(Minghui.org)
Vom 17. bis 19. August 2026 demonstrierten Falun-Gong-Praktizierende aus ganz Australien vor dem Parlamentsgebäude in Canberra, der Hauptstadt Australiens, um auf die Verfolgung ihres Glaubens durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) aufmerksam zu machen. Die KPCh verfolgt Falun Gong in China seit 1999 erbarmungslos und hat diese Verfolgung durch anhaltende transnationale Repression weltweit ausgeweitet.
Bei einer Kundgebung am Mittag des 18. August 2026 forderten die Praktizierenden die australische Regierung auf, gegen die zunehmende transnationale Repression der KPCh in Australien und die systematischen Menschenrechtsverletzungen dieser Partei vorzugehen.
Gemeindevorsteher und Vertreter verschiedener Menschenrechtsgruppen, darunter Tibeter und Uiguren, nahmen an der Kundgebung teil, um ihre Unterstützung zu zeigen. Sie verurteilten das kürzlich von der KPCh erlassene „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“. Es bestehe die Gefahr, dass das Gesetz Peking als juristisches Instrument diene, um „Zwangsassimilation“ und „kulturellen Genozid“ an ethnischen Minderheiten durchzusetzen, warnten sie, und dass seine Auswirkungen bis nach Australien reichten und die Sicherheit und Meinungsfreiheit australischer Bürger bedrohten.
Zahlreiche Passanten und Touristen blieben stehen, sahen den Falun-Gong-Praktizierenden bei ihren Übungen zu und hörten sich die Kundgebung an. Viele machten Fotos mit ihren Handys und fragten nach Informationen über Falun Gong und dem Grund der Veranstaltung. Zahlreiche Menschen unterzeichneten eine Petition, die das Ende der Zwangsorganentnahme an Gefangenen aus Gewissensgründen in China und eine Eskalation der Verfolgung außerhalb Chinas forderte.




Falun-Gong-Praktizierende aus ganz Australien demonstrieren am 18. August 2026 vor dem Parlamentsgebäude in Canberra und fordern die australische Regierung zum Handeln gegen die zunehmende transnationale Repression der Kommunistischen Partei Chinas in Australien und weltweit auf (Minghui.org)
Geschäftsführerin einer Stiftung fordert die australische Regierung auf, ein Gesetz zu verabschieden, das die schädlichen Handlungen der KPCh stoppt
Lisa Cotton, Gründerin und Geschäftsführerin der Torchlight Foundation, spricht bei der Kundgebung (Minghui.org)
Lisa Cotton, Gründerin und Geschäftsführerin der Torchlight Foundation, setzt sich leidenschaftlich für Menschen ein, die Ungerechtigkeit erfahren und deren Rechte und Freiheiten bedroht sind. Die Torchlight Foundation ist eine australische gemeinnützige Stiftung, die Überlebende von häuslicher und familiärer Gewalt sowie anderen Formen von Missbrauch unterstützt.
In ihrer Rede betonte Frau Cotton: „Schweigen ist für mich keine Neutralität. Wenn unschuldige Menschen verfolgt, eingesperrt und wie Ware behandelt werden, sollte ich als Christin – wie jeder anständige Mensch – meine Stimme erheben und nicht wegschauen.“
Unter Berufung auf das im US-Kongress verabschiedete Gesetz zur Unterbindung von Zwangsorganentnahmen aus dem Jahr 2025 („Stop Forced Organ Harvesting Act“) erhob Frau Cotton die folgende Forderung an die australische Regierung: […] „Gesetze von vergleichbarem Format zu unterstützen und zu verabschieden, die den Datenschutz bei Transplantationserklärungen und der Datenerhebung gewährleisten, die Beteiligung am Organhandel im Ausland verbieten, ethische Partnerschaftsstandards festlegen und gezielte Konsequenzen für diejenigen vorsehen, die eindeutig in derartige Praktiken verwickelt sind.“ Des Weiteren forderte sie, medizinische Organisationen, Universitäten, Glaubensgemeinschaften, Diaspora-Gruppen, Journalisten und Parlamentarier müssten zusammenarbeiten. Sie betonte: „Wir müssen den Überlebenden beistehen, diejenigen schützen, die ihre Stimme erheben, und sicherstellen, dass niemand hier in ein System hineingezogen wird, das von Menschenmissbrauch profitiert.“
Cotton äußerte, dass der Dokumentarfilm „Unbroken: The Untold Story of Shen Yun“ sie tief bewegt habe. Sie zeigte sich tief betroffen über die Einschüchterungen und Bedrohungen, denen Shen-Yun-Künstler bei der Ausübung ihres Glaubens und ihres kulturellen Erbes ausgesetzt sind. „Meinungs-, Vereinigungs- und Religionsfreiheit müssen hier in Australien und darüber hinaus geschützt werden“, stellte sie klar. „Kein Tänzer, kein Theater, keine Glaubensgemeinschaft und kein Publikum sollte wegen friedlicher, künstlerischer, kultureller oder religiöser Ausdrucksformen bedroht werden.“
