(Minghui.org) Ich wurde mehrfach inhaftiert, weil ich Falun Dafa praktizierte. Ich versuchte, den anderen Insassen die Fakten über die Verfolgung zu vermitteln.

Ein Häftling im Todestrakt

Im Jahr 2005 war ich rechtswidrig in einer „Übergangseinrichtung“ einer Haftanstalt untergebracht. Neuankömmlinge wurden zunächst dorthin geschickt, um die Gefängnisregeln zu lernen. Dong, ein Drogenschmuggler, der in Fesseln lag, wurde in die Einrichtung gebracht. Sein Gesicht war aschfahl und er wirkte teilnahmslos.

Um das chinesische Neujahrsfest herum organisierten die Wärter eine Veranstaltung für die Häftlinge. Sowohl Dong als auch ich nahmen daran teil. Während der Veranstaltung sprach ich mit Dong und erfuhr, dass er wegen des Schmuggels von zwei Kilogramm Drogen verhaftet worden war. Es war das zweite Mal, dass er wegen Drogenhandels festgenommen wurde. Zuvor hatte er bereits mehr als zehn Jahre im Gefängnis gesessen; diesmal war er zum Tode verurteilt worden und wartete auf die Überprüfung des Urteils durch den Obersten Gerichtshof. Er wollte einfach nur noch von einem Tag zum nächsten leben.

Ich erklärte Dong die wahren Umstände über Falun Dafa. Dabei sprach ich mit ihm darüber, woher das Leben kommt und dass eine Angleichung an Dafa einem helfen könne, in die wahre Heimat im Himmel zurückzukehren. „Ich glaube an Buddha“, antwortete er. „Ich bereue die schlechten Dinge, die ich getan habe, aber ich habe keine Hoffnung.“

„Falun Dafa ist aufrichtig und kann Wunder bewirken“, versuchte ich, ihn zu ermutigen. „Wenn du dir die Worte ‚Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘ einprägst, könnte ein Wunder geschehen und du hättest noch Hoffnung, am Leben zu bleiben.“ Dong antwortete: „Da ich ohnehin sterben muss, werde ich es es mal aufsagen, ganz gleich, ob es noch Hoffnung gibt oder nicht.“

Am nächsten Tag sagte Dong: „Letzte Nacht hatte ich einen Traum, in dem ich gegen Geister kämpfte.“ Ich fragte: „Hast du gewonnen?“ – „Ja“, antwortete er, „ich habe alle Geister getötet.“ – „Jetzt gibt es Hoffnung“, meinte ich, doch Dong glaubte mir nicht; er dachte, ich wolle ihn nur beruhigen. Zwei Tage später wandelte der Oberste Gerichtshof im Rahmen einer Überprüfung Dongs Todesurteil in ein „Todesurteil mit Aussetzung der Vollstreckung“ um, und der Wärter nahm ihm die Fesseln ab. Als er in die Zelle zurückkehrte, rief Dong mir durch das kleine Fenster der Eisentür zu: „Falun Gong (so nennen mich hier alle), was du gesagt hast, ist wahr!“ Ich erwiderte: „Bitte danke dem Meister dafür, dass er dein Leben gerettet hat.“ – „Natürlich!“ bestätigte er.

Die Nachricht, dass Dong die Todesstrafe erspart geblieben war, überraschte sowohl die Mitgefangenen als auch die Wärter. Ich sagte zu ihnen: „Ob ihr es glaubt oder nicht, dies ist das Wunder, das geschieht, wenn ein Mensch aufrichtig glaubt: ‚Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘“ Viele begannen daraufhin, diese Sätze zu rezitieren.

Aus tiefem Koma erwacht

Während meiner Haftzeit wurde mir ein Mitgefangener namens Wu als Aufseher zugeteilt. Er hatte zuvor bereits das Zhuan Falun gelesen und besaß ein gewisses Verständnis für Dafa. Er glaubte mir, als ich ihm riet, sich diese glückverheißenden Worte einzuprägen.

