(Minghui.org) Rund 1.000 Falun-Gong-Praktizierende aus New York veranstalteten am 19. Juli 2026 einen großen Marsch durch Manhattans Chinatown, um auf die seit 27 Jahren andauernde Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufmerksam zu machen. Falun Gong, ein Meditationsweg, der auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert, wird seit dem 20. Juli 1999 von der KPCh systematisch verfolgt.

Angeführt von der Tian Guo Marching Band zogen die Praktizierenden mit zahlreichen Transparenten und Fahnen durch die Straßen, auf denen sie über Falun Gong und die anhaltende Verfolgung informierten.

Der erste Abschnitt des Marsches stand unter dem Motto „Falun Dafa ist gut“. Neben Transparenten wurden übergroße Nachbildungen des Hauptwerkes von Falun Gong, dem Zhuan Falun, in chinesischer und englischer Sprache sowie ein großes Falun-Emblem präsentiert.

Der zweite Abschnitt stand unter dem Motto „Stoppt die Verfolgung von Falun Gong!“. Auf den Transparenten war unter anderem zu lesen: „27. Jahrestag des Widerstandes von Falun Gong gegen die Verfolgung“, „Beendet sofort die Verfolgung von Falun Gong“, „Rettet die in China verfolgten Falun-Gong-Praktizierenden“, „Stoppt die Organentnahme der KPCh an Falun-Gong-Praktizierenden bei lebendigem Leib“ und „Stoppt die transnationale Unterdrückung von Falun Gong durch die KPCh“.

Rund 1.000 Falun-Gong-Praktizierende nehmen am 19. Juli 2026 an dem Marsch in Manhattan teil (Minghui.org)

Managerin der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA: Das Ende der Verfolgung hilft nicht nur China

Suzan Classen, Projektmanagerin bei der FAA, sah der Parade mit ihrer Tochter zu. Sie filmte die Veranstaltung mit ihrem Handy und las dabei die Botschaften auf den Transparenten. „Die gesamte Parade war ein beeindruckender Anblick“, fand sie. „Ich habe die Transparente gelesen. Es ist herzzerreißend zu sehen, wie eine so wunderbare Gruppe dermaßen schwer verfolgt wird.“

Susan Classen (rechts) beobachtet die Parade mit ihrer Tochter (Minghui.org)

Als sie die Transparente mit den Worten „Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht“ las, meinte sie: „Genau das braucht die Welt. Menschlichkeit und Gutherzigkeit sind für jeden von uns unerlässlich. Die Menschen sollten von Natur aus voller Liebe sein und sich umeinander kümmern.“

Classen war auch beeindruckt, weil die Praktizierenden ihrer Ansicht nach sehr ruhig, würdevoll und positiv auf die Unterdrückung reagierten. „Es ist wirklich bewundernswert, dass sie trotz der Verfolgung so friedlich bleiben. Sie bemühen sich, der Welt die Fakten auf positive Weise zu vermitteln“, so ihr Kommentar.

Deshalb glaubt sie, dass die Bemühungen der Falun-Gong-Praktizierenden für eine Beendigung der Verfolgung nicht nur China helfen. „Sie stehen an vorderster Front und versuchen, Menschen auf der ganzen Welt zu helfen. Die ganze Welt sollte wissen, was in China geschieht, und wir müssen zusammenhalten und weiterhin dazu beitragen, dass die Menschen die Fakten erfahren.“

Lehrer aus Texas: „Unfassbar, dass solche Gräueltaten vertuscht werden“

Dan Seelig, ein Highschool-Lehrer aus Texas, meinte, der Marsch habe ihn tief bewegt, da seine Familie während des Holocaust aus Deutschland geflohen sei. „Als ich erfuhr, was in China geschah, erschütterte mich das zutiefst“, berichtete er. „Niemand sollte verfolgt werden, schon gar nicht eine friedliche Gruppe wie diese. Es ist wirklich entsetzlich.“

Dan Seelig (Minghui.org)

