(Minghui.org) Praktizierende in Malaysia erinnerten am 19. Juli 2026 in Kuala Lumpur mit einer Übungsvorführung, einer Kundgebung und einer Kerzenlichtmahnwache an die 27-jährige Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh).

Die Praktizierenden forderten ein Ende der Verfolgung und gedachten der Praktizierenden, die dabei ihr Leben verloren haben. Viele Passanten waren überrascht, von der anhaltenden Verfolgung zu erfahren, und riefen die internationale Gesellschaft dazu auf, diesen schweren Menschenrechtsverletzungen Beachtung zu schenken.

Unterstützung für die Aktionen im Titiwangsa-Park

Praktizierende in Malaysia bei gemeinsamen Übungen am 19. Juli im Titiwangsa-Park in Kuala Lumpur (Minghui.org)

Am Spätnachmittag begannen die Praktizierenden die Veranstaltung mit der Vorführung der fünf Falun-Dafa-Übungen. Die friedliche und beruhigende Musik veranlasste viele Passanten stehenzubleiben, zuzusehen und Fotos zu machen. Einige lasen sich die Informationstafeln durch oder erfuhren im Gespräch mit den Praktizierenden weitere Informationen.

Passanten bleiben stehen, um zuzusehen und Fotos von der Veranstaltung zu machen (Minghui.org)

Ein kleiner Lotusblüten-Anhänger als Geschenk (Minghui.org)

Von solchem Leid sollten immer mehr Menschen erfahren“

Bibbo, die indischer Abstammung ist, kam vorbei und blieb stehen, um mehr zu erfahren. Sie leitet ein Meditationszentrum und gibt Kurse in Meditation und Energieheilung. Sie sagte, der Anblick der vielen meditierenden Menschen habe in ihr ein Gefühl der Vertrautheit hervorgerufen.

Bibbo erfährt von Falun Dafa und der Verfolgung durch die KPCh (Minghui.org)

Sie hörte zum ersten Mal von Falun Dafa und der Verfolgung und es machte sie traurig, was sie da erfuhr: dass Falun-Dafa-Praktizierende aufgrund ihres Glaubens verfolgt und sogar Opfer von Organraub werden. „Von diesem Leid sollten immer mehr Menschen erfahren – die ganze Welt –, damit alle gemeinsam dazu beitragen können, dass diese Verfolgung aufhört“, sagte sie.

Menschen unterzeichnen die Petition zur Beendigung der Verfolgung (Minghui.org)

Khairul, ein Mann malaiischer Abstammung, war entsetzt, als er von der anhaltenden Verfolgung und dem Organraub in China erfuhr. Er erklärte, dieses Menschenrechtsthema betreffe die gesamte Menschheit. Es sollten noch mehr Menschen davon wissen. Seiner Meinung nach sollten sich die Vereinten Nationen und Menschen auf der ganzen Welt dieser Angelegenheit entschlossen stellen und die Verfolgung gemeinsam beenden.

Kerzenlichtmahnwache weckt Gewissen und Hoffnung

Die Kerzenlichtmahnwache begann in der Abenddämmerung; Praktizierende hielten Ansprachen auf Chinesisch, Englisch und Malaiisch.

Sie sprachen darüber, wie eine große Anzahl von Falun-Dafa-Praktizierenden illegal inhaftiert, verurteilt, gefoltert und sogar für die Entnahme ihrer Organe getötet worden sei, seit die KPCh im Juli 1999 die Verfolgung eingeleitet habe. Unzählige Familien seien dadurch zerstört worden.

Eine Praktizierende singt das Lied „Coming for You“ (Minghui.org)

Der Moderator erklärte, dass die Kerzenlichtmahnwache den Praktizierenden gewidmet sei, die im Zuge der Verfolgung ihr Leben verloren hätten.

Nach den Ansprachen wurde das Lied „Kerzenlicht“ gespielt, während die Praktizierenden Kerzen hielten, um der verstorbenen Praktizierenden zu gedenken. 

Kerzenlichtmahnwache von Praktizierenden im Titiwangsa-Park am 19. Juli (Minghui.org)

Opfer der Verfolgung berichten von ihren Erfahrungen

Li aus China lebt heute in Malaysia. Er äußerte sich bewegt darüber, an einer Veranstaltung zum 20. Juli in einem freien Land teilnehmen zu können. Praktizierende in China würden Verfolgung erleiden, weil sie sich weigerten, Falun Dafa aufzugeben, sagte er. „Wir wollen einfach nur gute Menschen sein. Doch in China gibt es dafür kein Umfeld.“

Er berichtete, dass er damals von der KPCh rechtswidrig verurteilt worden sei. Während seiner Haft wiesen die Wärter sechs oder sieben Häftlinge, die lange Haftstrafen verbüßten, an, Gewalt gegen ihn anzuwenden. Sie stachen mit Nadeln unter seine Fingernägel und rissen ihm die Zehennägel der großen Zehen heraus. Man entzog ihm 22 Tage lang ununterbrochen den Schlaf. Sie zwangen ihm Chiliewasser in die Nasenlöcher und schlugen unzählige Male auf ihn ein. Für ihn bestand kein Zweifel daran, dass die KPCh bösartig ist.

