(Minghui.org) Ich stamme vom Land, bin dieses Jahr 59 Jahre alt und habe das Fa im Jahr 2004 erhalten. Im Nu sind schon mehr als zwanzig Jahre vergangen. In diesen zwanzig Jahren habe ich unter dem Schutz und der Führung des verehrten Meisters meine Xinxing kultiviert, Prüfungen bestanden, Falun Dafa bestätigt und Lebewesen errettet und bin dabei, meine historische Mission zu erfüllen.
Dass ich gerade in der Zeit der schwersten Verfolgung den Weg der Dafa-Kultivierung betreten durfte, empfinde ich als äußerst kostbar. Jedes Mal, wenn der Meister mir einen Hinweis gab, konnte ich ihn schnell erkennen. Einmal hatte ich einen sehr klaren Traum: Ein Lehrer ließ eine Gruppe Schüler einen Aufsatz schreiben, und zwar zu dem Thema, etwas zu einem Bild zu verfassen. Der Lehrer zeichnete an die Tafel ein einfaches Bild: Eine Wellenlinie stellte Wasser dar. Darüber ragten zwei kleine Hände heraus, die um Hilfe riefen. Unter all den Schülern hatte ich den besten Aufsatz geschrieben und bekam 84 Punkte. Als ich aufwachte, verstand ich sofort: Wollte der Meister mich damit nicht auffordern, schnell Menschen zu erretten? Die Lebewesen befinden sich in tiefem Leid und rufen mich um Hilfe! Von da an begann mein Weg, in der Kultivierung Menschen zu erretten.
Durch den Hinweis des Meisters erkannte ich, dass Menschen zu erretten, bedeutet, ihnen persönlich die wahren Umstände zu erklären und ihnen zu helfen, die drei Austritte zu vollziehen. Damals war ich sehr froh und empfand weder Schwierigkeit noch Scheu. Von Anfang an ging alles sehr gut und reibungslos. Es war, als wäre ich in diesem Leben genau dafür gekommen, Menschen zu erretten. Ich war innerlich hochkonzentriert, um keine einzige Gelegenheit zu verpassen, und spürte gleichzeitig, wie der Meister mich segnete und mir ununterbrochen Weisheit schenkte.
I. In der Apotheke Menschen erretten
Eine Freundin von mir betrieb eine Apotheke. Im Jahr 2007 wollte sie in meinem Heimatdorf eine Filiale eröffnen. Gerade hatte ich nichts anderes zu tun, da kam sie zu mir. Da sie mir vertraute, hoffte sie, dass ich dort als Verkäuferin arbeiten könnte. Ich nahm das gern an.
Die meisten Menschen dort kannte ich gut. Ich war in diesem Dorf aufgewachsen und hatte dort früher sogar einmal ein Bekleidungsgeschäft geführt, deshalb kannte ich fast alle, die dort ein und aus gingen. So war es für mich geradezu ideal, mit ihnen über Falun Dafa zu sprechen und ihnen beim Austritt aus der KP und ihren Jugendorganisationen zu helfen. Nachts blieb ich bei meinen Eltern. Oft brachte ich mitten in der Nacht Aufkleber mit Informationen über die wahren Umstände an und verteilte von Haus zu Haus Informationsmaterialien und DVDs. Es war wirklich eine vom Himmel geschenkte Gelegenheit – Arbeit und die Errettung der Menschen ließen sich wunderbar miteinander verbinden.
Tagsüber kamen nicht besonders viele Kunden, was gerade gut war, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, ihnen die wahren Umstände zu erklären und ihnen zu den drei Austritten zu verhelfen. Da die Leute alle aus meiner Heimat waren, ging es sehr leicht. Damals gab es noch keine Banknoten mit Informationen über die wahren Umstände, deshalb schrieb ich von Hand kurze Sätze auf Geldscheine. Ich arbeitete dort ein halbes Jahr lang. Auch das hatte der Meister eigens arrangiert, um mich zu stählen.
Später erhielten dadurch auch meine Eltern das Fa und traten in die Kultivierung ein. Mein Vater wurde ein Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung und richtete einen Ort zum gemeinsamen Fa-Lernen ein. Am großen eisernen Tor des Hauses meiner Eltern erblühte sogar eine ganze Reihe von Udumbara-Blüten. Ich fotografierte sie, ließ vierzig Fotos entwickeln, verteilte sie an alle Mitpraktizierenden und gewöhnlichen Menschen, die ich kannte, und erklärte dabei den gewöhnlichen Menschen die Hintergründe von Falun Dafa.
