(Minghui.org) Eine 63-jährige Frau aus Urumqi in der Autonomen Region Xinjiang der Uiguren kämpft ums Überleben, da ihr das Ruhestandsgehalt gestrichen wurde.

Li Xianghong hat einen Master-Abschluss und war früher Lehrbeauftragte am Institut für Ingenieurwissenschaften in Xinjiang, das heute der Universität Xinjiang angehört. Nachdem man sie wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu drei Jahren Haft verurteilt hatte, verlor sie im April 2001 ihre Arbeitsstelle.

Li hatte 1997 angefangen, Falun Dafa zu praktizieren und erholte sich bald darauf von ihrer Morbus Menière-Krankheit sowie anderen Beschwerden. Im Juli 1999 setzte das kommunistische Regime in China eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa in Gang. Li hielt an ihrem Glauben fest und wurde deshalb wiederholt ins Visier genommen. Von Oktober bis Dezember 1999 wurde sie in einer psychiatrischen Klinik festgehalten, wo man ihr unbekannte Substanzen spritzte, die ihr zentrales Nervensystem schädigten. Außerdem wurde sie von männlichen Patienten auf derselben Station sexuell belästigt.

Im August 2000 wurde Li erneut verhaftet und im April 2001 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Aufgrund ihres Gesundheitszustandes durfte sie die Haftstrafe außerhalb des Gefängnisses verbringen.

Lis Arbeitgeber kündigte ihr unmittelbar nach ihrer unrechtmäßigen Verurteilung. Ihre 16 Dienstjahre und die damit verbundenen Pensionsbeiträge wurden ihr ebenfalls gestrichen, sodass sie ohne Einkommen dastand. Laut Gesetz hat ein Arbeitgeber kein Recht, die Ruhestandskonten seiner Angestellten zu sperren.

Lis Mann reichte Ende 2001 die Scheidung ein und erhielt das alleinige Sorgerecht für das gemeinsame Kind. Zudem wurde fast das gesamte eheliche Vermögen an ihn überschrieben. Li bekam lediglich 4.000 Yuan (etwa 480 Euro), die später von der Polizei beschlagnahmt wurden.

Im März 2002 wurde sie abermals festgenommen und an einem unbekannten Datum zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach ihrer Ankunft im Frauengefängnis Xinjiang wurde sie auf verschiedene Weise misshandelt, darunter durch Schläge, Schlafentzug und Gehirnwäsche. Von März 2007 bis Januar 2008 war sie in einer etwa 2,5 Meter langen und 1,6 Meter breiten Einzelhaftzelle ohne Fenster eingesperrt, mit Handschellen und Fußfesseln gefesselt, die an einem im Boden verankerten Ring befestigt waren (siehe Abbildung unten). Die Wärter spielten rund um die Uhr Videos ab, die Falun Dafa verunglimpften. Als sie aus Protest in den Hungerstreik trat, wurde sie zwangsernährt.

Folter-Illustration: Mit Handschellen und Fußfesseln gefesselt

Später traten bei Li wiederholt Herzprobleme auf, und sie wurde irgendwann nach 2011 (genauer Zeitpunkt unbekannt) auf Bewährung entlassen. 2021 wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert und dort einer Herzoperation sowie einer Chemotherapie unterzogen. Da sie keine Krankenversicherung hatte, mussten die Angehörigen für die Behandlungskosten von mehreren Hunderttausend Yuan aufkommen.

Etwa 2018 erreichte Li das Ruhestandsalter (55 Jahre für Angestellte in China). Da sie allein lebt und keine Pension erhält, kommt sie kaum über die Runden.

Frühere Berichte:

Ehemalige Lehrbeauftragte der Universität Xinjiang für sieben Jahre im Gefängnis eingesperrt.

Lecturer Li Xianghong Sentenced to Eleven Years in Prison