Wu war sehr freundlich zu mir und überließ mir sogar seinen Stift und sein Papier. Zudem schuf er für mich ein günstiges Umfeld für die Kultivierung. Jeden Tag konnte ich Kalligrafie üben, das Fa, an das ich mich erinnerte, niederschreiben und den Mitgefangenen sowie den Wärtern von Falun Dafa erzählen.

Eines Tages kamen Beamte des „Büros 610“ ins Gefängnis, um Praktizierende zur Aufgabe ihres Glaubens zu zwingen. Da ich mich weigerte, forderten sie Wu auf, Druck auf mich auszuüben und mich zu schlagen, doch er lehnte ab. „Das Gefängnis hat seine eigenen Regeln, und ich höre nur auf die Gefängniswärter. Ich kann nicht tun, was ihr verlangt“, erklärte er.

Kurze Zeit später brach Wu plötzlich zusammen und fiel in ein tiefes Koma. Die Ärzte stellten einen Schlaganfall fest, der durch ein Hirnödem kompliziert wurde. Aufgrund der Hirneinklemmung und des schweren Komas war sein Zustand äußerst kritisch, sodass das Gefängnis seine Familie benachrichtigte. Selbst in Krankenhäusern mit guter medizinischer Ausstattung ist die Sterblichkeitsrate bei solchen Patienten sehr hoch, geschweige denn in einem Gefängniskrankenhaus.

Ich machte mir große Sorgen um Wus Zustand. Als einer seiner Angehörigen ihm Dinge brachte, sagte ich zu ihm: „Wenn Sie Wu die Worte ‚Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut‘ ins Ohr flüstern, könnte ihm das helfen!“

Am nächsten Tag geschah ein Wunder. Der Angehörige kam aus dem Krankenhaus zurück zu mir und sagte: „Wu ist letzte Nacht plötzlich wieder zu sich gekommen. Die Ärzte sprachen von einem Wunder. Danke für Ihren Rat.“ Später wurde Wu aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig entlassen und von seiner Familie nach Hause geholt. Er erholte sich danach sehr gut.

Häftling mit schwerer Neurasthenie konnte wieder gut schlafen

Der Häftling Feng unterhielt sich mit mir. Er war wegen Drogenschmuggels zum Tode verurteilt worden. Obwohl sein Urteil später in eine „Todesstrafe mit Vollstreckungsaufschub“ umgewandelt wurde, stand er während der zweijährigen Wartezeit auf die Berufungsverhandlung ständig unter Stress, da er jederzeit mit seiner Hinrichtung rechnete.

„Ich hatte oft Albträume und konnte nachts nicht gut schlafen. Ich schlief nur drei oder vier Stunden. Dadurch war ich antriebslos, hatte kaum Appetit und nahm auch ab. Der Arzt diagnostizierte eine Neurasthenie; dieser Zustand hält nun schon seit sieben Jahren an“, erklärte Feng. „Anfangs halfen Schlaftabletten ein wenig. Doch später zeigten sie keinerlei Wirkung mehr, ganz gleich, wie viele ich nahm. Meine Gesundheit verschlechtert sich von Tag zu Tag, und ich könnte bald sterben. Fällt dir vielleicht etwas ein, das ich ausprobieren könnte?“ Nachdem ich Feng die positive Wirkung auf Körper und Geist durch das Praktizieren von Falun Dafa erklärt hatte, sagte ich: „Bitte mach dir keine Sorgen; sag einfach: ‚Falun Dafa ist gut. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.‘ Du wirst wieder gesund werden.“ – „Wie soll das funktionieren?“, fragte er. „Bitte probier es aus. Wenn du diese Sätze aufrichtig rezitierst, schläfst du vielleicht so tief und fest, dass du morgens gar nicht aufstehen willst“, antwortete ich.