II. Ein glückliches kleines Leben
Im Jahr 2009 ging meine Tochter in die zweite Klasse der Oberstufe. Mein Mann und ich wollten sie während ihrer Schulzeit ein Jahr lang begleiten und mieteten deshalb eine Wohnung in der Nähe der Schule. Noch keinen Monat später stellte ich fest, dass ich unerwartet schwanger war. Das bereitete mir große Sorgen, denn damals war die Familienplanung sehr streng, und mein Mann war Staatsangestellter mit festem Arbeitsplatz. Was sollte ich tun? Am Ende musste ich die Entscheidung selbst treffen. Ich entschied mich, dieses Kind zu behalten, weil ich eine Kultivierende war und auf die Worte des Meisters hören musste. Töten darf man nicht. Mein Mann stimmte zu. Danach kehrten wir nie wieder in unsere Heimat zurück, weil wir fürchteten, von anderen gesehen zu werden. Ich tat weiterhin alles, was ich tun sollte: die Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung informieren, Aufkleber anbringen, Wäsche waschen, kochen und mich um mein älteres Kind kümmern. An einem fremden Ort kannte mich ohnehin niemand.
Im sechsten Monat ging ich zu der vorgeschriebenen Untersuchung in die Mutter-Kind-Klinik. Dort stellte man fest, dass mit dem Kind etwas nicht stimmte und die Wahrscheinlichkeit einer Missbildung sehr groß sei. Man sagte, die Nieren und der After hätten Probleme. Danach gingen wir noch in sechs weitere Krankenhäuser, und alle sagten, das Kind habe schwere Fehlbildungen. Schließlich verwiesen sie uns an die Medizinische Universität in Shenyang, wo Spezialisten eine Begutachtung vornehmen sollten. Mein Mann brachte mich dorthin. Unerwartet kam noch eine weitere Diagnose hinzu: ein Hydrozephalus (Wasserkopf), also eine geistige Behinderung. Die Ärzte rieten uns, das Kind abzutreiben, und sagten, die Wissenschaft könne das derzeit nicht heilen, weil es angeboren sei.
Dieser Schlag traf meinen Mann und mich völlig unvorbereitet. Mein Mann sagte kein Wort und wusste überhaupt nicht, was er tun sollte. Ich wusste, wie sehr er sich einen Sohn wünschte. Da kam mir plötzlich ein Gedanke: Habe ich nicht den Meister? Der Meister wird sich um mein Kind kümmern. Der Meister ist allmächtig – wovor sollte ich also noch Angst haben?! Ich wollte dieses Kind behalten. Und so zog ich meinen Mann mit mir und sagte: „Komm, wir fahren nach Hause. Wir gehen nie wieder zur Untersuchung ins Krankenhaus.“ Als ich im Bus nach Hause saß, war mir, als hätte sich in meinem Herzen ein Fenster zum Himmel geöffnet. Als ich hinaufsah, war der Himmel tiefblau, hoch und klar.
Während der ganzen Schwangerschaft nahm ich weder Folsäure noch Kalziumtabletten ein. Der Arzt sagte, ich hätte Blutarmut und müsse Eisen einnehmen, doch auch das tat ich nicht. Ich aß einfach ganz normal, brauchte nichts Besonderes und machte weiterhin ganz normal die drei Dinge. Erst als der Geburtstermin näher rückte, ging ich noch einmal zur Ultraschalluntersuchung, um das Fruchtwasser kontrollieren zu lassen, und wurde vom Arzt erneut angeschrien: „Dieses Kind hat überall Probleme, und Sie wollen es immer noch behalten? Sind Sie verrückt oder was? Selbst mit einer Million Yuan könnte man das nicht heilen! Wenn es geboren wird, können Sie sich gleich aufhängen! Machen Sie es schnell weg und lassen Sie es nicht lebend auf die Welt kommen!“ Mein Herz blieb unbewegt, und ich sagte kein einziges Wort.
