarrte vor Schreck. Kurze Zeit später verstarb er.
Einzelheiten zur jüngsten Festnahme
Li Yanyun, eine Oberschwester im Ruhestand, gab am 27. September 2021 einem ehemaligen Kollegen einen Kalender über Falun Dafa und wurde dann vom Sohn des Kollegen, der für das Ministerium für Staatssicherheit arbeitete, angezeigt. Polizisten brachen am nächsten Tag in ihre Wohnung ein und verhafteten sie. Sie beschlagnahmten Hunderte von Falun-Dafa-Büchern und vier Fotos des Begründers von Falun Dafa.
Li wurde nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung am 29. September in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Kunming gebracht. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und der schweren Symptome eines Emphysems (geschädigte Lungenbläschen) und einer Gefäßsklerose nahmen die Wärter sie nicht auf. Sie wurde daher nach Zahlung einer Kaution von 1.000 Yuan (etwa 130 Euro) freigelassen.
Während ihrer einjährigen Kautionszeit wurde Li ständig von der Polizei schikaniert. Im Juli 2022 lud ein Beamter Li vor. Er teilte ihr mit, dass man ihren Fall auf Anweisung von oben an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Xishan weiterleiten werde.
Li wurde im August 2022 von Staatsanwalt Wang Kejing vorgeladen. Er befragte sie, ob sie immer noch Falun Dafa praktiziere und ob sie bereit sei, sich für das Praktizieren von Falun Dafa schuldig zu bekennen. Er zeigte ihr auch ein in ihrer Wohnung aufgenommenes Foto und fragte sie, ob die Falun-Dafa-Bücher auf dem Foto ihr gehörten. Wenn sie sich schuldig bekenne, werde sie eine leichte Strafe bekommen, versprach er. Andernfalls müsse sie mit einer schweren Strafe rechnen.
Li weigerte sich, seine Fragen zu beantworten. Sie sagte, dass sie durch das Praktizieren von Falun Dafa gegen kein Gesetz verstoßen habe und dass die Behörden sie verfolgten.
Am 11. November 2022 zeigte der Polizeibeamte Ma der Praktizierenden zwei Fotos, die von Überwachungskameras auf der Straße aufgenommen worden waren, und fragte sie, ob sie oft draußen mit Leuten über Falun Dafa sprechen würde. Sie sagte darauf nichts.
Am 16. November stand Li vor dem Bezirksgericht Xishan. Ihr Anwalt plädierte für sie auf „nicht schuldig“. Die Richter Deng Rui, Ma Qianqian und Deng Huiyuan verurteilten sie zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 Yuan wegen „Untergrabung der Strafverfolgung durch eine Sekte“. Das ist die übliche Anklage, mit der die Justiz Falun-Dafa-Praktizierende in China hinter Gitter bringt.
Li ist der Ansicht, dass die Richter bei ihrer Verfolgung das Gesetz missbraucht haben. Sie legte beim Mittleren Gericht der Stadt Kunming Berufung ein und forderte Freispruch für sich sowie von der Polizei die Rückgabe ihres beschlagnahmten persönlichen Eigentums.
Li sagte in ihrer Berufung, dass die durch die Polizei beschlagnahmten Falun-Dafa-Bücher nur dazu dienten, zu beweisen, dass sie (Li) eine Falun-Dafa-Praktizierende ist. Das chinesische Amt für Veröffentlichungen habe das Verbot von Falun-Dafa-Büchern im Jahr 2011 aufgehoben, so dass es demnach völlig in Ordnung sei, die Bücher zu Hause zu haben. Die Bücher lehrten die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, die für die Gesellschaft von Nutzen seien, so Li.
Weitere Einzelheiten über das Berufungsverfahren liegen nicht vor. Es wird vermutet, dass Li im März 2026 erneut in Gewahrsam genommen wurde, um ihre Haftstrafe abzusitzen.
Frühere Berichte:
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81-jährige ehemalige Oberschwester strafrechtlich verfolgt wegen eines Kalenders
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