(Minghui.org) Im Januar und Februar 2026 wurden insgesamt 796 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verhaftet oder schikaniert.

Von den 796 gemeldeten Fällen handelte es sich in 404 Fällen um Verhaftungen und in 392 Fällen um Schikanen. Bei 217 Praktizierenden wurden die Wohnungen durchsucht und sieben wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen gesperrt. Einige der Vorfälle ereigneten sich bereits vor Jahren. Die Verzögerung bei der Berichterstattung ist auf die Informationszensur in China unter dem kommunistischen Regime zurückzuführen, die es den Korrespondenten von Minghui erschwert, die Daten zeitnah zu sammeln, zu überprüfen und zu veröffentlichen.

Die 796 Praktizierenden stammten aus 26 Provinzen, autonomen Regionen oder regierungsunmittelbaren Städten. Shandong meldete mit 336 Fällen die meisten Fälle, gefolgt von Hebei mit 96 und Liaoning mit 64. In acht weiteren Regionen wurden zweistellige Fallzahlen zwischen 11 und 43 verzeichnet. Die übrigen 15 Regionen meldeten einstellige Fallzahlen zwischen 1 und 8.

Informationen zum Alter von 173 Falun-Dafa-Praktizierenden zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung oder Schikanierung liegen vor. Zwei waren zwischen 30 und 40 Jahre alt, vier über 40, 19 über 50, 48 über 60, 75 über 70, 24 über 80 und eine über 90. Sie kamen aus allen Gesellschaftsschichten: Es waren Lehrer, Kalligrafen, Wirtschaftsprüfer und Ingenieure unter ihnen. Fünf Praktizierenden wurden die Rentenzahlungen gestrichen und einer Person wurde die Sozialhilfe für Geringverdiener entzogen.

In Daqing, Provinz Heilongjiang, veröffentlichte die Daqing Oilfield Company eine „Bekanntmachung zur Prävention und Bekämpfung von Sekten“. Die Bekanntmachung verunglimpfte Falun Dafa und forderte die Praktizierenden auf, Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu unterzeichnen.

In Tianjin ordnete der städtische Bildungsausschuss an, dass die Lehrer im Rahmen ihrer Leistungsbeurteilung jährlich eine Erklärung zur Loyalität gegenüber der Kommunistischen Partei Chinas unterzeichnen müssten. Falun-Dafa-Praktizierende, die sich weigerten, die Erklärungen zu unterzeichnen, fielen häufig bei der Leistungsbeurteilung durch und mussten dann sogar Gehaltskürzungen hinnehmen.

Massenverhaftungen und Schikanen in Shandong

Im Januar und Februar 2026 kam es in über zehn Städten der Provinz Shandong – darunter Liaocheng, Qingdao, Yantai, Weifang, Zibo, Jinan, Laizhou, Zouping, Zhucheng und Pingyuan – zu Massenverhaftungen und Schikanen. Die 336 gemeldeten Verfolgungsfälle in Shandong machten 42,2 Prozent aller Fälle im ganzen Land aus. Bei den meisten Praktizierenden wurden die Wohnungen durchsucht, einige wurden gegen ihren Willen fotografiert. Von manchen wurden auch gegen ihren Willen Blutproben genommen und Stimm- oder Fingerabdruckproben gemacht.

Im Januar und Februar 2026 kam es in über zehn Städten der Provinz Shandong – darunter Liaocheng, Qingdao, Yantai, Weifang, Zibo, Jinan, Laizhou, Zouping, Zhucheng und Pingyuan – zu Massenverhaftungen und Schikanen. Beamte der Polizeistation Quanfu in Jinan stürmten am 6. Januar die Wohnung der 77-jährigen Hao Guangju und verhafteten sie sowie fünf ihrer Gäste, darunter den 73-jährigen Zhao Xianghai, ehemaliger stellvertretender Leiter der Preisbehörde des Bezirks Licheng; den 82-jährigen Liu Sitang, ehemaliger Ingenieur der Jinan Steel Company; die Ende 60 Jahre alte Hao Guangping; die über 70-jährige Pan Juan und den ebenfalls über 70-jährigen Hu Hua.