Bald war der Geburtstermin da, und ich wurde ins Krankenhaus aufgenommen. Das Fruchtwasser war vorzeitig abgegangen, doch der Muttermund öffnete sich nicht, deshalb wurde ein Kaiserschnitt durchgeführt. Es war ein Sohn, gut vier Kilo schwer, und alles war normal. Am glücklichsten war mein Mann. Wie man so sagt: Wenn ein Mensch etwas Freudiges erlebt, strahlt er von innen heraus. Er wirkte plötzlich um mehrere Jahre jünger, und sein ganzes Gesicht war voller Freude und Glück.
Als mein Sohn einen Monat alt war, bereitete sich meine Tochter gerade auf die Hochschulaufnahmeprüfung vor. Mein Mann brachte mich und unseren Sohn mitten in der Nacht in seine Heimat zurück. Dort kümmerte sich meine Schwiegermutter, die ebenfalls eine Dafa-Jüngerin ist, um mich und unseren Sohn. Drei Monate lang ging ich nicht aus dem Haus. Später wurden wir angezeigt. Der Betriebsleiter meines Mannes ließ ihn kommen und befragte ihn. Mein Mann schilderte alles wahrheitsgemäß. Später wurde gegen ihn eine Geldstrafe von 100.000 Yuan (ca. 12.870 Euro) verhängt; andernfalls sollte er aus dem öffentlichen Dienst entlassen werden. Die ganze Familie war ratlos. Woher sollten wir so viel Geld nehmen? Außerdem mussten wir noch das Studium unserer Tochter finanzieren. Es war wirklich, als lägen dunkle Wolken schwer über uns und nähmen uns den Atem. Am Ende arrangierte der Meister alles auf wunderbare Weise: Wir verkauften ein Stück Wald, brachten so die 100.000 Yuan zusammen, zahlten die Geldstrafe, bewahrten meinem Mann seine Arbeitsstelle, und auch unser Sohn bekam seinen Haushaltseintrag. Danke dem verehrten Meister! Deshalb bekam mein Sohn den Kosenamen „Kleiner Hunderttausend“.
Kaum war diese Prüfung vorüber, kam schon die nächste. Als mein Sohn vier Monate alt war, bekam er plötzlich Fieber und konnte keinen Urin mehr lassen. Sein kleiner Bauch war aufgebläht, und er schrie laut. Ich lief voller Angst im Kreis umher und war völlig verstört. Zwei Tage hielt ich noch durch, doch als ich sah, dass es so nicht weiterging, brachte ich ihn ins Krankenhaus. Nach der Untersuchung hieß es, er müsse stationär behandelt werden. Die Ärzte machten bei ihm hintereinander drei Allergietests, und auf alle reagierte er allergisch, sodass keine Medikamente eingesetzt werden konnten. Sie sagten, er gehöre zu jener Konstitution, die nur bei einem unter zehntausend vorkomme: Er reagiere auf sämtliche Medikamente allergisch. Wenn man ihn nicht im Krankenhaus behandle, könne man ihn nicht heilen.
Als ich nach Hause kam, trug ich mein Kind vor das Bild des Meisters. In diesem Augenblick ging mir sofort ein Satz durch den Kopf:
„Wenn aufrichtiger Gedanke der Jünger ausreichtDer Meister hat die Kraft, zum Himmel zurückzuführen“(Hong Yin II, „Gnade von Meister und Jünger“)
Am Abend badete ich meinen Sohn in warmem Wasser, und schon war er wieder gesund. Am nächsten Tag wurde bei uns gefeiert: die Feier zum Studienbeginn meiner Tochter und zugleich das Fest zum hundertsten Tag meines Sohnes. Doppeltes Glück war eingekehrt. Ich trug das Kind hinaus und zeigte es Verwandten und Freunden. Sein kleines Gesicht war rosig, und er hatte überhaupt nicht abgenommen. Das Fest verlief in harmonischer und freudiger Atmosphäre.