Cotton dankte der Öffentlichkeit für ihre Unterstützung: „Ich möchte der hiesigen Gemeinschaft und allen danken, die eine Petition unterzeichnen, an einer Mahnwache teilnehmen, an einen Abgeordneten schreiben, beten, sich informieren, zuhören und nicht wegschauen. An jedes Opfer, jeden Überlebenden, jede Familie, die nach einem Angehörigen sucht, und jeden politischen Gefangenen, der sich vielleicht unsichtbar fühlt: Gebt niemals auf! Verliert nicht den Mut. Gerechtigkeit ist auf dem Weg.“
Vertreterin des Tibet-Rates: „Das neue Gesetz der KPCh ist ein Wolf im Schafspelz“
Dr. Zoë Bedford (links), Geschäftsführerin des Australischen Tibet-Rates, und Tenzin Dalha (rechts), ein Vertreter der tibetischen Gemeinde in Canberra, sprechen auf der Kundgebung. (Bildmontage: Minghui.org)
Dr. Zoë Bedford, Geschäftsführerin des Australischen Tibet-Rates, verurteilte das neu eingeführte „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“ der KPCh und bezeichnete es als „Wolf im Schafspelz“. „Hinter den scheinbar positiven Begriffen von Einheit und Fortschritt verbergen sich die hässlichen und gefährlichen Realitäten der Zwangsassimilation und des kulturellen Genozids in Tibet“, verkündete sie. „Wir müssen verstehen, was China mit diesem Gesetz erreichen will. Sie wollen die tibetische Kultur auslöschen, die tibetische Sprache vernichten und die tibetische Religion zerstören.“
Sie forderte die australische Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, die die KPCh für diese Politik zur Rechenschaft ziehen, und Sanktionen nach dem Vorbild des Magnitsky-Urteils gegen einzelne Täter von Menschenrechtsverletzungen in China zu verhängen.
Tenzin Dalha, ein Aktivist der tibetischen Gemeinde, bekundete seine Solidarität mit Falun-Gong-Praktizierenden, Uiguren, Hongkongern und allen Einzelpersonen und Gemeinschaften, die weiterhin Repression, Einschüchterung und transnationaler Unterdrückung durch die Kommunistische Partei Chinas ausgesetzt sind. „Unsere Erfahrungen sind unterschiedlich“, sagte er, „aber es gibt etwas, das uns alle verbindet. Keine Regierung, insbesondere nicht die Kommunistische Partei Chinas, sollte das Recht haben, Menschen durch die Erzeugung von Angst zum Schweigen zu bringen, nur weil diese gläubig sind und friedlich ihre Identität, ihre Überzeugungen oder ihre Zukunftswünsche für ihr Volk äußern. Wir fordern die australische Regierung auf, transnationale Unterdrückung weiterhin ernst zu nehmen, die Diaspora-Gemeinschaften zu schützen und klarzustellen, dass australischer Boden nicht zum verlängerten Arm eines fremden Systems der Zensur und Einschüchterung werden darf.“
Vorsitzende uigurischer Verbände: Gemeinsame Anstrengungen sind nötig, um das Bewusstsein für die transnationale Unterdrückung zu schärfen und ihr Widerstand zu leisten
Bahtiyar Bora, Präsident der Australian Uyghur Association (links); Ramila Chanisheff, Präsidentin der Australian Uyghur Women’s Association (Mitte); und Mehmet Celepci, Sprecher der Australian Uyghur Association (rechts), sprechen bei der Kundgebung. (Bildmontage von Minghui.org)
Bahtiyar Bora, Präsident des Australischen Verbandes der Uyghuren, wies darauf hin, dass die KPCh ihr „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des ethnischen Fortschritts“ als Maßnahme zur „Förderung der Harmonie“ verpackt hat, während es in Wirklichkeit die Menschen dazu zwingt, ihre Sprache, Kultur, Religion, Geschichte und Identität aufzugeben. Er forderte die australische Regierung und das australische Parlament außerdem auf, stärkere Maßnahmen zur Bekämpfung grenzüberschreitender Repression zu ergreifen: die Auswirkungen des „Gesetzes zur ethnischen Einheit“ der KPCh zu untersuchen, die Kontrolle über durch Zwangsarbeit hergestellte Produkte und die damit verbundenen Lieferketten zu verstärken und Uiguren, Tibeter, Falun-Gong-Praktizierende, chinesische Demokratieaktivisten und alle Gemeinschaften, die Opfer grenzüberschreitender Unterdrückung sind, zu schützen. Gleichzeitig müssten Menschenrechte und Grundfreiheiten in den Mittelpunkt der Beziehungen zwischen Australien und der chinesischen Regierung gestellt werden.