Am 13. Januar wurde Yang Chunxiang aus Qingdao mittags beim Verlassen ihres Bürogebäudes verhaftet. Drei Beamte der Polizeistation Liujiazhuang forderten sie auf, ihren Ausweis vorzuzeigen, beschlagnahmten ihr Handy und legten ihr Handschellen an. Sie teilten Yangs Familie mit, dass sie nach zehn Tagen Verwaltungshaft im zweiten Untersuchungsgefängnis von Qingdao freigelassen würde. Als ihre Familie sie am 23. Januar abholen wollte, wurde mitgeteilt, dass ihr Status in Untersuchungshaft geändert worden sei.

Die 63-jährige Yu Aihua, ebenfalls aus Qingdao, wurde am 13. Januar festgenommen und gegen 18 Uhr wieder freigelassen. Am nächsten Morgen wurde sie erneut in Gewahrsam genommen, nachdem sie unter einem Vorwand zur örtlichen Polizeiwache gelockt worden war, um ihr am Vortag beschlagnahmtes Handy abzuholen. Sie wurde direkt in die zweite Haftanstalt der Stadt Qingdao gebracht.

Mehrere Polizisten in Yantai drangen am 16. Januar in die Wohnung der 76-jährigen Frau Zou (Vorname unbekannt) ein, um sie zu schikanieren. Sie war nicht zu Hause, aber ihr herzkranker Ehemann erschrak so sehr beim Anblick der Polizisten, dass er tot zusammenbrach. Die Polizisten flohen.

Zwei Schwestern aus Laizhou, Pan Ruiying und Pan Ruihua, wurden am 26. Januar festgenommen, nachdem sie auf einem Gemeindefest über Falun Dafa gesprochen hatten. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnungen und erpresste von jeder der beiden 50.000 Yuan. Sie wurden noch am selben Tag freigelassen. Am nächsten Tag suchte die Polizei sie erneut auf und zwang sie, Verzichterklärungen auf Falun Dafa zu unterschreiben.

Am 26. Januar rief der Polizeibeamte Yang Zuguang von der Polizeistation Haidaibianfang in Longkou die Praktizierende Yu Xiaomei an und verlangte ein Treffen. Auf ihre Frage, wer ihn zu dieser Schikane angewiesen habe, antwortete er: „Die Kommunistische Partei Chinas!“ Sie weigerte sich, dem nachzukommen. Ein Beamter namens Zhong rief Yus Ehemann, Ren Tao, an und forderte ihn auf, zu kommen und sich fotografieren zu lassen. Er weigerte sich.

Beamte der Polizeistation Nanliu in Weifang fotografierten Du Chonglais Feinkostladen und forderten seine Frau auf, ein leeres Blatt Papier zu unterschreiben. Als sie sich weigerte, befahlen sie ihr, so zu tun, als würde sie unterschreiben, damit sie sie fotografieren konnten.

Am 2. Februar durchsuchten über zehn Beamte der Staatssicherheit Laiyang und der Polizeistation Muyudian das Haus eines Ehepaares. Cheng Meiying weigerte sich, die Tür zu öffnen, woraufhin die Polizisten sie aufbrachen. Sie legten ihr und ihrem Ehemann, Du Weiguo, Handschellen an und durchsuchten das Haus. Sie beschlagnahmten die Falun-Dafa-Bücher und Handys des Paares und brachten die beiden zur Polizeistation Muyudian. Das Paar wurde angewiesen, Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu unterschreiben. Cheng wurde um 20.30 Uhr gegen Kaution freigelassen, Du hingegen brachte man in die Haftanstalt Laiyang.

Ein weiteres Ehepaar in Laiyang wurde am 2. Februar festgenommen. An Libo und seine Frau Liu Daihong waren an diesem Tag auf einem Jahrmarkt mit ihrem Verkaufsstand beschäftigt, als Ma Shuguang von der Staatssicherheit der Stadt Laiyang und einige weitere Beamte auftauchten. Sie forderten das Paar auf, ihren Stand zu schließen. Die Polizei nahm sie für den Tag fest und ging mit ihnen zu einem „Besuch“ in ihre Wohnung.

An prangerte an, das Vorgehen der Polizei sei illegal. Die Beamten erwiderten, sie würden lediglich Befehle ihrer Vorgesetzten befolgen. Sie packten An und zerrten ihn in den Streifenwagen. Da er sich weigerte, seinen Hausschlüssel herauszugeben, durchsuchten sie ihn und fanden den Schlüssel. Anschließend fesselten sie ihn und fuhren ihn zu seiner Wohnung. Seine Frau wurde in ein anderes Auto gesetzt und ebenfalls nach Hause gebracht.