Seelig fand, die Menschen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt sollten der Verfolgung in China mehr Aufmerksamkeit schenken. „Leid, ganz gleich, wo es geschieht, betrifft die gesamte Menschheit. Wenn irgendwo ein Völkermord stattfindet, müssen die Menschen handeln, um ihn zu beenden“, erklärte er. „Das sollte ein gemeinsames Anliegen aller Menschen weltweit sein – auch der Amerikaner, selbst wenn sich diese Verbrechen am anderen Ende der Welt ereignen.“

Viele Menschen wüssten aufgrund der Medienkontrolle der KPCh nichts von der Verfolgung, so Seelig. „Ich finde es erschreckend, dass solch schreckliche Verbrechen tatsächlich vertuscht werden können. Deshalb bin ich sehr froh, dass die Praktizierenden hier demonstrieren können. So viele Menschen, die gemeinsam dieselbe Botschaft vermitteln, haben eine starke Wirkung.“ Abschließend äußerte er die Hoffnung, dass sich weitere Regierungen dem Einsatz für ein Ende der Verfolgung anschließen.

Designerin aus South Carolina: Informationen teilen

Valerie Lane, eine Innenarchitektin aus South Carolina, erzählte, sie sei gerade zufällig in New York zu Besuch. Sie fühlte sich von der Parade angezogen und war tief bewegt von der friedlichen Atmosphäre des gesamten Zuges. Schockiert von den Nachrichten verkündete sie: „Es ist entsetzlich, dass eine Gruppe so freundlicher Menschen verfolgt, gefoltert und sogar getötet wird. Das hätte niemals passieren dürfen und es darf auch heute nicht passieren.“

Valerie Lane (Minghui.org)

Lane wollte alles in ihrer Macht Stehende tun, damit die Verfolgung beendet wird. „Ich habe viele Fotos gemacht und werde sie online stellen und in den sozialen Medien teilen“, versprach sie. „Auch wenn ich nur ein einzelner Mensch bin, hat mich dieser Marsch tief beeindruckt. Ich bin sicher, dass er auch viele andere dazu bringen wird, sich mit diesem Thema zu befassen.“

Wirtschaftsprüferpaar hofft auf baldiges Ende der Tragödie

Rick Montalbano und seine Frau Gina, beide Wirtschaftsprüfer, blieben stehen, um der Parade zuzusehen, und staunten, weil sie so sehr groß und beeindruckend war.

Rick Montalbano und seine Frau Gina (Minghui.org)

Gina sagte, die totalitäre KPCh wolle keine Menschenansammlungen. Doch die Verfolgung hätte nicht stattfinden dürfen, Falun-Gong-Praktizierende sollten ihren Glauben frei ausüben können. „Ich hoffe, diese Verfolgung hört bald auf. Mehr Menschen müssen aufstehen und ihre Stimme erheben, nicht nur in China, sondern weltweit“, betonte sie. Sie plant, nicht nur ihrer Familie und ihren Freunden von dem heutigen Marsch zu erzählen, sondern auch die Praktizierenden bestmöglich zu unterstützen.

Von Feindseligkeit zum Praktizieren von Falun Gong

Li, ein Falun-Gong-Praktizierender, promovierte an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Biologie, bevor er in die USA auswanderte. Im Jahr 2016 nahm er in Chicago an einem Gedenkmarsch zum 20. Juli teil. Kurz darauf begann er, Falun Gong zu praktizieren. Sein Verständnis von Falun Gong habe sich jedoch bereits 2012 grundlegend verändert, nachdem er in Peking Gitarrenunterricht genommen hatte.

Zuvor habe er Falun Gong aufgrund der Hasspropaganda der KPCh abgelehnt. „Mein Gitarrenlehrer praktiziert Falun Gong. Er erklärte mir die Wahrheit über die inszenierte Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz und fragte mich zum Beispiel, warum die Benzinflasche nicht verbrannte und warum die Haare des Mannes nicht Feuer fingen, obwohl sein Körper in Flammen stand. Diese Fragen brachten mich zum Nachdenken und veränderten mein Verständnis grundlegend“, erinnerte sich Li.

Anschließend begann er, Software zur Umgehung der Internetzensur wie Freegate zu nutzen, um unzensierte Informationen zu lesen. Dazu gehörten auch Bücher wie die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei. So erfuhr er von der jahrzehntelangen Verfolgung von Falun Gong durch die KPCh, der Folter an Praktizierenden und dem Organraub. „Je mehr ich darüber erfuhr, desto unerträglicher erschienen mir die unzähligen Verbrechen der KPCh“, sagte er.