Mein Mann brachte unsere Tochter fort, damit sie ihr Studium beginnen konnte, und ich blieb zu Hause, um auf meinen Sohn aufzupassen. Dann begann der Meister, den Körper meines Sohnes zu reinigen. Sein Urin roch entsetzlich und war trüb. Vor jedem Wasserlassen kam zuerst etwas Weißes, Eiterartiges heraus, das wie ein großer weißer Wurm aussah, über dreißig Zentimeter lang und so dick wie ein Kabel. Ich dachte, dass Eiter aus den Nieren ausgeschieden würde. Das dauerte drei Monate. Danach wurde der Urin wieder klar und roch nicht mehr. Dann schwoll auch noch sein Hodensack an, rot und groß wie eine faulige Kaki-Frucht, und das vier Monate lang. Später bekam er in der Leistengegend rote, spitze Ausschläge, die furchtbar juckten, und außerdem einen Leistenbruch. Insgesamt dauerte dieser Ausscheidungsprozess ein Jahr und einen Monat, dann war alles wieder gut. Während dieser ganzen Zeit versorgte ich meinen Sohn, ohne auch nur ein bisschen Angst zu haben, weil ich wusste, dass der Meister sich um ihn kümmerte. Deshalb hatten auch die anderen Familienmitglieder keine Angst mehr.
Als mein Sohn noch klein war, sprach ich für ihn die Worte: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“ Als er dann sprechen konnte, ließ ich ihn sie selbst rezitieren. Das Kind war sehr brav. Als er fünf Jahre alt war, half der Meister ihm noch einmal, schlechte Stoffe auszuscheiden, und wir gingen auch diesmal ruhig und standhaft durch diese Phase hindurch.
Das Kind ist sehr intelligent. Mit etwas mehr als vier Jahren konnte er bereits das {{Lunyu auswendig, und mit sieben Jahren lernte er Gedichte aus Hong Yin auswendig und schrieb sie sogar ab. Wenn er im Lotussitz dasaß, sah er ganz lieb aus, wie ein kleiner Dafa-Jünger.
Durch all diese Erlebnisse wurde mein Glaube an den Meister und an das Fa noch fester. Wenn ich den Menschen die Wahrheit über Falun Dafa erklärte, erzählte ich oft von meinem Sohn. Fast jedes Mal, wenn ich davon sprach, trat die betreffende Person aus der Partei aus. Wo immer ich hinkam, machte ich es so. Je mehr ich sprach, desto lieber tat ich es und desto besser gelang es mir. Ich denke, mein Sohn ist gekommen, um mir bei der Kultivierung zu helfen und auch, um den Meister bei der Fa-Berichtigung und der Errettung der Lebewesen zu unterstützen – nur eben auf diese Weise.
III. In Bergdörfern Menschen erretten
In unserer Gemeinde gab es etliche Dutzend Dörfer, verstreut in den Bergen. Damals gab es bei uns nur wenige Praktizierende, und ich war die Jüngste. Wenn ich mit den Menschen über Falun Dafa sprach, war ich immer allein unterwegs, ohne Begleitung. Ich kaufte eine kleine Menge Schuhputztücher ein, setzte mich auf mein Fahrrad und fuhr von Dorf zu Dorf. Unter dem Vorwand, Schuhputztücher zu verkaufen, ging ich von Haus zu Haus; in Wirklichkeit ging es mir vor allem darum, den Menschen die wahren Umstände zu erklären und ihnen beim Austritt aus der KP und ihren Jugendorganisationen zu helfen. Fünf Yuan für zwei Päckchen, dazu noch ein kleines Tuch als Geschenk – das konnte sich im Allgemeinen jede Familie leisten. So konnte ich ganz selbstverständlich durch Straßen und Gassen ziehen und jeden Tag ein Dorf besuchen. Die Menschen auf dem Land sind meist sehr gütig. Ich war eine junge Frau und fiel nicht weiter auf, sodass alles ruhig und reibungslos verlief. Zwar war es sehr anstrengend, weil ich weite Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen musste und mir am Nachmittag auf dem Rückweg oft starker Gegenwind entgegenblies, sodass ich kaum noch vorankam. Trotzdem fühlte ich mich getröstet und war froh, so viele Menschen erretten zu können. Erfüllte ich damit nicht gerade meine Mission?!