Am nächsten Tag, als ich mich gerade mit einigen Mitgefangenen und Wärtern unterhielt, kam Feng zu mir und sagte: „Falun Gong , dieses Wundermittel, von dem du mir gestern erzählt hast , hat tatsächlich gewirkt. Ich kam heute Morgen kaum aus dem Bett. Es ist wirklich erstaunlich!“ Alle waren neugierig. „Was für ein Medikament? Was hast du ihm denn gegeben?“, fragte ein Mitgefangener. „Das kann man nur im Privaten weitergeben, noch nicht öffentlich“, antwortete ich. „Ich erzähle es euch später.“ Nach einiger Zeit hatte ich jeden von ihnen in die Fakten über Dafa eingeweiht, auch die Wärter.

Leukämie verschwunden

Ich wurde erneut in eine Haftanstalt gebracht. Eines Morgens erzählte ich den Mitgefangenen auf dem Hof der „Übergangseinrichtung“ von meinen Erfahrungen mit dem Praktizieren von Falun Dafa. Ich sagte ihnen, dass auch sie gesegnet würden, wenn sie die Worte rezitierten: „Falun Dafa ist gut. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“

Wen, ein Häftling, der wegen Auftragsbetrugs in Höhe von einer Million Yuan (etwa 127.000 Euro) neu inhaftiert worden war, saß abseits und hörte aufmerksam zu. Ich schenkte ihm zu diesem Zeitpunkt keine große Beachtung. Nach dem Frühstück wurde er zu einer Untersuchung gerufen.

Etwa einen Monat später kehrte Wen in seine Zelle zurück. Er erzählte mir: „Bei mir war Leukämie diagnostiziert worden. Nach meiner Einlieferung in die Haftanstalt ging ich zu weiteren Untersuchungen erneut ins Krankenhaus. Doch nach mehr als einem Monat voller Tests – CT-Scans, Ultraschall, verschiedenste Blutuntersuchungen – waren alle Ergebnisse unauffällig. Später vermutete man aufgrund von Rektalblutungen ein Problem im Enddarmbereich und führte eine Rektoskopie durch, doch man fand nichts Krankhaftes. Jetzt bin ich vollkommen gesund und habe sogar an Gewicht zugenommen!

Könnte das mit dem Aufsagen der glückverheißenden Worte zusammenhängen?“, fragte er. Er erzählte, dass er mich gleich nach seiner Ankunft hier gehört habe, wie ich anderen sagte: „Falun Dafa ist gut. Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Daraufhin probierte er es sofort aus.

Ich bestätigte es und nickte. „Danke, Falun Dafa und danke, Meister!“, sagte Wen voller Begeisterung. „Wenn ich hier rauskomme, werde ich definitiv meiner ganzen Familie sagen, dass sie diese Worte aufsagen sollen.“ Wenige Tage später beantragte Wen seine Freilassung gegen Kaution und erhielt eine Bewährungsstrafe.

Ein Diabetiker

Ich erzählte den Mitgefangenen oft, wie die KPCh in den vergangenen Jahrzehnten unschuldigen Menschen geschadet hatte, und sie stimmten mir zu. „Selbst wir Gangster haben gewisse moralische Werte. Die KPCh ist schamlos und noch schlimmer als die Unterwelt.“ Viele von ihnen erklärten sich bereit, aus den Organisationen der KPCh auszutreten.

Tang, ein Grubenbesitzer, der wegen Vertragsbetrugs inhaftiert war, litt an schwerem Diabetes. Er musste sich täglich vor dem Essen Insulin spritzen. Trotzdem blieb sein Blutzuckerspiegel instabil. Er unterhielt sich gerne mit mir. Wann immer wir Zeit hatten, erzählte ich ihm von Falun Dafa, davon, wie man ein guter Mensch ist, anstatt mit anderen zu streiten, und ich wies ihn hin auf die Wunder, die geschehen, durch das Aufsagen der glückverheißenden Worte.

