(Minghui.org) Ein 65-jähriger Einwohner der Stadt Chengdu, Provinz Sichuan, der wegen Unterschlagung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war, begann während seiner Inhaftierung, Falun Dafa zu praktizieren. Während viele andere Gefangene, die ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt worden waren, eine Strafmilderung erhielten und freigelassen wurden, sitzt Zhao Naiqian dagegen weiterhin im Gefängnis und wird wegen seines Glaubens brutal gefoltert. Die Gefängnisleitung teilte seiner Familie mit, dass er keine Chance auf eine Freilassung habe, sollte er sich weiterhin weigern, sich „umerziehen“ zu lassen.
Zhao, ein ehemaliger Angestellter der Fabrik Xuguang in Chengdu, wurde am 30. Mai 1996 wegen Diebstahls von Materialien im Wert von 24.800 Yuan (etwa 3.200 Euro) aus dem Betrieb zusammen mit einem Kollegen zu einer Todesstrafe mit zweijähriger Bewährungszeit verurteilt. Das Oberste Gericht von Sichuan wandelte sein Urteil am 12. Dezember 1997 in lebenslange Haft um. Obwohl die Angehörigen den gesamten Erlös aus dem Verkauf der gestohlenen Materialien zurückzahlten, erhielt Zhao keine Strafmilderung. Er entwickelte einen tiefen Groll gegen die Richter, die seinen Fall bearbeiteten, und schwor, aus dem Gefängnis zu fliehen, um sie zu töten.
Zu dieser Zeit praktizierte Zhaos Mutter bereits Falun Dafa. Als sie ihn besuchte, gab sie ihm ein Falun-Dafa-Buch, in der Hoffnung, dass er von dessen Lehre profitieren werde.
Nach der Lektüre des Buches wurde Zhao friedlicher und sein starker Groll und seine Verzweiflung verschwanden. Er sagte oft zu anderen Häftlingen: „Wäre ich Falun Dafa früher begegnet, hätte ich dieses Verbrechen nicht begangen. Aber ich bin trotzdem sehr froh, dass ich angefangen habe zu praktizieren, und werde dieser Lehre folgen, um in Zukunft ein guter Mensch zu sein.“
Unmenschlicher Folter ausgesetzt
In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Zhao zu einem vorbildlichen Häftling und hatte Aussicht auf eine Strafmilderung. Bevor es jedoch dazu kommen konnte, ordnete die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 eine landesweite Verfolgung von Falun Dafa an. Zhao wurde ins Visier genommen, vor allem, weil er sich bemühte, die anderen Häftlinge darüber aufzuklären, wie die KP Chinas verleumderische Propaganda verbreitete, um Falun Dafa zu dämonisieren.
Seitdem ist Zhao unmenschlicher Folter ausgesetzt und darf keine Familienbesuche empfangen.
Im Jahr 2017 beantragte seine Mutter bei der Gefängnisverwaltung der Provinz Sichuan, ihren Sohn zu besuchen, aber ihr Antrag wurde abgelehnt. In der Antwort hieß es: „Wenn Angehörige von Gefangenen während der Besuche gegen die Vorschriften verstoßen, wirkt sich dies negativ auf die Gefangenen aus; daher wird der Besuchsantrag abgelehnt.“
Infolgedessen durfte Zhaos Mutter ihn nicht mehr sehen, bis sie schließlich verstarb. Wollten andere Familienmitglieder Zhao besuchen, mussten sie bei mehreren Amtsstellen eine Genehmigung einholen und Vereinbarungen unterschreiben, in denen sie sich verpflichteten, während der Besuche keine „sensiblen Themen“ anzusprechen.
2018 beantragte Zhao beim Obersten Gerichtshof der Provinz Sichuan die Wiederaufnahme seines Verfahrens. Er betonte, lediglich Materialien im Wert von 24.800 Yuan gestohlen zu haben, was seiner Ansicht nach eine lebenslange Haftstrafe nicht rechtfertigte. Daraufhin erhöhte der Oberste Gerichtshof der Provinz Sichuan den geschätzten Wert der gestohlenen Materialien auf 69.000 Yuan (etwa 8.870 Euro), um das Urteil aufrechtzuerhalten.
Im Gegensatz dazu wurde die lebenslange Haftstrafe seines ehemaligen Kollegen umgewandelt und er wurde 2012 vorzeitig entlassen.
Bei einem undatierten Besuch bekräftigte Zhao gegenüber seiner Familie, dass er niemals auf Falun Dafa verzichten werde, selbst wenn ihm dafür eine Strafmilderung angeboten würde. Die 30 Jahre Haft hätten ihn sehr stark gemacht. Er ermahnte seine Familie: „Beschwert euch nicht. Seid anderen gegenüber gütig und rücksichtsvoll.“
Als seine Schwester ihn am 12. Dezember 2025 besuchen wollte, teilte ein Wärter ihr mit, dass Zhao unter strenger Überwachung stehe und im Jahr 2026 keine Familienbesuche erlaubt seien.
Weil er sich weigerte, Falun Dafa aufzugeben, wurde Zhao in sechs verschiedene Gefängnisse gesperrt und verschiedenen Foltermethoden sowie Gehirnwäschen ausgesetzt. Sieben Jahre lang wusste seine Familie nicht, wo er festgehalten wurde. Erst 2012 bestätigte die Gefängnisverwaltung der Provinz Sichuan Zhaos Mutter, dass ihr Sohn im Gefängnis Jiazhou inhaftiert sei. Sie ging zweimal dorthin, durfte ihn aber nicht sehen.
Da Zhaos Familie ihn nicht besuchen durfte, wusste sie nicht, wie es ihm im Gefängnis ging. Durch freigelassene Häftlinge erfuhren sie erschüttert von der Folter, die er erleiden musste.
Eingeschränkter Zugang zu Dingen des täglichen Bedarfs
Zhao durfte das Geld, das seine Familie auf sein Konto eingezahlt hatte, nicht verwenden. Es war für ihn äußerst schwierig, Dinge des täglichen Bedarfs zu kaufen. Im Winter musste er Hausschuhe ohne Socken tragen. Auch hatte er in kalten Winternächten keine warme Decke.
Trotz seiner eigenen Not half er mit dem bisschen Geld, das er besaß, anderen Häftlingen. Selbst als man ihn deswegen in Einzelhaft sperrte, bestand er darauf: „Die Menschen sollten einander helfen. Das ist das Selbstverständlichste, was man als Mensch tun kann.“
Körperliche Misshandlung
Die Wärter verboten Zhao häufig, mit anderen zu sprechen. Außerdem zwangen sie ihn zu stundenlanger harter Arbeit und gewährten ihm lediglich 20 Sekunden, um eine Mahlzeit einzunehmen. Er wurde oft monatelang in dunkle Räume oder Isolationshaft gesperrt.
Weitere Foltermethoden, die er erleiden musste, waren Schläge, psychische Misshandlungen und die gewaltsame Verabreichung von toxischen Substanzen. Zudem wurde er wochenlang in der Adlerposition auf dem Totenbett gefesselt. Während dieser Zeit konnte er sich kaum bewegen; er erhielt nur sehr wenig Nahrung und hatte nur alle drei Wochen Stuhlgang.
Frühere Berichte:
Isolationshaft, weil er an seinem Glauben festhält
Copyright © 1999-2026 Minghui.org. Alle Rechte vorbehalten.