(Minghui.org) Im September und Oktober 2025 wurden insgesamt 851 Fälle gemeldet, wo Falun-Dafa-Praktizierende aufgrund ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert wurden.

Die 851 Fälle umfassten 482 Verhaftungen und 369 Schikanen. Bei 243 Praktizierenden wurden die Wohnungen durchsucht und 27 wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Einige dieser Verfolgungsfälle ereigneten sich bereits vor Jahren. Die Verzögerung bei der Meldung ist auf die Informationszensur in China unter dem kommunistischen Regime zurückzuführen, die es den Minghui-Korrespondenten erschwerte, die Daten zeitnah zu sammeln, zu überprüfen und zu veröffentlichen.

Die 851 Praktizierenden stammten aus 27 Provinzen, autonomen Regionen oder regierungsunmittelbaren Städten. Liaoning meldete mit 144 Fällen die meisten, gefolgt von Hebei mit 130 und Shandong mit 117 Fällen. In zwölf Regionen gab es zweistellige Fallzahlen zwischen elf und 93. In den übrigen zwölf Regionen wurden einstellige Fallzahlen zwischen einem und acht Fällen registriert.

Informationen über das Alter von 229 Praktizierenden zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung oder Belästigung liegen vor; die Jüngste ist um die 30 Jahre alt, sechs sind zwischen 40 und 50, 31 sind zwischen 50 und 60, 60 sind über 60 Jahre alt, 85 über 70 und 46 über 80 Jahre alt. Die Praktizierenden stammen aus allen Gesellschaftsschichten, unter ihnen sind pensionierte Hochschulprofessoren, Veteranen, Ärzte, Buchhalter und Regierungsbeamte.

Verhaftungen und Schikanen an „sensiblen Tagen“

Wie bereits berichtet, wurden Falun-Dafa-Praktizierende in ganz China im Vorfeld der Militärparade der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) vom 3. September 2025 verstärkt verhaftet und schikaniert. Die KPCh nimmt Falun-Dafa-Praktizierende regelmäßig im Vorfeld wichtiger Ereignisse oder Jahrestage, die sie als „sensible Tage“ bezeichnet, ins Visier. Das soll verhindern, dass diese Praktizierenden die Gelegenheit nutzen, auf die seit 26 Jahren andauernde Verfolgung aufmerksam zu machen.

In Shenyang in der Provinz Liaoning setzten sich die Verhaftungen auch nach der Militärparade fort. Allein im August und September 2025 wurden 43 Praktizierende festgenommen. Insidern zufolge leitete das Amt für Öffentliche Sicherheit der Provinz Liaoning die Operation, an der verschiedene Polizeibehörden und Polizeistationen beteiligt waren. Die Polizisten trugen bei den Verhaftungen Zivilkleidung und durchsuchten die Wohnungen der Praktizierenden ohne Durchsuchungsbefehl. Die 73 Jahre alte Gao Jingjie wurde im August 2025 verhaftet. Liu Yantao (Geschlecht unbekannt) wurde am 6. September 2025 verhaftet. Die 67 Jahre alte Wang Liufeng wurde am 25. September 2025 verhaftet.

In der Provinz Gansu wies die Polizeibehörde von Jinchang ihre nachgeordneten Polizeistationen an, zwischen Ende August und Anfang September 2025 Fingerabdrücke und Blutproben von Falun-Dafa-Praktizierenden zu nehmen. Im Folgenden werden zwei Fälle von Belästigung geschildert.

Am 25. August, kurz nach 11 Uhr, kamen vier Männer in Chen Guifangs Laden. Einer von ihnen fragte sie, ob sie ihn kenne. Sie verneinte und er erinnerte sie daran, dass er im April dieses Jahres in ihrem Laden gewesen sei. Dann zeigte er Fotos von ihr, die er auf seinem Handy hatte. Erst da wurde ihr klar, dass sie sie monatelang ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung überwacht und fotografiert hatten. Sie verlangte seinen Ausweis, den er ihr schnell zeigt. Er sagte, sie kämen von der Polizeiwache der Peking-Straße und benötigten ihre Fingerabdrücke.

Chen weigerte sich, mit ihnen zur Polizeiwache zu gehen, woraufhin sie ihr drohten, die Ausbildung ihres Enkels zu streichen. Ein Beamter filmte sie. Ein zweiter verriegelte die Tür. Die anderen beiden zerrten sie zu ihrem Streifenwagen. Auf der Wache nahmen sie ihre Fingerabdrücke und eine Blutprobe.

Am 6. September 2025 klopften zwei Beamte der Polizeiwache Peking-Straße an die Tür der 71-jährigen Liu Guiju. Als sie sich weigerte, die Beamten hereinzulassen, riefen diese ihren im selben Haus lebenden Sohn an und forderten ihn auf, seine Eltern zu überreden, der Polizei das Abnehmen von Fingerabdrücken und Blutproben zu gestatten.

Da Liu sich weigerte, kam die Polizei am nächsten Abend erneut zu ihrer Wohnung. Ihr Sohn öffnete die Tür. Fünf Beamte stürmten herein, darunter ein Polizeichef mit Nachnamen Zhao, ein Direktor und der Beamte Xie Xiaofeng. Einer von ihnen filmte Liu. Die anderen nahmen ihr mit Gewalt Blut ab und erfassten Finger- und Handflächenabdrücke sowie weitere biometrische Handdaten. Auch ihrem Mann, Cao Heping, 71, wurde gegen seinen Willen eine Blutprobe entnommen. Währenddessen stand ein weiterer Beamter vor ihrem Haus Wache.

