(Minghui.org) Li Chunhua, eine mehrfach ausgezeichnete ehemalige Kunstlehrerin aus der Stadt Qiqihar in der Provinz Heilongjiang, wurde am 21. August 2025 rechtswidrig festgenommen, weil sie an öffentlichen Orten Informationen über Falun Dafa angebracht hatte. Am 8. Dezember 2025 fand unter Ausschluss ihrer Familie eine geheime Gerichtsverhandlung statt. Im März 2026 wurde sie zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Folgenden wird geschildert, welcher Verfolgung sie während ihrer Haft ausgesetzt war.
Zu schwach zum Gehen
Im April 2026 wurde Li aus der Haftanstalt in die Ausbildungsgruppe Nr. 6 des Frauengefängnisses der Provinz Heilongjiang verlegt. Da sie während ihrer Zeit in der Haftanstalt mehrmals in Hungerstreik getreten war, war sie äußerst geschwächt und konnte nicht mehr selbstständig gehen. Sie konnte sich nur noch kriechend fortbewegen. Nach ihrer Ankunft in der Gruppe Nr. 6 halfen ihr andere Falun-Dafa-Praktizierende, zur Toilette zu gelangen und sich zu waschen.
Zum Schlafen auf dem Boden gezwungen
Einige Tage später versuchten mehrere Gefangene und die Gruppenleiterin auf verschiedene Weise zu verhindern, dass andere Praktizierende Li weiterhin halfen. Sie benötigte Unterstützung, um aus dem Bett zu kommen, doch die Gruppenleiterin untersagte den anderen, ihr zu helfen, und legte ihr Bettzeug auf den Boden. Li wurde gezwungen, auf dem Boden zu schlafen, solange sie sich weigerte, eine Garantieerklärung zu unterschreiben, mit der sie ihrem Glauben abschwören sollte.
Am 6. Mai 2026 nahm eine Wärterin Li das Bettbrett und die Matratze weg und zwang sie erneut, auf dem Boden zu schlafen. Li blieb nichts anderes übrig, als ihre Decke auf den Boden zu legen und in ihrer wattierten Kleidung zu schlafen.
An den Falun-Dafa-Übungen gehindert
Um sich schneller zu erholen, begann Li, die Falun-Dafa-Übungen zu praktizieren. Drei Gefangene versuchten jedoch, sie daran zu hindern, und meldeten sie den Wärtern. Eine Gefangene folgte ihr sogar ständig, um zu verhindern, dass sie die Übungen machte. Dennoch setzte Li die Übungen zehn Tage lang fort. Ihr Gesundheitszustand besserte sich allmählich, sodass sie schließlich wieder selbstständig gehen konnte. Auch danach praktizierte sie die Übungen weiter.
Nachts brutal geschlagen und an der Toilettennutzung gehindert
Am 6. Mai wurde Li zwischen Mitternacht und 01:00 Uhr von mehreren Gefangenen geschlagen. Eine von ihnen versuchte, ihr in die Augen zu stechen, während eine andere mit Hausschuhen auf sie einschlug. Eine weitere Gefangene hinderte sie daran, die Toilette zu benutzen.
Eine Gefangene meldete den Vorfall einem diensthabenden Wärter, während eine andere, die Nachtdienst hatte, versuchte, die Schläge zu stoppen. Die Praktizierende Li Derong forderte die Gefangenen auf, Li das Bettbrett und die Matratze zurückzugeben. Auch Praktizierende aus anderen Gruppen setzten sich gemeinsam für sie ein. Schließlich durfte Li die Toilette benutzen.
Hungerstreik, nachdem sie an den Übungen gehindert wurde
Am 20. Mai versuchten die Wärter und mehrere Gefangene erneut, Li daran zu hindern, die Übungen zu praktizieren. Aus Protest trat sie daraufhin in Hungerstreik.
Am siebten Tag wurde sie zwangsernährt. Sie setzte den Hungerstreik weitere zwei Tage fort und wurde erneut zwangsernährt. Schließlich erklärten sich die Wärter damit einverstanden, dass sie die Übungen praktizieren durfte.
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