Tang geriet oft in Streit mit anderen, weshalb ihn sowohl die Mitgefangenen als auch die Wärter mieden. Nachdem ich ihm erzählt hatte, was der Meister im Zhuan Falun lehrt, wandelte er sich fast zu einem neuen Menschen: Er hörte auf, sich mit anderen zu streiten, begann bei Konflikten nach eigenen Fehlern zu suchen, lernte, geduldig zu sein, und verstand sich gut mit seinen Zellengenossen.

Aufgrund seines schweren Diabetes durfte Tang keinen Zucker zu sich nehmen und benötigte vor den Mahlzeiten eine Insulininjektion. Später setzte er das Insulin schrittweise ab, und traute sich, ganz normal zu essen. Während des Mittherbstfestes jenes Jahres verteilte die Haftanstalt Mondkuchen an alle. Tang wollte einen essen und fragte mich: „Kann ich ihn essen?“ – „Das liegt bei dir“, antwortete ich. „Wenn du glaubst, dass du ihn essen kannst, sollte es in Ordnung sein.“ Tang aß den Mondkuchen, und es passierte nichts. Von da an traute er sich, alles zu essen, auch Süßigkeiten. Sein Blutzuckerspiegel blieb ebenfalls stabil.

Die wunderbare Kraft von Dafa

Ich erzählte dem für meine Zelle zuständigen Wärter die Fakten über Dafa. Er zeigte Verständnis für meine schwierige Lage und gab mir die Erlaubnis, die Übungen zu praktizieren und mit den anderen Häftlingen darüber zu sprechen, wie die Lehre von Dafa mir geholfen hatte, ein besserer Mensch zu werden.

Ein Schläger namens Kang, der für seinen Boss gekämpft hatte, wurde in die „Übergangseinrichtung“ verlegt, in der ich untergebracht war. Er zettelte häufig Schlägereien an, beschimpfte das Wachpersonal und belästigte den Arzt der Haftanstalt. Beinahe jeden Tag und jede Nacht verursachte er Ärger. Daraufhin wurde er mehrfach in Fesseln gelegt und in Einzelhaft genommen. Zudem war er bereits in fast allen Zellen gewesen und von den Wärtern geschlagen worden. Sowohl das Wachpersonal als auch die Ärzte hatten große Probleme mit ihm.

In der Nacht, als Kang in die „Übergangseinrichtung“ kam, verursachte er eine Zeit lang Unruhe. Am nächsten Tag rief mich ein Wärter zu sich und fragte: „Falun Gong, gibt es eine Möglichkeit, ihn davon abzuhalten, Ärger zu machen? Von mir aus kannst du ihm auch Falun Gong beibringen.“ – „Danke!“ antwortete ich.

Der Wärter wies zudem den Zellenältesten ausdrücklich an: „Wenn Falun Gong dem Kang die Übungen beibringt und die patrouillierenden Wärter deswegen Schwierigkeiten machen, sag ihnen, dass ich meine Zustimmung gegeben habe.“ Als ich in die Zelle zurückkehrte, sagte ich zu Kang: „Der Wärter hat erlaubt, dass ich dir Falun Gong beibringe. Möchtest du die Übungen lernen?“ – Er sagte: „Natürlich!“

Ich schrieb eines der Gedichte des Meisters für ihn auf:

„Dafa den Körper nicht verlässt,Zhen Shan Ren im Herzen bewahren;In der Welt großer Arhat,Gottheiten und Gespenster voller Angst. “(Mächtige Tugend, 06.01.1996, in: Hong Yin I)

Kang lernte das Gedicht innerhalb weniger Stunden auswendig. Ich schrieb auch einige weitere Gedichte des Meisters auf und zeigte ihm die Übungen. Von diesem Tag an verursachte Kang keinen Ärger mehr. Er sagte sogar: „Ich möchte nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht leben und ein guter Mensch sein.“ Er vollbrachte häufig gute Taten, zum Beispiel putzte er freiwillig die Zelle und wusch die Wäsche. Außerdem brachte er den älteren Häftlingen Wasser. Beeindruckt von seiner Wandlung sagten die Häftlinge und Wärter, dass Falun Dafa wunderbar sei.