Einmal kam ich in ein Dorf und traf dort eine Frau mittleren Alters. Sie kaufte für zehn Yuan Schuhputztücher und fragte mich: „Schwesterchen, du verkaufst das so billig – wie viel kannst du damit am Tag schon verdienen?“ Ich antwortete: „Selbst, wenn ich nicht viel verdiene, ist das doch besser, als Mah-jongg zu spielen. Das hier ist immerhin etwas Anständiges!“ Als ich ihr dann von meinem Sohn erzählte, ihr die Wahrheit über Dafa erklärte und sagte, dass ein Austritt aus der KP und ihren Jugendorganisationen Sicherheit bringen würde, schien sie plötzlich etwas verstanden zu haben. Sie sagte: „Ich weiß, dass du nicht hier bist, um Schuhputztücher zu verkaufen. Ich weiß, weswegen du gekommen bist. Ich bin Parteimitglied – bitte hilf mir beim Austritt!“ Was für ein kluges Lebewesen! Wie gut ihre Erkenntnisfähigkeit war! Alle warten darauf, errettet zu werden.
Etwa ab 2014 gelang es mir nach und nach, auch eine ältere Mitpraktizierende zu bewegen mitzukommen; ich nannte sie Tante. Mit einer Begleitung fühlte ich mich noch mehr wie ein Fisch im Wasser. Wenn wir beide zusammenarbeiteten, war die Wirkung beim Erretten der Menschen noch besser.
Im Winter 2015 mieteten wir vier Mitpraktizierende das Taxi eines Mitpraktizierenden. Jeden Morgen brachte er uns an den jeweiligen Ort, und abends holte er uns wieder ab. In jedem Dorf teilten wir uns in Zweiergruppen auf, gingen von Haus zu Haus, verteilten Neujahrsbilder, Kalender und Informationsmaterialien und verhalfen den Menschen zum Parteiaustritt.
Da uns die Erfahrung fehlte, wechselten wir den Ort nicht rechtzeitig, sondern gingen entlang dieses Tales von Dorf zu Dorf weiter, bis wir bereits an die Grenze von Tieling gelangten. Später wurden wir von schlechten Menschen angezeigt, nach Tieling in die Haftanstalt verschleppt und dort zehn Tage lang rechtswidrig festgehalten. Damals hatten die drei älteren Mitpraktizierenden das Fa alle schon vor dem 20. Juli 1999 erhalten und waren bereits vom kommunistischen Regime verfolgt worden. Ich war die Jüngste und erlebte so etwas zum ersten Mal, aber ich hatte keine Angst. In diesen zehn Tagen machten wir die Übungen, erklärten den Menschen die wahren Umstände und erretteten alle, die errettet werden sollten. Gleichzeitig suchten wir alle bei uns selbst nach innen: Welche Anhaftung hatte diese Sache herbeigeführt? Unter der Stärkung durch den Meister und mit Hilfe der Mitpraktizierenden, die gemeinsam aufrichtige Gedanken aussandten, brachen wir vier nach zehn Tagen mit aufrichtigen Gedanken aus der Haftanstalt aus und kehrten nach Hause zurück.
IV. Auf Märkten Menschen erretten
In den darauffolgenden zehn Jahren zog ich weiterhin allein los, um auf den Märkten in der Umgebung Menschen zu erretten. Jede Woche ging ich mindestens zwei- oder dreimal hinaus. Auf diesen Märkten waren viele Menschen unterwegs, darunter auch viele mit Schicksalsverbindung. Jedes Mal traten nicht wenige aus. Ich erinnere mich, dass einmal sechsundzwanzig Menschen ausgetreten waren. Als ich aufblickte und die dicht gedrängten Menschenmengen sah, die unaufhörlich hin und her strömten, liefen mir die Tränen. In meinem Innern sagte ich zum Meister: „Ihr Jünger ist unfähig – wann werde ich nur all diese Menschen erretten können?“
Ein anderes Mal begegnete ich einer älteren Frau. Kaum hatte ich das Wort Falun Gong ausgesprochen, sagte sie voller Hass: „Falun Gong sollte sterben, alle sollten erschossen werden.“ Während sie das sagte, hob sie die Hand und schlug nach meinem Gesicht. Ich hob den Arm und wehrte ihren Schlag ab. Sie hatte sehr viel Kraft; mein Arm tat danach noch zwei Tage lang weh. Ich drehte mich um und ging weiter. Dabei dachte ich: Diese arme Frau ist von den Lügen der KP Chinas getäuscht worden, sonst hätte sie sich niemals so verhalten. Ich hoffte, dass sie in Zukunft noch anderen Praktizierenden begegnen würde, die ihr die Wahrheit klar erklärten.