An konnte fliehen, während die Polizei seine Wohnung durchsuchte. Sie beschlagnahmten all seine Falun-Dafa-Bücher, Handys, seinen Computer und andere Wertgegenstände. Seine Frau wurde noch am selben Tag um 19 Uhr freigelassen.

Verfolgung von älteren Falun-Dafa-Praktizierenden

Inhaftierte 78-Jährige in kritischem Zustand (Stadt Anshan, Provinz Liaoning)

Eine 78-jährige Einwohnerin der Stadt Anshan, Provinz Liaoning, wurde wenige Tage nach ihrer Verhaftung wegen des Praktizierens von Falun Dafa arbeitsunfähig.

Als Chen Suyuan am Nachmittag des 20. Januar 2026 einen Spaziergang in einem Wohngebiet machte, fand sie auf dem Boden in der Nähe des Eingangs eines Wohnhauses zwei Falun-Dafa-Flyer. Sie hob sie auf, wurde dann jedoch von zwei Frauen, die wie aus dem Nichts auftauchten, gepackt und festgehalten. Eine von ihnen ging ins Gebäude und kam mit acht weiteren Dafa-Flyern zurück. Sie beschuldigten Chen, diese im Gebäude verteilt zu haben, und brachten sie zum Büro des Wohnkomitees von Liqiao. Eine der beiden Frauen rief die Polizeibehörde des Bezirks Lishan an, die daraufhin Beamte der Polizeistation Shuangshan entsandte, um Chen festnehmen zu lassen.

Chen erklärte den Polizisten, dass sie die Informationsmaterialien nicht verteilt habe. Die Beamten weigerten sich, ihr zuzuhören und überführten sie in die erste Haftanstalt der Stadt Anshan. Als ihr Anwalt sie Anfang Februar besuchte, wurde sie von zwei Personen herausgetragen und wirkte äußerst schwach. Sie erzählte ihrem Anwalt, dass die Polizisten sie zu einer ärztlichen Untersuchung gebracht und sie dabei gezerrt und gestoßen hätten, wodurch sie schwere Verletzungen davongetragen habe. Sie ist nun auf die Pflege durch Dritte angewiesen.

Vor ihrer Verhaftung hatte Chen sich bester Gesundheit erfreut. Ihre Familie verlangte von der Polizei Auskunft, ob man sie in der Haft misshandelt habe, da sich ihr Gesundheitszustand so schnell verschlechtert hat. Die Polizisten bestritten, dass sie jemals misshandelt worden sei.

77-Jährige verbringt Winter in unbeheizter Notunterkunft, um der Verfolgung zu entgehen

Eine 77-jährige Frau sah sich kürzlich gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen, um der Verfolgung aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong zu entgehen.

Chen Suzhen aus der Stadt Huludao, Provinz Liaoning wurde im Oktober und November 2025 wiederholt von der Polizei belästigt – es waren sogar Spezialeinsatzkräfte (SWAT) dabei.

Am 21. Januar 2026 rief ein Mann von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Longgang Chens Tochter an und verlangte, Chen zu sprechen. Er behauptete, Chen habe ein schweres Verbrechen begangen, aber wenn sie einige Dokumente unterschreibe, sei alles in Ordnung.

Chen weigerte sich, den Anweisungen Folge zu leisten. Um einer Verhaftung zu entgehen, zog sie in eine provisorische, unbeheizte Unterkunft, was ihr angesichts ihres hohen Alters und der extremen Winterkälte im Nordosten Chinas das Leben erheblich erschwerte. Sie konnte nicht einmal zum bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest nach Hause zurückkehren, da Polizei und Gemeindeverwaltung Beamte entsandt hatten, um nach ihr zu suchen.

Sozialversicherungsbehörde widersetzt sich gerichtlicher Anordnung zur Wiedereinsetzung der Rente einer älteren Frau

Eine Frau um die Siebzig hat seit 2020 keine Rente mehr, weil sie Falun Dafa praktiziert. Sie reichte Klage gegen die örtliche Sozialversicherungsbehörde ein. Sie gewann, aber die Behörde weigerte sich weiterhin, ihre Rente wieder einzusetzen.

