(Minghui.org) Ein Kunstlehrer aus der Stadt Jinan, Provinz Shandong befindet sich seit seiner Festnahme Anfang Juni 2026 in Haft. Grund dafür ist sein Glaube an Falun Gong.
Die Leidensgeschichte von Xu Wenlong, geboren 1986, nahm ihren Anfang bei einem kurzen Gespräch mit einem Zusteller, der die Begegnung ohne Xus Wissen aufzeichnete. Der Zusteller übergab die Aufnahme der Polizei als Beweis dafür, dass Xu mit ihm über Falun Gong gesprochen hatte.
Die Polizei durchsuchte daraufhin Xus Wohnung im Anschluss zweimal, fand jedoch keine weiteren Beweise gegen ihn. Nach den Razzien lebte Xu nicht mehr zu Hause und wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Am Nachmittag des 6. Juni 2026 wurde er festgenommen, als er die Dongziwenhua-Straße in der Stadt Dezhou (Provinz Shandong, etwa 128 Kilomter von Jinan entfernt) entlangging.
Xu wurde in die Erste Haftanstalt der Stadt Jinan (auch bekannt als Haftanstalt Zhonggong) gebracht, wo er weiterhin festgehalten wird.
Es ist nicht das erste Mal, dass Xu aufgrund seines Glaubens ins Visier der Behörden geraten ist. Zuvor hatte er bereits zwei Haftstrafen mit einer Gesamtdauer von zehn Jahren und drei Monaten verbüßt. Die jüngste Festnahme erfolgte, nachdem er zuletzt im August 2025 aus der Haft entlassen worden war.
Frühere Verfolgung
Xu, der aus der Stadt Muling, Provinz Heilongjiang stammt, begann während seines Studiums an der Zentralen Akademie der Schönen Künste in Peking, Falun Gong zu praktizieren. Am 17. Juni 2011 – ein Jahr nach seinem Studienabschluss – wurde der damals 25-Jährige festgenommen und vom Bezirksgericht Chaoyang in Peking zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt. Am 26. Dezember 2012 wurde er in das Gefängnis Tailai in der Stadt Qiqihar, Provinz Heilongjiang verlegt, wo er brutal gefoltert wurde.
Nach seiner Freilassung im Jahr 2019 zog Xu in die Stadt Jinan, Provinz Shandong. Im April 2022 wurde er erneut festgenommen, weil er QR-Codes für Software zur Umgehung der Internetzensur der Kommunistischen Partei Chinas verbreitet hatte. Er wurde zu sechs Monaten Hausarrest verurteilt. Kurz vor Ablauf dieses Hausarrests nahm die Polizei ihn am 4. Oktober wieder in Gewahrsam. Man fesselte ihm die Handgelenke auf dem Rücken und ließ ihn bis zum nächsten Nachmittag in dieser Position. Zudem wurde ihm eine Blutprobe entnommen, und man drohte ihm mit dem Tod. Später wurde Xu an einen bestimmten Ort gebracht und für sechs Monate unter „häusliche Überwachung“ gestellt. Aus Protest trat er in den Hungerstreik und wurde am 23. Dezember 2022 freigelassen.
Xu wurde etwa im Mai 2023 festgenommen und im Juni 2024 vom Bezirksgericht Tianqiao zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Im August 2024 wurde er in die 11. Abteilung des Gefängnisses der Provinz Shandong verlegt, wo er erneut Folter erlitt. Im August 2025 wurde er freigelassen.
Einzelheiten zur früheren Verfolgung von Xu sind den entsprechenden Berichten zu entnehmen.
Frühere Berichte:
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Nach Verhaftung Blutentnahme für die Datenbank zum Organabgleich
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