(Minghui.org) Eine 60-jährige Frau aus der Stadt Daqing, Provinz Heilongjiang, wurde am 16. Juni 2025 in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang eingeliefert, um eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten zu verbüßen. Dieses Urteil war Ende 2022 aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong gegen sie verhängt worden. Anfang Februar 2026 erlitt sie einen Schlaganfall und ihre Familie wurde gezwungen, die medizinischen Kosten zu tragen. Auch Monate nach einer Operation leidet sie weiterhin unter Kopfschmerzen.
Die Leidensgeschichte von Zhang Lihua, die als Fahrerin auf dem Ölfeld von Daqing gearbeitet hatte, nahm ihren Anfang mit ihrer Festnahme am 22. November 2020. Noch in derselben Nacht wurde sie gegen eine einjährige Kautionsauflage freigelassen, da sie als haftunfähig eingestuft worden war. Am 22. November 2021 wurde ihr Kautionsstatus in Hausarrest umgeändert.
Am 30. Dezember 2022 verurteilte das Bezirksgericht Ranghulu Zhang zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten sowie zu einer Geldstrafe in Höhe von 30.000 Yuan. Einzelheiten zu ihrer Festnahme und Strafverfolgung sind den entsprechenden Berichten zu entnehmen.
Zhang weigerte sich, die Geldstrafe zu zahlen; daraufhin ließ das Gericht ihre Rente sperren und pfändete den entsprechenden Betrag.
Nach Zhangs Verurteilung wurde sie mehrfach zu medizinischen Untersuchungen in die Haftanstalt der Stadt Daqing gebracht. Da sie jedes Mal als haftunfähig eingestuft wurde, gestattete ihr das Gericht schließlich, die Haftzeit außerhalb des Gefängnisses zu verbringen.
In der ersten Jahreshälfte 2025 besuchte eine Inspektionsgruppe der Zentralregierung Daqing und wies die örtlichen Behörden an, alle Falun-Gong-Praktizierenden inhaftieren zu lassen, die zwar verurteilt worden waren, ihre Haftzeit jedoch bislang zu Hause verbringen durften.
Am 16. Juni 2025 wurde Zhang in das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang überstellt; dieses Datum wurde als neuer Beginn ihrer dreijährigen und viermonatigen Haftstrafe festgelegt.
Wärter der achten Abteilung wiesen die Mitgefangenen an, Zhang zu schlagen und zu beschimpfen. Ihr systolischer Blutdruck schnellte auf über 200 mmHg in die Höhe (der Normalwert liegt bei 120 oder darunter).
Anfang Februar 2026 benachrichtigte die Gefängnisleitung Zhangs Familie darüber, dass sie wegen einer Hirnblutung in ein Krankenhaus in Harbin (der Hauptstadt der Provinz Heilongjiang) verlegt worden war. Die Familie eilte ins Krankenhaus und fand sie im Koma vor.
Ein Gefängniswärter erklärte, es seien drei Blutungsherde in Zhangs Kopf festgestellt worden, und forderte die Familie auf, für die Operation aufzukommen. Das Gefängnis werde weder die Medizinkosten übernehmen noch irgendeine Verantwortung tragen, falls ihr etwas zustoßen sollte.
Der Familie blieb keine andere Wahl, als mehr als 100.000 Yuan (etwa 13.000 Euro) zu zahlen, damit das Krankenhaus zwei der blutenden Stellen operieren konnte. Die Kosten für die Operation der dritten Stelle konnten sie nicht aufbringen.
Die Gefängnisleitung behauptete, man habe Zhang nach der Operation angemessen versorgt. Zugleich beschwerte sie sich darüber, dass Zhang zu eigensinnig sei, weil sie an ihrem Glauben festhalte.
Als Zhangs Familie sie im Mai 2026 im Gefängnis besuchte, stellte sie fest, dass sie stark abgemagert und sehr schwach war und sich nur langsam fortbewegen konnte. Zhang berichtete von häufigen Kopfschmerzen und davon, dass sie ständig dazu gedrängt werde, Erklärungen zu verfassen, in denen sie Falun Gong abschwören sollte.
Nach nur fünf Minuten beendete ein Gefängniswärter den Besuch.
Zhang ist nicht das einzige Mitglied ihrer Familie, das wegen Falun Gong ins Visier der Behörden geraten ist. Ihre Mutter Yang Shuqin starb im Dezember 2000 im Alter von 67 Jahren, nachdem sie wegen ihres Glaubens ständiger Überwachung und Schikanen ausgesetzt gewesen war.
Frühere Berichte:
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Drei Praktizierende zu Haftstrafen bis zu fünf Jahren Haft verurteilt
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