(Minghui.org) Kuang Zhihua war am Boden zerstört, als sie erfuhr, dass ihre Rente nach Ableistung einer 7,5-jährigen Haftstrafe im März 2025 einbehalten wurde. Zu der Haftstrafe war sie wegen Praktizierens von Falun Dafa rechtswidrig verurteilt worden. Die Einwohnerin des Kreises Nanchang in der Provinz Jiangxi wurde zudem ständig von der Polizei schikaniert.

Haftstrafe

Kuang Zhihua wurde am 13. September 2017 in ihrer Wohnung festgenommen, nachdem die Polizei sie unter einem Vorwand dazu gebracht hatte, die Tür zu öffnen. Sie wurde zur Vernehmung auf das Polizeirevier des Kreises Nanchang gebracht.

Am darauffolgenden Nachmittag wurde Kuang in das Untersuchungsgefängnis des Kreises Nanchang überstellt. Am 6. Mai 2019 wurde sie nach fast zweijähriger Haft vom Bezirksgericht Xihu zu siebeneinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (ca. 2.600 EUR) verurteilt. Ihr Vergehen: „Auf die Verfolgung von Falun Dafa im Internet aufmerksam gemacht“. Der Vorsitzende Richter Liu Yufang, die Beisitzer Yu Meng und Zhao Peipei sowie Staatsanwalt Li Shuhui von der Staatsanwaltschaft Xihu unterzeichneten das Urteil.

Kuang legte Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Nanchang ein. Die Vorsitzende Richterin Li Jing bestellte ohne Kuangs Zustimmung den Anwalt Yao Zhicheng der Kanzlei Yangmingyang zu ihrer Verteidigung. Richterin Li benannte zudem fälschlicherweise Kuangs Tochter und Schwiegersohn als Zeugen gegen sie. Ohne Anhörung bestätigten Li und ihre Beisitzer Li Cheng und Zhang Yan das ursprüngliche Urteil.

Kuang wurde während ihrer Haft im Frauengefängnis der Provinz Jiangxi verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt.

Rentenzahlung eingestellt

Nach ihrer Entlassung am 13. März 2025 musste Kuang mit Bestürzung feststellen, dass ihre Rente eingestellt worden war. Weitere 90.000 Yuan Rentenzahlungen wurden ihr während ihrer Haftzeit vom Sozialversicherungsamt vorenthalten. Sie wandte sich wiederholt an das Sozialversicherungsamt und forderte die Wiederaufnahme ihrer Rentenzahlungen – jedoch vergeblich.

Polizeiliche Schikanen

Zusätzlich zu den finanziellen Schwierigkeiten war Kuang auch ständigen polizeilichen Schikanen ausgesetzt.

Am 31. Dezember 2025 gegen 19.30 Uhr riefen zwei Beamte, darunter ein Mann namens Hu, von der Polizeistation Liantang Frau Kuang an und sagten sie würden kommen und sie solle sie in ihre Wohnung lassen. Als sie sich weigerte, zwangen sie ihre Tochter, sie dorthin zu bringen. Die Polizei fertigte ohne Kuangs Einwilligung Fotos von ihr an und befragte sie, ob sie noch Falun Dafa praktiziere.

Am 27. Mai 2026 rief der Beamte Hu Frau Kuang erneut an und forderte sie auf, sich alle drei Monate zu melden. Sie weigerte sich und legte auf.

Am 27. August 2026 schikanierte der Beamte Hu Frau Kuang in ihrer Wohnung und filmte sie heimlich.

Zwischen Dezember 2025 und August 2026 belästigten mehrere Gemeindemitarbeiter Frau Kuang und forderten sie auf, Erklärungen zum Verzicht auf Falun Gong zu unterschreiben. Sie weigerte sich.

Frühere Berichte:

Finanzielle Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierenden in der Provinz Jiangxi

14 Praktizierende Ende 2019 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu Gefängnisstrafen verurteilt (Stadt Nanchang, Provinz Jiangxi)