(Minghui.org) Eine 59-jährige Frau aus der Stadt Qiqihar, Provinz Heilongjiang, wurde am 2. Juli 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang eingeliefert. Sie war, weil sie Falun Gong praktiziert, zu vier Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

An Jingtao war am 10. Mai 2025 von Beamten der Polizeiwache Beijuzhai festgenommen worden. Dies geschah im Zuge einer Polizeirazzia, die sich gegen mehr als 20 örtliche Falun-Gong-Praktizierende richtete. Alle Praktizierenden wurden in das Krankenhaus Nr. 39 in Qiqihar gebracht, wo Blut abgenommen und weitere körperliche Untersuchungen durchgeführt wurden. Mit Ausnahme weniger Personen, die als haftunfähig eingestuft wurden, brachte man die Mehrheit – darunter auch An – in die Untersuchungshaftanstalt der Stadt Qiqihar.

An war im Juni 2025 gegen eine Kaution von 10.000 Yuan (etwa 1290 Euro) für ein Jahr auf freien Fuß gesetzt worden. Beamte derselben Polizeidienststelle nahmen sie am 15. Dezember 2025 erneut fest und inhaftierten sie in derselben Haftanstalt. Am 20. März 2026 fand die Gerichtsverhandlung statt, bei der es ihr nicht gestattet war zu sprechen. Kurz nach der Verhandlung wurde An verurteilt und am 2. Juli 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang überstellt.

Vor dieser jüngsten Verfolgungswelle war sie bereits zweimal wegen des Praktizierens von Falun Gong inhaftiert worden. Von Juni 2000 bis Juni 2005 verbüßte sie eine fünfjährige Haftstrafe. Während ihrer Inhaftierung im zweiten Untersuchungsgefängnis der Stadt Qiqihar wurde sie zwangsernährt, nachdem sie aus Protest gegen die Verfolgung in den Hungerstreik getreten war. Der Leiter der Anstalt, Sun, wies mehrere Gefangene an, ihr einen Schlauch in die Nase einzuführen und diesen ständig zu drehen, um ihr Leid zu vergrößern. Auch nach ihrer Verlegung in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang wurde sie brutal gefoltert. Eines Nachts wurde sie aufgehängt und hunderte Male ins Gesicht geschlagen; infolgedessen erlitt sie einen erheblichen Hörverlust.

Nach einer erneuten Festnahme am 30. März 2006 wurde An zu neun Jahren Haft verurteilt. Sowohl im ersten Untersuchungsgefängnis von Qiqihar als auch im Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang war sie erneut brutaler Folter ausgesetzt. Einzelheiten zu ihrer früheren Verfolgung sind den hier verlinkten Berichten zu entnehmen.

Frühere Berichte:

Nach 14 Jahren unrechtmäßiger Haft nun zum dritten Mal verurteilt

Provinz Heilongjiang: Brutale Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in einem Frauengefängnis (Fotos)

Mehr als 20 Falun-Dafa-Praktizierende am selben Tag verhaftet, mindestens 13 weiterhin inhaftiert (Stadt Qiqhar, Provinz Heilongjiang)

Frau Zhang Guiqin starb infolge der Verfolgung; Frau Qi Dawei und Frau An Jingtao schweben in Lebensgefahr (Qiqihar, Provinz Heilongjiang)