Die Tortur von Gang Fengqing, einer pensionierten Fabrikarbeiterin aus der Stadt Qiqihar, Provinz Heilongjiang, begann mit ihrer dreijährigen Haftstrafe im Jahr 2013. Als sie 2016 aus der Haft entlassen wurde, war sie nur noch Haut und Knochen und hatte graue Haare.

Im Jahr 2020 setzte das Sozialversicherungsamt des Bezirks Nianzishan ihre Rente aus und berief sich dabei auf eine Mitteilung, wonach Rentner, die eine Gefängnisstrafe verbüßt haben, keine Rentenleistungen erhalten dürfen. Allerdings gibt es kein chinesisches Arbeitsgesetz, das eine solche Bestimmung enthält.

Gang reichte Klage beim örtlichen Gericht ein, das kürzlich entschied, dass das Sozialversicherungsamt des Bezirks Nianzishan ihr die Grundrente zahlen muss.

Das Sozialversicherungsamt weigert sich jedoch weiterhin, Zahlungen zu leisten. Direktor Li Cheng sagte sogar zu Gang: „Ich bin der Hüter des Geldes der Kommunistischen Partei Chinas. Ich werde Ihnen die Rentenzahlungen einfach nicht geben.“

Rentenzahlungen einer 87-Jährigen nach mehrjähriger Haft eingestellt – Ehepaar ernährt sich nun vom weggeworfenen Gemüse

Als die 87-jährige Geng Yingfeng am 29. Juni 2025 nach einer vierjährigen Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen wurde, war sie zutiefst bestürzt, als sie erfuhr, dass ihre Rente während ihrer gesamten Haftzeit ausgesetzt worden war – nur weil sie Falun Gong praktiziert. Ohne andere Einkommensquelle blieben ihr und ihrem 90-jährigen Mann nur ein altes, klappriges Fahrrad, mit dem sie nun durch die Stadt fuhren, um Altmaterialien und weggeworfenes Gemüse vom Bauernmarkt zu sammeln und so ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Seit die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, wurde Geng aus Nanjing, Provinz Jiangsu, wiederholt wegen ihres Glaubens verfolgt. Am 26. August 2019 wurde sie verhaftet. Das Bezirksgericht Yuhua verurteilte sie später zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 30.000 Yuan (ca. 3.600 Euro). Das Gericht forderte ihre Familie außerdem auf, weitere 45.000 Yuan (ca. 5.400 Euro) zu zahlen und gab an, dass die zusätzlichen 15.000 Yuan (ca. 1.800 Euro) Gerichtsgebühren seien.

Am 27. September 2021 wurde sie in das Gefängnis überstellt. Einen Monat später schickte das Gericht ihr Urteil per Post an das Gefängnis. Das örtliche Sozialversicherungsamt stellte Gengs Rente etwa zur Zeit ihrer Inhaftierung ein und hat ihr seither 220.000 Yuan (ca. 26.400 Euro) vorenthalten. Sie kontaktierte das Amt wiederholt und forderte die rechtliche Grundlage für die Einstellung ihrer Rente. Man zeigte ihr lediglich ein Dokument des Sozialversicherungsamtes der Provinz Heilongjiang, das Falun-Dafa-Praktizierenden den Rentenbezug während der Haft verweigerte. Sie wies darauf hin, dass dieses Dokument aus einer anderen Provinz nichts mit ihrem Fall zu tun habe. Das Amt weigerte sich daraufhin, weitere Gespräche mit ihr zu führen.

65-jähriger Journalistin wird seit vier Jahren die Rente entzogen

Einer 65-jährigen Frau aus Chengdu in der Provinz Sichuan wurde im Sommer 2021 die Rente entzogen, nachdem sie wegen des Praktizierens von Falun Dafa zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Auch nach ihrer Entlassung im Jahr 2024 wurden die Rentenzahlungen nicht wieder aufgenommen.

Ning Hongs jüngste Haftstrafe resultierte aus ihrer Festnahme am 15. August 2019. Damals war sie angezeigt worden, weil sie mit anderen über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Polizei verhängte zunächst 15 Tage Haft. Da die Haftanstalt sie jedoch wegen ihres hohen Blutdrucks nicht aufnahm, wurde sie freigelassen und unter Hausarrest gestellt. Später zwang die Polizei ihren Vermieter, den Mietvertrag zu kündigen und sie aus der Wohnung zu werfen.