Nachdem er die Hintergründe verstanden hatte, entschloss sich Li 2016, sich vollständig von der KPCh zu distanzieren. Unter seinem echten Namen trat er aus allen Organisationen aus, die der KPCh angehörten oder ihr nahestanden. „Die KPCh hat unzählige Verbrechen begangen, und ich hatte früher Illusionen über dieses Regime. Als ich die Wahrheit erkannte, war für mich klar, dass ich mit der KPCh brechen musste“, erklärte er.

Li begann dann außerdem Falun Gong zu praktizieren. Er wollte sich damit geistig weiterentwickeln und seine Gefühle besser kontrollieren können. „Seit ich praktiziere, habe ich mich in dieser Hinsicht sehr verändert. Ich kann vielen Dingen gelassener begegnen“, stellte er fest. Auch seine Gesundheit habe sich verbessert.

„Früher saß ich bei meiner wissenschaftlichen Arbeit oft stundenlang und hatte deshalb Rückenprobleme. Nach einigen Monaten des Praktizierens verschwanden die Schmerzen – das war erstaunlich“, berichtete Li. „Außerdem denke ich bei meiner wissenschaftlichen Arbeit heute offener. Rückschläge setzen mich nicht mehr so stark unter Druck. Ich kann Situationen klarer beurteilen und besser mit ihnen umgehen.“

Hoffnung eines schwedischen Falun-Gong-Praktizierenden: Es sollen noch mehr Menschen von Falun Gong erfahren

Jens Almroth, ein Falun-Gong-Praktizierender aus Schweden (Minghui.org)

Der gebürtige Schwede Jens Almroth arbeitet seit vielen Jahren als Design Director in New York. Fast jedes Jahr nimmt er am Gedenkmarsch zum 20. Juli teil.

„Ich möchte der Falun-Gong-Praktizierenden gedenken, die in China seit vielen Jahren verfolgt werden. So viel Zeit ist vergangen und dennoch wissen viele Menschen noch immer nichts von dieser Verfolgung“, stellte er bedauernd fest. „Die Medien haben die Öffentlichkeit nicht ausreichend darüber informiert, wie ernst die Lage in China ist. Deshalb nehme ich jedes Mal an einem Marsch wie diesem teil. Er macht die Verfolgung sichtbar und zeigt zugleich die Schönheit von Falun Gong sowie die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ich hoffe, dass dadurch noch mehr Menschen die Wahrheit erfahren.“

Almroth begann 2001, Falun Gong zu praktizieren. Doch erst einige Jahre später wurde ihm das ganze Ausmaß der Verfolgung in China bewusst. „Ich hörte von der erzwungenen Organentnahme und erfuhr, dass Ärzte und Krankenschwestern daran beteiligt waren. Es gab Zeugenaussagen. Das war das Schrecklichste, was ich je gehört habe“, erinnerte er sich. „Erst da wurde mir wirklich bewusst, wie grausam diese Verfolgung ist. Menschen, die sich einfach nach Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht richten, werden gefoltert, ermordet und ihnen werden sogar bei lebendigem Leib die Organe entnommen. Und das geschieht bis heute. Es ist wirklich unfassbar.“

Wie Almroth berichtete, begann seine Suche nach Falun Gong mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. „Ich las viele Bücher über spirituelle Entwicklung, weil ich überzeugt war, dass das Leben einen tieferen Sinn haben musste. Eines Tages stieß ich in einer Bibliothek auf das Zhuan Falun. Schon kurz nachdem ich zu lesen begonnen hatte, wusste ich, dass ich endlich gefunden hatte, wonach ich mein ganzes Leben gesucht hatte.“

Das Praktizieren von Falun Gong habe ihn auch innerlich verändert. Früher sei er oft ängstlich gewesen und habe sich einsam gefühlt. „Nachdem ich begonnen hatte, die Übungen zu machen und das Zhuan Falun zu lesen, fühlte ich mich nicht mehr einsam. Auch meine Angstzustände verschwanden“, sagte er.