Wenn ich aus dem Haus ging, nahm ich immer ein Taxi, und zwar gerade deshalb, um den Taxifahrern auch zu erklären, was es mit Falun Dafa auf sich hat. Im Allgemeinen traten neun von zehn Fahrern aus, weil die Fahrtzeit lang genug war und man eins zu eins sprach, sodass sich alles gut erklären ließ. Sobald ich ins Auto stieg, sandte ich zuerst aufrichtige Gedanken aus, bat den Meister um Stärkung und beseitigte die bösen Wesen, die den Fahrer im Hintergrund störten. Danach sprach ich mit Barmherzigkeit zu ihm. Wirklich, fast bei jedem klappte es. Eine Zeit lang fuhr ich jeden Tag mit dem Taxi zu einer Mitpraktizierenden, um dort das Fa zu lernen. Sowohl auf dem Hinweg als auch auf dem Rückweg nahm ich ein Taxi, und manchen Fahrern hatte ich es schon mehrmals erklärt. Nach dem Gespräch schenkte ich dem Fahrer einen kleinen Lotus-Anhänger fürs Auto und half ihm, ihn aufzuhängen.
Eines Tages kam ich an einem Taxistand vorbei und sah, dass an einer ganzen Reihe von Taxis kleine Lotus-Anhänger hingen, einer nach dem anderen – ganz ordentlich. Da freute ich mich sehr. Von da an versuchte ich möglichst oft, mir unbekannte Fahrer zu nehmen, damit noch mehr Menschen mit Schicksalsverbindung errettet werden konnten.
In den letzten Jahren begleitete ich meinen Sohn zur Schule in eine Kleinstadt im Stadtgebiet. Er war damals schon fünfzehn Jahre alt, 1,76 Meter groß, und besuchte die zweite Klasse der Mittelschule. Ich begleitete ihn, ohne dabei in der Kultivierung nachzulassen – beides ließ sich gut miteinander vereinbaren. Der vom Meister arrangierte Weg ist der beste.
Vor zwei Jahren begegnete ich der Mitpraktizierenden A, die in derselben Wohnanlage wohnte. Wir lernten gemeinsam das Fa und gingen zusammen hinaus, um den Menschen die wahren Umstände zu erklären. Ich spürte die Kraft der Zusammenarbeit mit Mitpraktizierenden. Wenn sie auch nicht viel und auch nicht besonders gern sprach, konnte sie doch für mich aufrichtige Gedanken aussenden und die Namen notieren. Ich konnte deutlich spüren, dass unser Feld aufrichtiger Gedanken um ein Vielfaches stärker war als meines allein.
Wir gingen durch Wohnanlagen, kleine Parks und auf Märkte, und die Zahl der Austritte vervielfachte sich. In zwei Stunden konnten zwanzig bis dreißig Menschen austreten. Ich tauschte mich mit der Mitpraktizierenden A darüber aus: Jedes Mal, wenn wir hinausgehen, um Menschen zu erretten, gleichen wir einem vollständig gerüsteten General, der mit den alten Mächten um Menschen ringt. Unsere Fa-Instrumente sind aufrichtige Gedanken und Barmherzigkeit. Bevor wir aufbrechen, müssen wir unbedingt starke aufrichtige Gedanken aussenden, den Meister um Stärkung bitten und darum, dass Menschen mit Schicksalsverbindung zu uns kommen. Deshalb können wir jedes Mal viele Menschen erretten.
Für einen Dafa-Jünger gibt es in dieser Welt außer dem Erretten der Menschen nichts anderes zu tun – so hat es der Meister uns gelehrt. Alles wird in den drei Dingen vollendet. Heute ist die Fa-Berichtigung bereits in die letzte Phase eingetreten, und der Kampf zwischen Gut und Böse befindet sich in der entscheidenden Phase. Ich sehe, dass ich noch menschliche Gesinnungen habe, die ich nicht wegkultiviert habe, wie das Anschauen kurzer Videos auf dem Handy, Online-Einkäufe, Parteikultur, Freude, Neid und anderes. Ich bin eine wahre Kultivierende. Ich werde die noch verbleibende begrenzte Zeit gut nutzen, menschliche Gesinnungen loslassen, alle Anhaftungen wegkultivieren, meine Mission der Errettung der Menschen erfüllen und mit dem Meister nach Hause zurückkehren.
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