Neben der Militärparade wurden Praktizierende auch an anderen „sensiblen Tagen“ ins Visier genommen. Ein Polizist in Dalian, Provinz Liaoning, erklärte einer Praktizierenden bei ihrer Festnahme vor dem Nationalfeiertag (1. Oktober), dass ihre Festnahme notwendig sei, um die Quote zu erfüllen. Zahlreiche Praktizierende wurden nach ihrer Festnahme wochenlang festgehalten.

Es gab auch Fälle von Praktizierenden in Shanghai, Chongqing und Shiyan in der Provinz Hubei sowie in Jinan in der Provinz Shandong, die vor dem Vierten Plenum des 19. Zentralkomitees der KPCh, das vom 20. bis 23. Oktober 2025 stattfand, verhaftet wurden.

Verfolgung von älteren Praktizierenden

Über 80-Jähriger aus Liaoning stirbt 41 Tage nach Verhaftung

Der über 80 Jahre alte Liu Xiangzhao aus der Stadt Lyushun in der Provinz Liaoning wurde am 24. April 2025 auf einem Bauernmarkt verhaftet, als er dort Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Die Beamten brachten ihn zur Polizeiwache Tuchengzi und sperrten ihn in einem dunklen Raum. Er musste längere Zeit auf dem kalten Zementboden sitzen. Die Polizei zwang ihn, unbekannte Medikamente einzunehmen, und ließ ihn dann frei.

Die Polizei durchsuchte Lius Wohnung und beschlagnahmte ein Bild des Falun-Emblems, dem Symbol von Falun Dafa. Liu und seine Frau gingen zur Polizeiwache und forderten das Bild zurück, wurden jedoch hinausgejagt.

Seitdem verschlechterte sich seine Gesundheit, bis er am 4. Juni 2025 verstarb.

84-Jähriger aus Shandong weiterhin in Haft

Der 84-jährige Shi Guoxing aus der Stadt Laixi, Provinz Shandong wurde am 25. August 2025 erstmals festgenommen durch Beamte der Polizeiwache Niuxibu, die am Morgen seine Wohnung durchsuchten. Sie hatten ihn ins Visier genommen, nachdem Überwachungsvideos gezeigt hatten, wie er selbstklebende Aufkleber mit Informationen über Falun Dafa anbrachte. Sie brachten ihn zur Polizeiwache, um ihn Stunden später gegen Kaution freizulassen.

Beamte der Polizeibehörde der Stadt Laixi brachen am 1. Oktober 2025 um 8 Uhr morgens in Shis Wohnung ein und beschlagnahmten seine Falun-Dafa-Bücher, seinen Drucker und andere Wertgegenstände. Sie brachten ihn und seine 82-jährige Frau Song Zhenfang zur Polizeiwache Sunshou. Song wurde am selben Abend freigelassen, Shi hingegen wurde in die Haftanstalt von Laixi gebracht und befindet sich seitdem in Haft.

Zwei betagte Praktizierende weiterhin in Haft – zwei weitere warten auf Rückgabe beschlagnahmter Wertsachen

Vier betagte Bürger der Stadt Shenyang in der Provinz Liaoning wurden im September 2025 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verhaftet. Zwei von ihnen befinden sich weiterhin in Haft an einem unbekannten Ort.

Die Männer Pan (78) und Yan (74) besuchten Frau Huang Shixiang (80) am Morgen des 19. September 2025. Unmittelbar nachdem die beiden Männer (deren Vornamen noch ermittelt werden) gingen, wurden sie von acht Zivilbeamten der Polizeistation Beita direkt vor Huangs Wohnhaus festgenommen.

Polizisten öffneten Huangs Tür mit einem Generalschlüssel. Ihre weitere Besucherin, Liu Tingxiu (82), die sich noch in der Wohnung befand, verlangte ihre Ausweise und einen Durchsuchungsbefehl zu sehen. Ein Beamter zeigte ihnen ein Blatt Papier, doch die Frauen konnten den Inhalt nicht erkennen.

Huang wurde fast zwei Stunden lang in einem Schlafzimmer festgehalten. Während dieser Zeit beschlagnahmten Polizisten ihre Falun-Dafa-Bücher und Informationsmaterialien sowie 38.000 Yuan (etwa 4.600 Euro) Bargeld.

Huang durfte die beschlagnahmten Gegenstände weder überprüfen noch erhielt sie eine Liste davon. Anschließend brachten die Beamten sie und Liu zur Polizeiwache Beita, wo Lius Hausschlüssel abgenommen wurde.

Während Liu auf der Polizeiwache festgehalten wurde, durchsuchten Polizisten ihre Wohnung und beschlagnahmten sämtliche Falun-Dafa-Bücher. Auch ihr wurde keine Liste der beschlagnahmten Gegenstände ausgehändigt.

Nach dem Verhör wurden Liu und Huang zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus 739 gebracht. Bei Liu wurde ein systolischer Blutdruck von über 200 mmHg festgestellt. Noch vor Abschluss der Untersuchung wurde sie in die Erste Untersuchungshaftanstalt von Shenyang gebracht, wo man sie aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes jedoch nicht aufnahm.