Am 26. März 2021 suchten ein Richter des Gerichts von Pengzhou und seine Mitarbeiter Nings Wohnung auf, wo er ihren Fall verhandelte und sie zu drei Jahren Haft sowie einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (etwa 600 Euro) verurteilte.

Unter dem Vorwand einer „ärztlichen Untersuchung“ ließ das Gericht Ning am 23. August 2021 vorladen. Bei ihrer Ankunft wurde sie verhaftet und direkt in das Gefängnis des Kreises Pi gebracht.

Da Ning sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören, verweigerten die Gefängniswärter ihrer Familie Besuche und die Übergabe von Kleidung. Sie durften lediglich einen kleinen Geldbetrag auf ihr Gefängniskonto einzahlen. Vermutlich wurde sie am 22. August 2024 entlassen.

Nach ihrer Rückkehr erfuhr Ning, dass ihr ehemaliger Arbeitgeber, der staatliche Radiosender der Provinz Sichuan, ihre Rente bereits im Sommer 2021 eingestellt hatte, obwohl sie dort jahrzehntelang als Reporterin gearbeitet hatte. Ihre Rentenzahlungen wurden bis heute nicht wieder aufgenommen.

Zuvor war Ning am 27. August 2006 wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Gong verhaftet worden. Während ihrer Haft im Gefängnis in Pi stellte der Radiosender die Gehaltszahlungen ein. Das Bezirksgericht Wuhou verurteilte sie am 12. Februar 2007 zu drei Jahren Haft. Am 26. Juni desselben Jahres wurde sie in das Gefängnis Yangmahe gebracht.

Praktizierende aus allen Lebensbereichen gezielt anvisiert

Illegale Verhaftung eines Mittelschullehrers – nur weil er Falun Dafa praktiziert

Ein 49-jähriger Mittelschullehrer aus Zhanjiang in der Provinz Guangdong wurde am Abend des 3. Februar 2026 verhaftet, weil er Falun Dafa praktiziert.

Xu Tong wurde in seiner Wohnung von etwa 20 Beamten der Polizeibehörde des Bezirks Chikan und der Polizeistation Cunjin festgenommen. Seine Falun-Dafa-Bücher, sein Computer, sein Drucker und sein Mobiltelefon wurden beschlagnahmt. Er befindet sich derzeit im Untersuchungsgefängnis der Stadt Zhanjiang.

Xu, Lehrer an der 17. Mittelschule im Bezirk Chikan, entdeckte Falun Dafa im Jahr 2012 und identifizierte sich mit dessen Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Ihm wurde klar, dass die Praxis nichts mit der verleumderischen Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas zu tun hatte, sondern vielmehr eine uralte spirituelle Disziplin ist, die Menschen lehrt, gut zu sein. Während er sich bemühte, nach den Prinzipien von Falun Dafa zu leben, veränderte sich seine Weltsicht. Er konzentrierte sich darauf, seinen Neid und sein aufbrausendes Temperament zu überwinden. Auch einige seiner chronischen Krankheiten verschwanden.

Vor seiner jüngsten Verfolgung wurde Xu bereits einmal verhaftet, und zwar am Abend des 6. August 2018. Am nächsten Morgen durchsuchten Huang Zuhua, der Leiter des Büro 610 im Bezirk Chikan, und acht Beamte seine Wohnung und beschlagnahmten seinen Computer und andere persönliche Gegenstände. Xu wurde vier Monate lang in der Gehirnwäsche-Einrichtung Zhanjiang festgehalten. Schließlich wurde er freigelassen, nachdem er aus Protest in den Hungerstreik getreten war. Nach seiner Rückkehr nach Hause war er weiterhin Schikanen ausgesetzt. Im selben Jahr zwang das Komitee für Politik und Recht des Bezirks Chikan seine Schule, ihm seinen Jahresbonus einzubehalten, unter dem Vorwand, er sei inhaftiert gewesen.

