(Minghui.org) Jiang Yongqin war wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Im September 2025 erlitt sie infolge von Folter einen Beinbruch; zudem wurde fortgeschrittener Lungenkrebs diagnostiziert. Stark geschwächt und abgemagert konnte sie sich kaum noch fortbewegen. Die Gefängnisbehörden informierten ihre Familie jedoch erst, als sie dem Tod nahe war, und entließen sie erst im November auf Bewährung.
Nach ihrer Rückkehr entwickelte die Einwohnerin der Stadt Jilin in der gleichnamigen Provinz hohes Fieber und wurde umgehend ins Krankenhaus eingeliefert. Gleichzeitig sah sie sich weiterhin Schikanen örtlicher Behörden ausgesetzt, die sie zum Verzicht auf Falun Dafa drängen wollten.
Am Morgen des 29. Januar 2026 (das genaue Datum wird noch überprüft) verschlechterte sich Jiangs Zustand plötzlich. Ihre Familie rief einen Krankenwagen, doch sie verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Mit ihrem Tod fand eine jahrzehntelange Verfolgung aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa ein tragisches Ende. Minghui.org berichtete ausführlich über ihren Fall; nachfolgend eine kurze Zusammenfassung.
Jiangs Geschichte – eine Zusammenfassung
Jiang erwarb ihren Bachelorabschluss an einer Universität in der Provinz Jilin sowie ihren Masterabschluss an der Universität Lanzhou in der Provinz Gansu. Anschließend erhielt sie eine Stelle als Dozentin an einer Wissenschafts- und Technologie-Universität in der Provinz Zhejiang. Weil sie auf die Verfolgung von Falun Dafa aufmerksam machte, wurde sie am 26. September 2009 verhaftet.
Ihre Computer und ihr Mobiltelefon wurden beschlagnahmt. Später verurteilte man sie zu drei Jahren Haft, und im April 2010 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Zhejiang eingeliefert. Während ihrer siebenmonatigen Haft im Gefängnis von Hangzhou musste sie Kleidung herstellen und SMD-Bauteile löten (das Platzieren von Chips auf winzigen Lötpads elektronischer Geräte).
Nach ihrer Verlegung ins Gefängnis wurde Jiang gezwungen, Gefängniskleidung zu tragen. Wärter hielten sie gefesselt und mit Handschellen fixiert. Zudem wurde sie zu unbezahlter Zwangsarbeit verpflichtet, darunter das Bearbeiten von Paketen und die Herstellung von Heizdecken.
Im März 2012 wurde Jiang freigelassen, war jedoch weiterhin ständigen Schikanen durch die örtliche Polizei sowie durch Beamte des „Büro 610“ ausgesetzt. Aufgrund ihres Glaubens kündigte ihr Arbeitgeber – obwohl sie während ihrer neunjährigen Tätigkeit eine sehr erfolgreiche Dozentin gewesen war, mehrere Auszeichnungen erhalten hatte und ihre Studenten den zweiten Platz bei einem nationalen Designwettbewerb belegten.
2015 wurde Jiang erneut verhaftet, während sie noch in Hangzhou lebte. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnung und beschlagnahmte über 40 Falun-Dafa-Bücher, mehr als 30 DVDs, einen Computer und eine Festplatte. Sie wurde für unbestimmte Zeit im Gefängnis von Hangzhou festgehalten.
Am 10. Oktober 2017 wurde sie abermals festgenommen. Man drohte ihr, sie vor dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas für einen Monat in ein Umerziehungslager einzuweisen.
2019 wurde Jiang in Hangzhou erneut schikaniert. Später zog sie zurück nach Jilin, wo sie 2021 im Rahmen der sogenannten „Null-Fälle“-Kampagne erneut von Mitarbeitern des Wohnkomitees belästigt wurde. Ziel dieser Kampagne war es, alle Falun-Dafa-Praktizierenden auf schwarzen Listen der Regierung zum Aufgeben ihres Glaubens zu zwingen.
Am 12. Juni 2022 wurde Jiang erneut verhaftet. In Haft wurde sie von Polizisten sexuell missbraucht; außerdem wurde ihr Wasabiöl durch die Nase eingeflößt und brennende Zigaretten wurden ihr in die Nase gesteckt.
Am 14. Juni 2023 fand vor dem Bezirksgericht Changyi eine Anhörung in ihrem Fall statt. Ihr Anwalt durfte sie nicht vertreten, und der Richter vertagte die Sitzung nach nur zwanzig Minuten.
Am 24. Januar 2024 verurteilte man Jiang zu fünf Jahren Haft und brachte sie in das Frauengefängnis der Provinz Jilin. Dort wurde sie bis zum Äußersten gefoltert und erst im November 2025 auf Bewährung entlassen. Zwei Monate später starb sie.
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