Auch Huang wurde wegen ihres fast 90 Grad gekrümmten Rückens abgewiesen. Die Polizei erpresste von ihrer Familie 3.000 Yuan (etwa 370 Euro) und von Lius Familie 2.000 Yuan (etwa 250 Euro), bevor sie die beiden noch am selben Abend gegen Kaution freiließ.

Liu ging mehrmals zur Polizeiwache, um die beschlagnahmten Falun-Dafa-Bücher zurückzuerhalten, jedoch vergeblich. Auch Huang stellte dieselben Forderungen, ihre beschlagnahmten Gegenstände zurückzubekommen. Die Polizei bestritt jedoch, 38.000 Yuan Bargeld beschlagnahmt zu haben. Sie behauptete, lediglich etwas über 1.000 Yuan (etwa 120 Euro) in Banknoten mit Falun-Dafa-Aufdrucken einbehalten und den Rest des Geldes an ihren Mann zurückgegeben zu haben. Ihr Mann gab jedoch an, die Polizei habe ihm lediglich 1.000 Yuan in bar zurückgegeben.

Die Polizei hat Huang die restlichen 37.000 Yuan noch immer nicht zurückgegeben. Auch haben sie und Liu ihre Falun-Dafa-Bücher noch nicht zurückerhalten.

Pan und Yan befinden sich weiterhin in Haft – ihre Familien sind nicht über ihren Aufenthaltsort informiert worden.

Anklage gegen 89-Jährigen aus Shandong wegen Praktizierens von Falun Dafa

Der 89-jährige Wang Chuanwen aus der Stadt Jinan in der Provinz Shandong wurde am 20. August 2025 in seiner Wohnung von dem Beamten Gou Chunjie vom Polizeirevier Licheng sowie den Beamten Du Guozhu und Zhang Zhihao vom Polizeirevier Baoshan festgenommen. Die Polizei nahm Wang ins Visier, nachdem sie einen Hinweis erhalten hatte, dass er einige Tage zuvor in einem Bus mit Leuten über Falun Dafa gesprochen hatte. Während ihres Verhörs auf dem Polizeirevier Baoshan zeigten sie ihm das Überwachungsvideo aus dem Bus. Er gab zu, der Mann auf dem Video zu sein, weigerte sich jedoch, ihre Fragen zu beantworten.

Wang wurde anschließend zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Bei ihm wurde ein systolischer Blutdruck von 230 mmHg festgestellt (normalerweise liegt er bei 120 mmHg oder weniger). Die Polizei ließ ihn gegen Kaution frei, nachdem das örtliche Untersuchungsgefängnis seine Aufnahme verweigert hatte.

Zwei Mitarbeiter der Bezirksstaatsanwaltschaft Licheng suchten am 17. September 2025 Wangs Wohnung auf und sagten, sie hätten die Anzeige gegen ihn von der Polizei erhalten. Sie forderten ihn auf, ein Dokument zu unterschreiben, doch er weigerte sich. Stattdessen schrieb er auf das Dokument: „Ich bin unschuldig! Falun Dafa wird in über 100 Ländern praktiziert. Die Polizei hat gegen das Gesetz verstoßen [indem sie mich verhaftet und strafrechtlich verfolgt hat].“ Wang befindet sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch auf Kaution frei.

79-Jährige verliert nach sechs Monaten Haft ihre Rente

Eine 79-jährige ehemalige Krankenhausangestellte aus der Stadt Suining in der Provinz Sichuan verbüßte im Dezember 2024 eine sechsmonatige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa. Im August 2025 wurde ihr anschließend die Rente entzogen.

Zhao Yan erhielt am 22. Juli 2025 einen Anruf von der Personalabteilung ihres ehemaligen Arbeitgebers, dem Dritten Krankenhaus der Stadt Suining. Die Anruferin teilte mit, das Sozialversicherungsamt des Bezirks Chuanshan habe das Krankenhaus darüber informiert, dass ihr während ihrer sechsmonatigen Haftstrafe keine Rente zustehen würde und sie die Beträge deshalb zurückzahlen müsse.

Die Anruferin fügte hinzu, dass Zhao nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe nur Anspruch auf 40 Prozent ihrer vorherigen Rente habe. Sie forderte sie auf, dem Krankenhaus eine Kopie ihres Urteils vorzulegen. Zhao erklärte ihr, dass das Frauengefängnis der Provinz Sichuan ihr die Kopie abgenommen und nach ihrer Entlassung nie zurückgegeben habe.

Am 28. Juli 2025 rief das Krankenhaus Zhao erneut an und verlangte eine Kopie des Urteils. Sie wiederholte, dass sich die Kopie im Gefängnis befinde. Am selben Tag forderte das Sozialversicherungsamt sie auf, sich dort zu melden, was sie nicht tat.

Der für die Rentenleistungen im Krankenhaus zuständige Mitarbeiter, rief Zhao am 4. August 2025 an und forderte sie auf, sich umgehend beim Sozialversicherungsamt zu melden. Sie antwortete, sie sei unterwegs und könne nicht hingehen. Im August 2025 strich das Sozialversicherungsamt Zhao die Rente.

Am 16. September 2025 erschienen nach 9 Uhr morgens eine Frau namens Wu und ein Mann namens Peng bei Zhao zu Hause. Sie stellten sich als Gemeindearbeiter vor und forderten sie auf, mehrere Erklärungen zu unterschreiben, in denen sie Falun Dafa abschwören würde. Da sie sich weigerte, drohte ihr Peng, den Antrag ihres Sohnes auf Sozialhilfe abzulehnen. Zhao ließ sich nicht beirren und drängte ihn und Wu, sich nicht mehr an der Verfolgung von Falun Dafa zu beteiligen. Anschließend gingen sie.