Abschließend erklärte Bora: „An alle Falun-Gong-Freunde, tibetischen Freunde, chinesischen Demokratieaktivisten und alle Menschen, die unter der Unterdrückung durch die KPCh leiden: Ihre Stärke ist unser Kampf. Ihre Freiheit ist mit unserer Freiheit verbunden, und Ihre Stimme darf niemals zum Schweigen gebracht werden.“
Ramila Chanisheff, Präsidentin des Verbandes uyghurischer Frauen (Australian Uyghur Women’s Association), sagte, dass die KPCh die Verfolgung durch das „Gesetz zur ethnischen Einheit“ legalisiert habe und ausländische Gemeinschaften bedrohe. Sie fordert die australische Regierung auf, den Empfehlungen von Human Rights Watch, Amnesty International und Community-Gruppen zu folgen und der KPCh gegenüber klarzustellen, dass dieses Gesetz rechtswidrig und inakzeptabel ist, nicht umgesetzt werden darf und aufgehoben werden muss.
Sie erklärte auch, dass die australische Regierung über alle notwendigen Maßnahmen verfüge, sei es die Umsetzung von Sanktionen im Magnitsky-Stil oder das Verbot von Produkten, die mit Zwangsarbeit hergestellt würden, und über die entsprechenden Gesetze, Verfahren und Empfehlungen verfüge. „Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und zu handeln, konstatierte sie.
Mehmet Celepci, Sprecher der Australian Uyghur Association, berichtete von Fällen der eskalierenden grenzüberschreitenden Unterdrückung durch die KPCh und den äußerst schwerwiegenden Folgen, die sie für Diasporagemeinschaften habe. Er forderte die Gemeinden im Ausland auf, sich zusammenzuschließen und der direkten Einmischung der KPCh in die inneren Angelegenheiten anderer Länder zu widerstehen.
Celepci schloss mit den Worten: „Wir schließen uns zusammen, ergreifen gemeinsam Maßnahmen, rütteln andere Menschen wach, sensibilisieren sie und bitten unsere Regierung sowie andere Regierungen, die sich für die Menschenrechte der Diaspora einsetzen, uns dabei zu helfen, Druck auf China auszuüben, damit wir gemäß unserer Sprache, unserer Kultur und unseren religiösen Werten leben können.“
Passanten: Die KPCh fürchtet die Wahrheit
Vor dem Parlamentsgebäude in Canberra unterzeichnen Passanten und Touristen eine Petition, die die Beendigung der Verfolgung von Falun Gong fordert (Minghui.org)
Herr Smith aus Perth berichtete, er habe Falun-Gong-Praktizierende in Northbridge, Perth, gesehen und von der Verfolgung erfahren. „Als ich hörte, dass die Kommunistische Partei Chinas lebenden Menschen Organe entnimmt und diese zu hohen Preisen verkauft, fand ich das zutiefst unmenschlich und einfach nur widerlich. Sie töten Menschen für Profit, und es gibt sogar einen solchen Markt. Das widerspricht dem Kern unserer australischen Werte und ist absolut unerträglich.“
Herr Smith aus Perth erklärt, der Organhandel der KPCh sei absolut unerträglich (Minghui.org)
Smith schlug vor: „Wir müssen mit dem Premierminister und allen einflussreichen Personen in der australischen Regierung sprechen, um Veränderungen herbeizuführen.“
Er lobte den selbstlosen Einsatz der Falun-Gong-Praktizierenden: „Diese Praktizierenden kommen hierher, um sich für Verfolgte einzusetzen. Sie sind gutherzige Menschen. Ihnen liegt das Wohl anderer am Herzen, während es auf dieser Welt leider viel zu viele Menschen gibt, denen nur das Geld wichtig ist.“
Smith fügte hinzu, dass alle für die Falun-Gong-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht seien.
Paul, ein Ortsansässiger, sagte, er habe aus Medienberichten erfahren, dass die KPCh versuche, der chinesischen Diaspora in Australien Bedingungen zu diktieren und Falun-Gong-Praktizierende transnational zu unterdrücken. „Als Australier können wir das nicht tolerieren. In diesem Land sollte jeder seine Meinung frei äußern können, so wie ich es tue, und Angehörige jeder Religionsgemeinschaft sollten ihren Glauben friedlich ausüben können“, gab er an.
Zum neuen chinesischen Gesetz zur ethnischen Einheit äußerte Paul: „Die KPCh unterdrückt Chinas Traditionen. Zwar war ich noch nie in China, habe aber viel darüber gelesen, viele Chinesen kennengelernt und mit ihnen zusammengearbeitet. Ich weiß, dass die verschiedenen ethnischen Gruppen im Land unterschiedliche Kulturen haben. Dennoch will die KPCh, dass alle nach den Vorstellungen der Han-Chinesen leben und schreibt ihnen vor, was sie zu tun haben. Ich kann das nicht verstehen, denn es schwächt eine Nation. Ich glaube, je größer die ethnische Vielfalt eines Landes ist, desto lebendiger ist es.“
Paul ermutigte die Falun-Gong-Praktizierenden, durchzuhalten und weiterhin auf die Menschenrechtsverletzungen der KPCh aufmerksam zu machen.
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