Jiang, der ebenfalls aus China stammt, begann 1997 mit dem Praktizieren von Falun Dafa. In den Jahren 2000 und 2001 reiste er nach Peking, um sich für Gerechtigkeit für Falun Dafa einzusetzen. Daraufhin wurde er 14 Jahre lang verfolgt; die Strafe umfasste unter anderem zwei Haftperioden von jeweils sieben Jahren sowie zwei Jahre Zwangsarbeit. Er erlebte am eigenen Leib, wie brutal die KPCh die Praktizierenden verfolgt. Er beschrieb die Taktiken, die die KPCh gegen Praktizierende anwendet, als äußerst gewaltsam: „Es gibt keinerlei moralische Hemmschwelle.“ Über einige der Foltermethoden könne er nur schwer sprechen.

Jiang äußerte die Hoffnung, dass immer mehr Menschen von der Verfolgung erfahren, sich auf die Seite der Gerechtigkeit stellen und für Falun Dafa eintreten, damit diese Verfolgung bald beendet wird. Zudem hoffe er, dass noch mehr Menschen vom Praktizieren von Falun Dafa profitieren könnten.

Praktizierende hoffen, dass immer mehr Menschen von der Verfolgung erfahren

Eine Praktizierende aus Mittelamerika und der Karibik, die an den Veranstaltungen teilnahm, hielt sich wegen ihres Studiums in Malaysia auf. Sie berichtete, es sei das erste Mal, dass sie Praktizierende aus anderen Ländern treffe, und sie sei dankbar für diese Gelegenheit. Veranstaltungen dieser Art würden dazu beitragen, dass immer mehr Menschen von der Verfolgung erführen – was von großer Bedeutung sei.

Sie erzählte, dass sie vor drei oder vier Jahren begonnen habe, Falun Dafa zu praktizieren und meinte: „Ich halte die Teilnahme an den Veranstaltungen am 20. Juli gegen diese Verfolgung für außerordentlich wichtig, denn die ganze Welt muss von dieser brutalen Verfolgung erfahren. Hierbei handelt es sich ja nicht nur um die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden, sondern es geht auch um eine Bewährungsprobe für die Menschlichkeit. Auch wenn manche Menschen es nicht wahrhaben wollen – diese Dinge geschehen tatsächlich.“ Sie appellierte an diejenigen, die noch nichts davon wissen, sich über die Fakten zu informieren. „Hier geht es nicht um Politik. Es handelt sich um eine verdeckte Verfolgung. Jeder sollte wachsam sein“, erklärte sie.

Die malaysische Praktizierende Helen sammelte während der Veranstaltung Unterschriften für eine Petition. Sie berichtete, dass viele Menschen ihre Unterstützung bekundeten und bereit waren zu unterschreiben, nachdem sie von der Verfolgung erfahren hatten.

Sie erzählte von einem älteren Chinesen, der zunächst vorbeigegangen war, dann aber umkehrte, um sich die Schautafeln anzusehen. Er habe um Informationsmaterialien gebeten, denn er wollte mehr über Falun Dafa erfahren. Helen berichtete, dass die Malaysier, mit denen sie gesprochen habe, durchweg freundlich gewesen seien und ihre Unterstützung gezeigt hätten, sobald sie über die Situation informiert gewesen seien. Das empfand sie als sehr ermutigend.

Kundgebung nahe der chinesischen Botschaft fordert ein Ende der Verfolgung

Zusätzlich zur Veranstaltung im Titiwangsa-Park hielten Praktizierende am Morgen des 19. Juli eine Kundgebung in der Nähe der chinesischen Botschaft in Kuala Lumpur ab. In ihren Beiträgen forderten sie ein Ende der seit 27 Jahren andauernden Verfolgung und riefen dazu auf, dabei zu helfen das Verbrechen des Organraubs zu beenden. Sie bekundeten auch ihre Unterstützung für die 464 Millionen Chinesen, die aus der KPCh und den ihr angeschlossenen Organisationen ausgetreten sind.

Kundgebung der Praktizierenden am 19. Juli in der Nähe der chinesischen Botschaft in Kuala Lumpur (Minghui.org)

Die Praktizierenden verlasen Erklärungen auf Chinesisch, Malaiisch und Englisch, in denen sie darauf hinwiesen, dass die KPCh ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss nutzt, um die Verfolgung von Falun Dafa auf das Ausland auszuweiten. Sie riefen die internationale Gesellschaft dazu auf, bei der Beendigung der Verfolgung zu helfen sowie die Religionsfreiheit und die universellen Menschenrechte zu verteidigen.

Eine Praktizierende verliest einen Aufruf an die internationale Gesellschaft, bei der Beendigung der Verfolgung zu helfen (Minghui.org)

Vertreter der Praktizierenden übergeben einen Brief an die Botschaft (Minghui.org)

Seit 27 Jahren protestieren Praktizierende friedlich mit Kundgebungen vor der chinesischen Botschaft gegen die Verfolgung und fordern Grechtigkeit. Zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungen übergaben Vertreter der Praktizierenden einen Brief an die Botschaft, in dem sie die KPCh aufforderten, die Verfolgung zu beenden.