Während der „Null-Fälle-Kampagne“ im Jahr 2020 wurde Xu vom Komitee für Politik und Recht des Bezirks Chikan wiederholt schikaniert und aufgefordert, Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu unterzeichnen. Als er sich weigerte, übten die Behörden erneut Druck auf seine Schule aus, um ihm seinen Jahresbonus vorzuenthalten, mit der Begründung, er habe die jährliche Leistungsbeurteilung nicht bestanden.

Nach drei Jahren Gefängnis erneut unrechtmäßig inhaftiert

Ein Einwohner der Stadt Suining, Provinz Sichuan, sitzt wegen seines Glaubens an Falun Dafa im Gefängnis.

Als Zheng Deliang am 6. Januar 2026 um 10 Uhr nach Hause kam, stand sein Gartentor offen und sieben Beamte in Zivil warteten auf ihn. Seine Frau besuchte gerade ihren Sohn außerhalb der Stadt, sonst war niemand zu Hause. Die Polizisten forderten ihn auf, ins Haus zu gehen. Er weigerte sich. Daraufhin gingen sie selbst hinein und beschlagnahmten seine Informationsmaterialien über Falun Dafa sowie das Abspielgerät, das er für die Falun-Dafa-Übungen benutzte.

Dann legten sie Zheng Handschellen an und führten ihn ab. Am 9. Januar 2026 erhielt seine Frau einen Anruf von der Nummer +86-19183050068. Der Anrufer gab sich als Beamter der Polizeistation Jiefuqiao aus und teilte mit, dass ihr Mann im Gefängnis von Suining inhaftiert sei. Später erhielt sie einen Haftbescheid der Polizeibehörde Chuanshan, der die örtliche Polizeistation untersteht, datiert auf den 6. Januar. Es ist unklar, ob die Polizei den Haftbescheid vor Zhengs Festnahme ausgestellt hat. Laut Gesetz darf ein Haftbescheid erst nach der Festnahme eines Verdächtigen erlassen werden.

Es war nicht das erste Mal, dass Zheng aufgrund seines Glaubens ins Visier genommen wurde. Er und sein Vater Zheng Shiyi, ebenfalls ein Falun-Dafa-Praktizierender, waren bereits am 3. Februar 2015 verhaftet und im November desselben Jahres gesetzeswidrig verurteilt worden. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, sein Vater zu 3,5 Jahren. Beide wurden brutal gefoltert, weil sie ihren Glauben nicht aufgaben.

Ärztin weiterhin überwacht und schikaniert, trotz verbüßter Haft (Shijiazhuang, Provinz Hebei)

Dr. Li Lixia war abgemagert und blass, als sie im September 2025 ihre 18-monatige Haftstrafe wegen des Praktizierens von Falun Dafa verbüßt hatte. Während sie sich noch von den körperlichen und psychischen Traumata erholte, die sie in der Haft erlitten hatte, war sie ständiger Überwachung und Schikanen durch die örtliche Justizbehörde, die Polizei und das Straßenkomitee ausgesetzt.

Dr. Li, 31, ist aus Shijiazhuang in der Provinz Hebei. Sie war nicht zu Hause, als die Polizei aus ihrer Heimatstadt Huapi in Xinle (das ebenfalls zu Shijiazhuang gehört) im November 2025 kam, um sie zu belästigen. Sie riefen ihre Familie alle paar Tage an und versuchten, sie unter Druck zu setzen, ihren spirituellen Glauben aufzugeben.

Als Dr. Lis Anwalt von ihrem Martyrium erfuhr, verurteilte er das illegale Vorgehen der Behörden. Er erklärte ihr, dass sie das Recht habe, die Personen zu verklagen, die sie beschatten, überwachen, belästigen und bedrohen würden.

Dr. Li, Absolventin der Medizinischen Hochschule Hebei, war am 25. März 2024 verhaftet worden. Das Bezirksgericht Qiaoxi in Shijiazhuang verurteilte sie nach April 2025 (genauer Zeitpunkt unbekannt) zu anderthalb Jahren Haft. Ihre Berufung wurde vom Mittleren Volksgericht Shijiazhuang abgewiesen und sie musste ihre Haftstrafe im zweiten Gefängnis von Shijiazhuang antreten.

Überwachung: 52-Jähriger wird nach vier Jahren Haft weiter schikaniert

Zhang Guohais vierjährige Haftstrafe endete am 27. Juli 2023. Er war wegen seines Glaubens an Falun Dafa inhaftiert gewesen. Dem Einwohner der Stadt Jiamusi, Provinz Heilongjiang, wurde jedoch die freie Heimreise verweigert.