85-Jährige erneut verhaftet nach Verlust von vier Angehörigen infolge der Verfolgung

Eine 85-jährige Frau aus dem Kreis Linshui, Provinz Sichuan, wurde am 11. September 2025 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verhaftet.

Tang Sulan, eine einst von zahlreichen Krankheiten geplagte Frau, begann 1997, Falun Dafa zu praktizieren, woraufhin sie bald gesund wurde. Auch ihr exzentrischer Charakter verbesserte sich. Ihr Mann, ihre beiden Söhne, ihre Tochter und ihr Schwiegersohn bemerkten, dass Tang sich zum Positiven veränderte, und so fingen auch sie an, Falun Dafa zu praktizieren. Als die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung anordnete, wurde die gesamte Familie ins Visier genommen, weil sie an ihrem Glauben festhielt. Tangs Mann, ihr Sohn und ihr Schwiegersohn kamen infolge der Verfolgung ums Leben. Ihr Enkel (kein Praktizierender) wuchs in Angst auf und musste die wiederholten Verhaftungen, Schikanen und Inhaftierungen seiner Eltern und Familienangehörigen erleiden. Er starb mit nur 21 Jahren an schweren psychischen Problemen.

Tang wurde nach ihrer Verhaftung im Juli 2000 wegen der Verteilung von Flugblättern über Falun Dafa zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach Verbüßung ihrer Strafe wurde sie nicht freigelassen, sondern zur Polizeiwache gebracht. Dort teilte man ihr den Tod ihres Sohnes mit, erlaubte ihr aber nicht zu weinen. Am nächsten Morgen wurde sie in eine Gehirnwäsche-Einrichtung verlegt. Nach ihrer Freilassung einen Monat später wurde sie weiterhin von der Polizei schikaniert, ihre Wohnung wurde durchsucht und sie wurde gegen ihren Willen fotografiert. Am 27. Oktober 2016 wurde sie erneut zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

80-jährige Mutter verhaftet – geistig behinderter Sohn in Angst

Um Verfolgung wegen der Ausübung von Falun Dafa zu entgehen, musste die 80-jährige Su Changqin aus Kaiyuan, Provinz Liaoning im Jahr 2023 zusammen mit ihrem geistig behinderten Sohn ihr Zuhause verlassen. Su wurde am 4. September 2025 von der Polizei in Kaiyuan in ihrer Mietwohnung in Shenyang in der gleichen Provinz festgenommen. Ihr Sohn befindet sich derzeit bei seiner Schwägerin. Er war so verängstigt von der Verhaftung seiner Mutter, dass er die Nahrungsaufnahme verweigerte und oft nach ihr suchte.

Sus Leidensweg begann mit ihrer früheren Festnahme am 6. Juli 2023 wegen des Aufhängens von Plakaten mit Informationen über Falun Dafa. Obwohl sie am nächsten Tag gegen Kaution freigelassen wurde, übergab die Polizei ihren Fall dennoch der Staatsanwaltschaft des Kreises Changtu. Als sie am 3. November 2023 vom Staatsanwalt vernommen wurde, fühlte sie sich extrem schwindelig und musste sich übergeben. Die Polizei beschuldigte sie jedoch, dies vorzutäuschen. Sie schaffte es, ein Taxi zu rufen und nach Hause zurückzukehren.

Um einer möglichen Haftstrafe zu entgehen, tauchte Su unter. Sie lebte ein unerträglich hartes Leben, bis sie im September 2025 erneut verhaftet wurde.

Gewalt und Folter in Haft

Behinderte Frau erneut festgenommen und misshandelt – weil sie Anzeige gegen die Polizei erstattet hat

Eine 61-jährige behinderte Frau aus Qiqihar, Provinz Heilongjiang wurde am 25. Oktober 2025 festgenommen, weil sie Anzeige gegen diejenigen erstattete, die sie einige Wochen zuvor wegen ihres Glaubens an Falun Dafa gefoltert hatten.

Li Chunhuas Leidensweg begann mit ihrer Festnahme am 21. August 2025, weil sie in der Öffentlichkeit Informationen über Falun Dafa verbreitet hatte. Die Beamten Li Hongyu, Qu Yongpeng und Yang Zhongyu verhörten sie im Keller der Polizeistation Wulong und fesselten sie über 30 Stunden lang auf einen Metallstuhl. Vor Jahren hatte sie sich bei einer Verfolgung einen Lendenwirbelbruch zugezogen und das lange Sitzen verschlimmerte die Verletzung ihres unteren Rückens. Während des Verhörs verlor sie das Bewusstsein. Der Leiter des Inlandsgeheimdienstes Longsha goss Wasser über ihre Ohren und Kleidung und blies Luft in ihr Gesicht.

Li wurde am Abend des 22. August in die Haftanstalt Qiqihar gebracht. Die Beamtin Li sagte zu dem für die Untersuchung aller Neuankömmlinge zuständigen Arzt: „Sie ist kerngesund. Eine Untersuchung ist nicht nötig.“

Auch Yang, der Leiter der Haftanstalt Qiqihar, sagte zu dem Arzt: „Wir kennen uns gut – eine körperliche Untersuchung ist überflüssig.“ Sie wurde in Zelle 211 untergebracht und konnte vor lauter Schmerzen nur schwer einschlafen.

