(Minghui.org) Mein Mann und ich leben in einer eher ländlichen Gegend im Norden Chinas. Im Jahr 2004 erhielten die Praktizierenden in unserer Gegend einen Artikel des Meisters, in dem es hieß:

„Insbesondere was die Dafa-Jünger in China angeht, so soll jeder heraustreten, um die wahren Umstände zu erklären, sodass dies überallhin ausgeweitet wird. Jeder Ort, wo es Menschen gibt, soll erreicht werden.“ (Das Menschenherz loslassen, die weltlichen Menschen erretten, 01.09.2004, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Nachdem wir den Artikel wiederholt gelesen hatten, fassten wir Praktizierende den festen Entschluss, die Menschen gemäß den Anforderungen des Meisters zu erretten.

Verteilung von Informationsmaterialien in vielen umliegenden Dörfern

Nach Absprache mit den anderen Praktizierenden übernahmen mein Mann und ich die Aufgabe, Informationsmaterialien über Falun Dafa in mehr als 20 Dörfer zu bringen. Da diese mindestens etwa 16 km entfernt lagen, konnten wir nicht alle Dörfer in kurzer Zeit abdecken. Deshalb teilten wir sie in verschiedene Bereiche auf. Anfangs fuhren wir tagsüber mit dem Fahrrad oder manchmal mit dem Traktor los, um die Materialien zu verteilen.

Um Belästigungen durch die Polizei und finanzielle Probleme infolge der Verfolgung zu vermeiden, verließen wir später unser Zuhause und arbeiteten in einer Fabrik in der Stadt.

Die Fabrik war ungefähr 32 km von unserem Zuhause entfernt. Es war nicht einfach, dorthin zu gelangen, doch wir wollten unser Versprechen bezüglich der Verteilung einhalten. Wir berieten uns über mögliche Lösungen und beschlossen, ein neues Motorrad für über 3.000 Yuan (fast 400 Euro) zu kaufen.

Tagsüber arbeiteten wir in der Stadt und machten uns nach Feierabend auf den Weg in unser ländliches Zuhause. Aufgrund der Fahrzeit kamen wir immer erst nach Mitternacht wieder zu Hause an. Die große Entfernung und die Dunkelheit stellten kein großes Problem dar, doch die winterlichen Bedingungen waren eine Herausforderung. Denn wegen der bitteren Kälte trugen wir zwei oder sogar drei Schichten schwerer Kleidung. Beim Verteilen der Materialien konnten wir keine Handschuhe tragen, da es zu schwierig gewesen wäre, die Materialien herauszuholen. Anfangs schmerzten unsere Hände und fühlten sich steif an, doch bald wurden sie warm. Wir wussten, dass der Meister uns beschützte. Im Jahr 2014 kauften wir ein Elektroauto. Seitdem nutzen wir es, um die Informationsmaterialien zu verteilen, sodass wir im Winter weniger der Kälte ausgesetzt sind.

Im Juni 2018 gaben wir unsere Arbeit auf und kehrten nach Hause zurück; damit endete unser achtjähriges Exil. Nachdem wir uns wieder eingelebt hatten, eröffneten wir ein kleines Geschäft. Da wir in unserem Laden auf Sauberkeit achteten und uns stets ehrlich und vertrauenswürdig verhielten, gewannen wir das Vertrauen unserer Kunden. Vor allem aber war es sehr praktisch, auf diese Weise Materialien zur Aufklärung über die wahren Umstände zu verteilen.

In den mehr als 20 Jahren haben wir keines der Dörfer ausgelassen, die wir aufsuchen wollten, denn wir wussten, dass die Menschen dort auf die Segnungen von Dafa warteten. Dabei sahen wir uns vielen Härten und Schwierigkeiten gegenüber und riskierten, bei der Polizei gemeldet zu werden. Doch wir blieben relativ gelassen, da wir Dafa im Herzen trugen. Unter dem Schutz des Meisters konnten wir jedes Mal sicher nach Hause zurückkehren. Wir waren voller Freude, während wir unser Gelübde erfüllten, die Lebewesen zu erretten. Wir wissen, dass dies auch unser Weg zurück in unsere himmlische Heimat ist.

Reisen in über 70 Dörfer, um Menschen zum Parteiaustritt zu verhelfen

Viele Menschen haben unsere Materialien erhalten und die Fakten über Dafa sowie die Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) erfahren. Doch wie konnten sie aus der KPCh und den ihr angeschlossenen Organisationen austreten? Mitpraktizierende waren der Meinung, dass wir aktiv werden und den Menschen beim Parteiaustritt helfen müssten. Wir beide hegten diesen Wunsch und begannen – etwa zum Übergang vom Frühling zum Sommer letzten Jahres –, mit den Menschen darüber zu sprechen.

Meist waren wir vormittags im Laden beschäftigt. Den Nachmittag verbrachten wir damit, mit Menschen zu reden und ihnen beim Parteiaustritt zu helfen. Dabei achteten wir stets darauf, aufrichtige Gedanken auszusenden, um jegliche Störung zu beseitigen; außerdem baten wir den Meister um Beistand.

Die Menschen, denen wir begegneten, waren Bauern, die auf den Feldern arbeiteten, sich unter Bäumen ausruhten, draußen saßen oder auf der Straße unterwegs waren. Wir nutzten jede Gelegenheit, um mit den Menschen zu sprechen. Über 90 % der Angesprochenen entschieden sich für den Austritt, und fast alle wollten dabei ihren richtigen Namen verwenden.

Viele Menschen äußerten ihre Freude, nachdem sie aus der KPCh ausgetreten waren. Manche wollten uns etwas zu trinken anbieten, andere luden uns zu sich nach Hause ein. Einmal überreichten wir einem Jungen mit einer Behinderung ein Amulett. Er legte die Hände aneinander und verneigte sich vor uns – eine Geste, die uns so tief berührte, dass wir weinen mussten. Der Meister sagte:

„… wer würde dann all die Menschen auf dieser Welt, die wegen Dafa hierhergekommen sind, erretten?“ (Fa-Erklärung am Welt-Falun-Dafa-Tag, 13.05.2014)

Dieser Junge hatte so lange auf diesen Tag gewartet!

Dabei wurden uns auch viele unserer eigenen Unzulänglichkeiten bewusst: Zum Beispiel bemerkten wir unsere starke Anhaftung an bestimmte Vorlieben. Außerdem erkannten wir, dass wir die verschiedenen Menschen oft von vorne herein beurteilten. Wir erkannten, dass sich hinter dieser Anhaftung Angst verbarg. Wenn wir jemanden sahen, der wie ein pensionierter Funktionär aussah, wollten wir ihn nicht ansprechen. Auch machten wir einen Bogen um Menschen, die grimmig oder unfreundlich wirkten. Bei älteren Frauen neigten wir dazu, sie zu übergehen, weil wir annahmen, sie könnten vielleicht nicht lesen und die Informationen daher nicht erfassen; bei jungen Leuten wiederum gingen wir davon aus, dass sie uns nicht zuhören wollten.

Später erkannten wir, dass wir mehr Menschen erretten könnten, wenn wir uns einfach selbst gut kultivierten. Genau in diesen Bereichen mussten wir uns erhöhen. In Zukunft werden wir hart daran arbeiten, dies zu ändern, in der Kultivierung reifer zu werden und dem Meister dabei zu helfen, noch mehr Menschen zu erretten.