(Minghui.org) Fünfzehn Einwohner von Guangzhou in der Provinz Guangdong wurden am 20. April 2026 wegen Praktizierens von Falun Gong festgenommen. Drei wurden freigelassen, gegen zwölf wird Anklage erhoben.
Die Festnahmen wurden von Beamten der Staatssicherheit des Bezirks Baiyun und mehreren örtlichen Polizeistationen durchgeführt. Alle 15 Praktizierenden sind 60 Jahre oder älter. Es handelt sich um Wan Mengying, ihren Mann Wei Yingxin sowie die Frauen Xu Runmei, Zheng Suqin, Tang Huiling, Xie Kunxiang, Wang Xin, Wu Xiulian, Shi Yawen, Li Wanyi, Xu Xiangzhi, Xu Xiuju, Wang Li, Fang Xiuqun und Liu Fenglian.
Die Praktizierenden gerieten ins Visier der Polizei, nachdem bekannt geworden war, dass sie mit anderen über die Verfolgung von Falun Gong gesprochen und Banknoten mit Informationen zu Falun Gong verwendet hatten. Die Polizei hatte die Praktizierenden fast fünf Monate lang observiert, bevor sie sie verhaftete.
Wang Li, Fang Xiuqun und Liu Fenglian wurden später freigelassen und von der Strafverfolgung freigesprochen.
Wei Yingxin, Shi Yawen, Li Wanyi, Xu Xingzhi und Xu Xiujun wurden gegen Kaution freigelassen, die übrigen sieben Praktizierenden blieben in Haft. Ihre Verhaftungen wurden am 27. Mai von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Baiyun genehmigt. Die Polizei übergab die Akten Ende August der Staatsanwaltschaft des Bezirks Liwan und klagte die Praktizierenden an, mit anderen Menschen über Falun Gong gesprochen, Informationsmaterialien gedruckt und „illegale Versammlungen“ abgehalten zu haben.
Während ihrer Haft entwickelte Wan Mengying Bluthochdruck. Sie litt zudem unter Mangelernährung und magerte stark ab, da sie nicht ausreichend ernährt wurde. Sie bekam Zahnschmerzen und litt unter Schwindel; zwischen Juni und Juli wurde sie viermal ohnmächtig. Wans Anwalt beantragte ihre Freilassung gegen Kaution, der Antrag wurde jedoch abgelehnt.
Schon früher verfolgt
Die meisten dieser Praktizierenden waren bereits in früheren Verfolgungswellen aufgrund ihres Glaubens ins Visier genommen worden, und viele hatten schon Haftstrafen in Gefängnissen und Zwangsarbeitslagern hinter sich.
Wei Yingxin, 87, ein pensionierter Wissenschaftler des Pharma-Unternehmen Baiyunshan, war 2005 verhaftet und 2006 vom Bezirksgericht Yuexiu zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
Wan Mengying, 74, war 2001 zu Zwangsarbeit verurteilt worden. Während ihrer Haft im Frauenzwangsarbeitslager Chatou hatte sie Folter erlitten. 2025 wurde sie erneut verhaftet und zu fünf Tagen Verwaltungshaft verurteilt, die jedoch nicht vollstreckt wurde.
Xie Kunxiang, 73, eine ehemalige Angestellte der Polizeistation Xingang, war 2001 wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Gong zu eineinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. 2005 hatte ein Gericht sie zu dreieinhalb Jahren und 2015 zu vier Jahren Haft verurteilt. Beide Strafen leistete sie im Frauengefängnis der Provinz Guangdong ab.
Tang Huiling und Xu Runmei waren 2017 bzw. 2019 verhaftet worden, nachdem jemand sie wegen Gesprächen über Falun Gong angezeigt hatte. Sie wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten und 2019 vom Bezirksgericht Liwan zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt.
Wu Xiulian war 2021 verhaftet worden, nachdem ein Unbekannter sie wegen Gesprächen über Falun Gong angezeigt hatte. Sie wurde daraufhin 15 Tage lang inhaftiert und mit einer Geldstrafe belegt.
Li Wanyi war 2015 verhaftet worden, weil sie Strafanzeige gegen Jiang Zemin, den damaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas, erstattet hatte. Dieser hatte 1999 die Verfolgung von Falun Gong angeordnet. Sie wurde in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten.
Shi Yawen war 2008 verhaftet und im „Rechtsbildungszentrum“ der Stadt Guangzhou (eine Gehirnwäsche-Einrichtung) festgehalten worden.
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