Am 29. August 2025 wies die Polizei zwei ebenfalls gefesselte Häftlinge an, Li zur weiteren Vernehmung die Treppe hinauf- und hinunterzuschleifen. Weil ihnen durch die Handschellen die Handgelenke schmerzten, zerrten sie Li ruckartig die Treppe hinauf und hinunter, wodurch die Muskeln in ihrer linken Schulter und Brust überdehnt wurden. Die Schmerzen in ihren linken Rippen waren so heftig, dass sie danach nicht mehr stehen konnte, weshalb sie in einen Rollstuhl gesetzt wurde. Sie dachte, man wolle sie verhören, doch stattdessen brachten sie sie in einen Raum, um sie zu fotografieren. Sie weigerte sich, fotografiert zu werden, woraufhin sie zurück in ihre Zelle gebracht wurde.

Als der Gefängnisarzt Li untersuchte, stach er ihr mit einer Ahle in Beine und Fußsohlen und stellte fest, dass sie kein Gefühl mehr darin hatte. Der Arzt sagte zur Polizei: „Sie ist behindert.“

Li war zwei Wochen lang bettlägerig. Die Schmerzen hielten sie nachts wach. Ihr war schwindelig, sie hatte Ohrensausen und blutunterlaufene Augen. Ihre Organe versagten und ihr Bauch war eingefallen. Sie konnte keine Nahrung bei sich behalten und erbrach alles, was sie aß. Ihr Erbrochenes war dunkelgrün. Sie hatte ein Brennen in der Brust und war sehr durstig. Sie sehnte sich nach eiskaltem Wasser. Da sie nicht selbst gehen konnte, musste sie getragen werden, wenn sie zur Toilette musste.

Li verlangte, eine Beschwerde gegen die Polizei einzureichen. Wärter Song Wei stellte sich vor ihre Zelle und sagte: „Willst du nicht die Beschwerde schreiben? Warum stehst du nicht auf und schreibst sie selbst?“

Li kämpfte sich zum Bettrand und rollte zu Boden. Sie bat Song, sie in einen Rollstuhl zu setzen, damit sie die Anzeige schreiben konnte, doch Song weigerte sich. Die Mitgefangenen trugen Li zurück ins Bett.

Am 8. September 2025 brachten Polizisten Li ins Krankenhaus 39 der Stadt Qiqihar. Dort wurde ein MRT des unteren Rückens und ein EKG des Herzens durchgeführt. Die Polizei ließ sie gegen Kaution frei, nachdem sie von ihrer Familie 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) erpresst hatte. Ein Angehöriger trug sie nach Hause.

Mitte September erstattete Li bei der Staatsanwaltschaft Qiqihar Strafanzeige gegen die Polizei und die Wärter der Haftanstalt wegen Folter. Daraufhin wurde sie am 25. Oktober 2025 erneut festgenommen. Die Polizei weigerte sich, ihrer Familie den Aufenthaltsort mitzuteilen und drohte ihr mit Haft ohne Gerichtsverfahren.

Folter, Zwangsernährung und gewaltsame Medikamentengabe

Wang Shuhua, eine 68-jährige Einwohnerin der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, wurde während ihrer Inhaftierung wegen des Praktizierens von Falun Dafa gegen ihren Willen medikamentös behandelt, zwangsernährt und von mehreren Insassinnen gleichzeitig verprügelt. Ihre Familie hat nun gegen die Täter eine Beschwerde eingereicht.

Wang Shuhua

Wang Shuhua, ehemalige stellvertretende Schulleiterin einer Mittelschule wurde am 23. August 2025 festgenommen, nachdem jemand sie angezeigt hatte, weil sie mit ihm über Falun Dafa gesprochen hatte. Als sie am nächsten Tag zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurde, betrug ihr systolischer Blutdruck 210 mmHg. Die Polizei wies den Arzt jedoch an, 194 mmHg in den Untersuchungsbericht einzutragen, und brachte sie in die Erste Haftanstalt von Shenyang. Unterwegs dorthin schob ihr ein Beamter eine Tablette gegen Bluthochdruck in den Mund. Sie spuckte sie aus.

In der Haftanstalt maß ein diensthabender Arzt Wangs Blutdruck. Ohne den Wert bekanntzugeben, konstatierte er: „Er ist zu hoch! Wie könnten wir sie aufnehmen?“ Er forderte die Polizei auf, sie zu einer weiteren körperlichen Untersuchung in das Vierte Volkskrankenhaus Shenyang zu bringen. Als sie dort ankamen, war es bereits nach 2 Uhr. Auch der dortige Arzt teilte Wang ihre Blutdruckwerte nicht mit. Als ihre Familie später in der Krankenhausakte nachsahen, waren dort 181 mmHg vermerkt.

Der Arzt riet Wang, sich drei Tage auszuruhen. Die Beamten zwangen die Praktizierende, zwei Tabletten zu schlucken, und fuhren dann mit ihr zurück in die Haftanstalt. Sie wurde am 24. August 2025 gegen 4 Uhr offiziell eingeliefert.

Nach ihrer Einlieferung in die Haftanstalt wurden Wang gewaltsam Tabletten gegen Bluthochdruck verabreicht. Eine Wärterin kniff ihr in die Wangen, um ihren Mund zu öffnen, schob die Tabletten hinein und flösste anschließend Wasser hinein, damit Wang die Tabletten schluckte. Später wies Tian die Insassinnen an, Wang die Tabletten zwangsweise zu verabreichen. Nach der Einnahme der Tabletten fühlte sie sich schläfrig, litt unter Gedächtnisverlust, schwerer Schlaflosigkeit und Angstzuständen.

Am Morgen des 6. September 2025 trat Wang aus Protest gegen die rechtswidrige Festnahme, Inhaftierung und gewaltsame Medikamentengabe in den Hungerstreik. Auf Anweisung der Wärterin beschimpften die Insassinnen Wang und befahlen ihr zu essen.

Noch in derselben Nacht wurde sie ins Stationsbüro gebracht, wo vier Wärter sie auf ein Bett fesselten. Dann verabreichte ihr der Gefängnisarzt über einen Ernährungsschlauch zerkleinerte Nahrung und Blutdruckmedikamente. Ihr wurde schlecht und sie erbrach den Schlauch zweimal aus ihrem Körper. Jedes Mal führte der Arzt ihn wieder ein. Sie fühlte sich äußerst unwohl, musste aufstoßen und spürte ein Kribbeln im Magen.

Am 10. September 2025 gegen 17 Uhr verweigerte Wang das Abendessen und wurde von fünf Insassinnen geschlagen. Sie drückten sie zu Boden und traten und schlugen auf sie ein, während eine der Insassinnen auf ihren Beinen saß. Sie schlugen ihr auch mit Wasserflaschen auf den Kopf. Daraufhin hatte Wang vom Scheitel bis zu den Schläfen mehrere große Beulen am Kopf, die auch heute noch schmerzen.

Frau in Liaoning unter Folter verhört

Am Nachmittag des 26. August 2025 klopfte jemand an Li Zhuoqings Tür und gab sich als Mitarbeiter der Hausverwaltung aus. Als Li öffnete, stürmten mehrere Polizisten in ihre Wohnung. Sie war gerade dabei, Plakate zu drucken, welche die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh anprangerten. Die Polizei durchsuchte über zwei Stunden lang ihre Wohnung und beschlagnahmte ihren Laptop, zwei Drucker, ein Mobiltelefon, Informationsmaterialien sowie ein Foto des Begründers von Falun Dafa.

Li, eine 52-jährige Einwohnerin von Shenyang, Provinz Liaoning, wurde zum Verhör zur Polizeistation gebracht. Da sie sich weigerte, den Anweisungen Folge zu leisten, stülpten ihr die Polizisten eine schwarze Kapuze über den Kopf, fesselten sie über Nacht auf einen Metallstuhl und entzogen ihr den Schlaf. Außerdem legten sie ein Foto des Begründers von Falun Dafa unter die Füße und befahlen ihr, darauf zu treten. Sie weigerte sich. Später nahm ihr die Polizei gewaltsam Blut ab. Sie hatte Blut im Urin und eine Harnwegsinfektion.

Später wurde ein Haftbefehl gegen sie ausgestellt. Sie befindet sich derzeit in der Ersten Haftanstalt in Shenyang. Die Verfolgung traf ihren bettlägerigen 86-jährigen Vater und ihren behinderten Ehemann schwer.

Familie infolge Verfolgung auseinandergerissen

Vater wegen Praktizierens von Falun Dafa inhaftiert

Ein dreifacher Vater aus der Stadt Maoming in der Provinz Guangdong war knapp 22 Monate inhaftiert, weil er Falun Dafa praktiziert. Die Ehefrau von Wei Jinjiang gab Anfang letzten Jahres bekannt, dass er um den 5. Februar 2024 verhaftet worden war. Aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen der Behörden wagte sie es jedoch nicht, mehr über seine Situation zu sagen. Aufgrund der strengen Zensur des kommunistischen Regimes konnten die Korrespondenten von Minghui.org keine Informationen über den Stand von Weis Fall erhalten.

Nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa im Juli 1999 verlor Wei seinen Arbeitsplatz im Wärmekraftwerk der Stadt Maoming, weil er seinem Glauben treu blieb. Er wurde außerdem in ein Arbeitslager gesteckt und leistete dort eine Haftstrafe von unbekannter Dauer ab. Im August 2009 wurde er von Beamten der Polizeiwache Xinhu verhaftet, als er in einem Park Aufkleber mit Informationen über Falun Dafa anbrachte. Später wurde er zu einer Haftstrafe von unbekannter Dauer verurteilt und in das Gefängnis von Yangjiang eingeliefert.

Um seine Familie zu ernähren, nahm Wei nach seiner Entlassung alle möglichen Gelegenheitsarbeiten an, darunter Dreiradfahren, Schweißen und Bedienen eines Baufahrzeugs. Seine jüngste Verhaftung war ein schwerer Schlag für seine Frau, eine Hausfrau. Sie hat Mühe, ihre drei kleinen Töchter zu versorgen.

Ehepaar wegen seines Glaubens verhaftet – Ehemann weiterhin in Haft

Ein Ehepaar in der Stadt Fuzhou, Provinz Fujian, wurde am 10. September 2025 wegen seines Glaubens an Falun Dafa verhaftet. Mehrere Personen klopften an diesem Tag vor 1 Uhr morgens an die Tür des Paares und gaben sich als Gemeindearbeiter aus, die nach „Wasserlecks“ suchten. Als das Paar sie ignorierte, brachen sie die Tür auf. Mehr als zehn schwarz gekleidete Beamte stürmten die Wohnung des Paares und durchsuchten sie, ohne einen Durchsuchungsbefehl vorzulegen. Sie beschlagnahmten zwei Falun-Dafa-Bücher und eine Zeitschrift mit Informationen über Falun Dafa.

Das Paar wurde auf der Polizeiwache Gaishan getrennt verhört. Shi Aijuan wurde über zwei Stunden später freigelassen; ihr Mann Zhang Guoli, 42, befindet sich jedoch weiterhin in Haft.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Paar wegen seines Glaubens an Falun Dafa ins Visier genommen wurde. Zhang, der 2014 nach zwölfjähriger Dienstzeit aus dem Militär ausschied, wurde 2016 für mehr als sechs Monate inhaftiert, weil er seinen ehemaligen Militärkollegen Briefe über die Verfolgung von Falun Dafa geschrieben hatte. Nach seiner Freilassung schikanierte die Polizei ihn und seine Frau, insbesondere an wichtigen Feiertagen, politischen Veranstaltungen oder Jahrestagen im Zusammenhang mit Falun Dafa.

Da das Paar mit seinen beiden Kindern in Shis Friseursalon lebt, kam die Polizei häufig vorbei, um zu prüfen, ob sie über eine Salonlizenz und eine Aufenthaltserlaubnis verfügten [in China ist eine Aufenthaltserlaubnis erforderlich, wenn man an einem anderen Ort als dem eingetragenen Wohnsitz lebt]. Auch die Einhaltung der Brandschutzbestimmungen wurde kontrolliert. Am 7. März 2023, als Shi gerade ihren Salon öffnete, erschienen zunächst zwei Sicherheitskräfte. Sie fragten, ob sie die Inhaberin oder eine Angestellte sei. Etwa zehn Minuten später trafen zwei Polizisten ein.

Die vier wiesen sich nicht aus und erklärten, sie seien gekommen, um Shi wegen eines angeblichen Sicherheitsverstoßes zu warnen. Dieser ergebe sich daraus, dass sie am selben Ort wohne, an dem sich auch der Salon befinde, da für Wohn- und Geschäftsräume unterschiedliche Bau- und Brandschutzstandards gelten.

Shi antwortete, sie und ihr Mann seien zu dieser Wohnsituation gezwungen worden, nachdem die Polizei ihre Vermieter im Laufe der Jahre mehrfach unter Druck gesetzt und ihnen die Mietverträge wegen ihres Glaubens an Falun Dafa gekündigt habe. Allein zwischen 2018 und 2020 mussten sie dreimal umziehen, mit ihrem kleinen Sohn und ihrer Tochter im Schlepptau. Ihnen blieb deshalb nichts anderes übrig, als im Salon zu wohnen.

Die Polizisten forderten Shi auf, ihren Ausweis und ihre Aufenthaltserlaubnis vorzuzeigen. Außerdem fragten sie, ob sie weiterhin Falun Dafa praktiziere. Als sie sich weigerte, die Unterlagen zu unterschreiben, erkundigten sie sich nach der Telefonnummer ihres Vermieters. Da sie diese nicht preisgab, drohten die Beamten ihr mit einer Geldstrafe von 200 Yuan (etwa 24 Euro).

86-jährige Mutter stirbt aus Kummer über die Verhaftung ihrer Tochter wegen ihres Glaubens

Duan Xiaorong, eine 61-jährige pensionierte Lehrerin aus Daqing, Provinz Heilongjiang, unternahm am 24. Juni 2025 mit ihrer 86-jährigen Mutter, Ding Cuiying, einen Spaziergang im Innenhof ihrer Wohnanlage. Während ihre Mutter die Sonne genoss, ging Duan kurz einkaufen und wurde dabei von der Polizei verhaftet. Ihre Bitte, ihre Mutter abholen zu dürfen, wurde ignoriert. Sie musste ihre Tochter anrufen und um ihre Unterstützung bitten. Ding war von der Verhaftung ihrer Tochter derart erschüttert, dass sie erkrankte und Ende September verstarb.

Duan wurde in der Zweiten Haftanstalt der Stadt Daqing festgehalten und später von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Ranghulu angeklagt. Sie wurde zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 60.000 Yuan (etwa 7.300 Euro) verurteilt.

Wiederholt verfolgt

Drei unrechtmäßige Haftstrafen von insgesamt 15 Jahren verbüßt – jetzt steht 60-Jähriger erneut vor Gericht

Han Zhenkun, ein 60-jähriger Mann aus Kunming, Provinz Yunnan, wurde am 12. Mai 2025 auf die örtliche Polizeiwache vorgeladen und bei seiner Ankunft festgenommen. Die Polizei verdächtigte ihn, Monate zuvor einen USB-Stick mit Informationen zu Falun Dafa in einem Auto deponiert zu haben, nachdem sie am 13. Januar einen Hinweis vom Fahrzeughalter erhalten hatte. Außerdem fanden die Beamten Materialien zu Falun Dafa bei Han, nachdem er sich auf der Polizeiwache gemeldet hatte.

Darauf erfolgte eine Wohnungsdurchsuchung bei ihm, wobei seine Falun-Dafa-Bücher und andere Materialien beschlagnahmt wurden. Er wurde in die Haftanstalt des Bezirks Guandu eingeliefert. Am 27. Mai wurde ein formeller Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Guandu erhob am 25. Juli 2025 Anklage gegen Han und übergab den Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Wuhua. Sein Anwalt beantragte dort die Einstellung des Verfahrens, jedoch ohne Erfolg. Ihm droht nun der Prozess vor dem Bezirksgericht Wuhua.

Es war nicht das erste Mal, dass Han, ein Hotelangestellter und ehemaliger Tennisprofi, wegen seines Glaubens verfolgt wurde. Er verbüßte bereits drei Haftstrafen mit einer Gesamtdauer von 15 Jahren, darunter eine siebenjährige (April 2004–April 2011) und zwei vierjährige (September 2013–September 2017 und September 2019–September 2023).

Hans Ex-Frau Guo Juan, ebenfalls eine Falun-Dafa-Praktizierende, wurde ebenfalls wiederholt wegen ihres Glaubens verfolgt. Unter anderem wurde sie zu drei Jahren Haft verurteilt, nachdem sie im April 2004 festgenommen worden war. Die Behörden zwangen das Paar später zur Scheidung. Hans Eltern starben 2017, nachdem sich ihr Gesundheitszustand aufgrund ständiger Angst und unaufhörlicher Schikanen verschlechtert hatte.

Insgesamt 15 Jahre lang inhaftiert und schikaniert, nur weil sie Falun Dafa praktiziert

Die 57-jährige Zhang Lingge aus der Stadt Changsha, Privinz Hunan, war nach ihrer Freilassung im November 2024 am Boden zerstört, als sie erfuhr, dass ihre hart verdienten Ersparnisse in Höhe von 15.000 Yuan (etwa 1.800 Euro) zur Begleichung der Gerichtskosten von der Bank einbehalten worden waren. Da sie ihre Miete nicht bezahlen konnte, musste sie aus ihrer Sozialwohnung ausziehen.

Daraufhin beantragte Zhang über das Wohnkomitee Sozialhilfe, das sie aufforderte, eine Erklärung zu schreiben, in der sie sich verpflichtete, „die Gesetze zu befolgen und eine gesetzestreue Bürgerin zu sein“. Sie argumentierte, dass sie seit jeher eine gesetzestreue Bürgerin sei und vom kommunistischen Regime wegen ihres Glaubens verfolgt worden sei. Sie weigerte sich, die Erklärung zu schreiben. Infolgedessen wurde ihr Antrag abgelehnt.

Seitdem verfolgten die Beamten Zhang auf Schritt und Tritt. Als sie bei ihrer Mutter einzog, parkten rund um die Uhr Polizeifahrzeuge vor dem Wohngebäude. Manchmal richteten die Polizisten mitten in der Nacht grelle Scheinwerfer auf die Fenster ihrer Wohnung.

Weil sie ihren Glauben aufrechterhielt, wurde Zhang 2002 zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Nur 14 Monate nach ihrer Freilassung wurde sie am 27. April 2009 erneut festgenommen und zu eineinhalb Jahren Haft im Zwangsarbeitslager Baimalong verurteilt. Nach einer weiteren Festnahme am 29. März 2014 wurde Zhang zu dreieinhalb Jahren Haft im Frauengefängnis der Provinz Hunan verurteilt. Ihr Sozialhilfeanspruch wurde während dieser Zeit ausgesetzt. Nach ihrer Freilassung im Jahr 2017 wurde sie wiederholt verhaftet und tage- bis wochenlang in örtlichen Gefängnissen oder Gehirnwäsche-Einrichtungen festgehalten. Eines Nachts entfernte sie ein Transparent, das Falun Dafa verunglimpfte, und wurde verhaftet. Die Polizei hängte sie über Nacht an einem Baum auf und ließ sie erst am nächsten Tag herunter.

Pensionierte Lehrerin nach 9,5 Jahren Haft erneut verhaftet

Liu Juhua, 78, pensionierte Lehrerin aus der Stadt Huanggang, Provinz Hubei, wurde am 25. August 2025 verhaftet. Sie wurde am nächsten Tag in Untersuchungshaft genommen und ihre Verhaftung am 9. September bestätigt. Ihr droht nun eine Anklage.

Liu war Leiterin der Lehr- und Forschungsabteilung der Chibi-Bildungsgruppe des Bezirks Huangzhou. Sie hat Dutzende von wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, wurde Liu mindestens siebenmal verhaftet. Zweimal wurde sie zu eineinhalb und einmal zu zwei Jahren Arbeitslager verurteilt. Außerdem verbüßte sie eine vierjährige Gefängnisstrafe. Während ihrer Haft im Zwangsarbeitslager Shayang, im Zwangsarbeitslager Baimalong und im Frauengefängnis der Provinz Hubei wurde sie brutal gefoltert. Sie erlitt zwei Mal einen Nervenzusammenbruch und wäre beinahe gestorben.

Neben ihrer Inhaftierung wurde Liu auch finanziell verfolgt, indem ihr die Rente entzogen wurde. Sie wurde lange Zeit überwacht und an wichtigen Feiertagen oder vor bevorstehenden politischen Ereignissen schikaniert. Die Schulverwaltung zwang Lius Tochter, das College im vorletzten Jahr abzubrechen. Lius Mutter war davon so traumatisiert, dass sie aufhörte zu essen und 2013 verstarb.

Frühere Berichte:

Bilanz Juli und August 2025: Insgesamt 937 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet / schikaniert

Bilanz 1. Halbjahr 2025: Insgesamt 2.003 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert

Bilanz März und April 2025: Insgesamt 772 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert

Bilanz Januar/ Februar 2025: Insgesamt 518 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert (Achtung, schockierende Fotos!)