Stattdessen wurde er am Gefängnistor von einem Vertreter des Komitees für Politik und Recht des Bezirks Qianjin in Jiamusi und zwei Mitgliedern des örtlichen Straßenkomitees abgeholt. Sie brachten ihn zur Polizeistation Zhongshan und verlangten eine Kopie seiner Haftentlassungsbescheinigung. Die Mitglieder des Straßenkomitees versprachen, ihm einen Zuschuss für Geringverdiener zu gewähren, falls er einen solchen beantragte.

Nach vier Jahren Misshandlungen im Gefängnis litt der 52-jährige Zhang häufig unter Magen- und Milzschmerzen. Er war ständig erschöpft und bezweifelte, dass er die Kraft aufbringen konnte, eine Arbeit zu suchen. Daher begab er sich zum Straßenkomitee, um seinen Antrag auf Sozialhilfe einzureichen. Da er Falun Dafa praktiziert, wies der Leiter ihn jedoch sofort ab.

Bald darauf tauchte der Direktor mit zwei Personen vor Zhangs Wohnung auf, die sich auf einem Dachboden in einem heruntergekommenen Gebäude befand, und verlangte seine Telefonnummer. Erst da begriff Zhang, dass das Versprechen der Sozialhilfe lediglich als Vorwand gedient hatte, um an seine Kontaktdaten zu gelangen. Er weigerte sich, sie preiszugeben, doch die beiden fanden sie schließlich selbst heraus. Einer der Überwacher rief ihn später an und fragte nach seiner Adresse. Zhang antwortete, dass er immer noch auf dem Dachboden wohne.

Zhang hatte einst eine gut bezahlte Stelle beim Eisenbahnbüro Jiamusi. 1996 begann er, Falun Dafa zu praktizieren und erholte sich daraufhin rasch von seiner Neurasthenie. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne gegen Falun Dafa initiiert hatte, wurde er wiederholt wegen seines Glaubens verfolgt. 2002 und 2004 wurde er zu zwei Haftstrafen in einem Zwangsarbeitslager verurteilt. Seine Frau konnte den Druck der Verfolgung nicht mehr ertragen und ließ sich 2004 von ihm scheiden, als er seine zweite Zwangsarbeitslagerstrafe absaß. Nach einer weiteren Festnahme am 27. Juli 2019 wurde Zhang zu vier Jahren Haft verurteilt. Neben diesen drei Langzeitinhaftierungen wurde er mindestens vier weitere Male verhaftet und verlor seine Arbeitsstelle.

Familientragödien

Nach jahrelanger Verfolgung: Falun-Dafa-Praktizierende erneut festgenommen – Ehemann begeht Selbstmord

Cui Yuling aus Linqing, Provinz Shandong, wurde am Abend des 19. Januar 2026 von Beamten der Staatssicherheitsabteilung von Linqing festgenommen. Sie brachten die Praktizierende in die Haftanstalt von Liaocheng, wo am 12. Februar ein Haftbefehl gegen sie erlassen wurde. Die Polizei hat ihren Fall an die Staatsanwaltschaft von Linqing übergeben. Ihre Familie arbeitet mit einem Anwalt zusammen, um ihre Freilassung zu erwirken.

Cui (58), eine ehemalige Angestellte der staatlichen Baumwollspinnerei in Linqing, begann im Mai 1998, Falun Gong zu praktizieren. Als ein Jahr später die Verfolgung einsetzte, wurde sie wegen ihres Glaubens wiederholt verhaftet. Ihr Mann, der den Druck der anhaltenden Verfolgung nicht länger ertragen konnte, beging um das Jahr 2009 Selbstmord.

Cui wurde am frühen Morgen des 20. Juli 1999 verhaftet, dem Tag, an dem die Verfolgung offiziell begann. Sie wurde an ihren Arbeitsplatz gebracht und gezwungen, Fernsehsendungen anzusehen, die Falun Gong verunglimpften. Ihr Vorgesetzter befahl ihr außerdem, eine Erklärung zu verfassen, in der sie Falun Gong abschwören sollte. Sie weigerte sich und schrieb lediglich auf, welchen Nutzen sie von Falun Gong hatte. Ihr Vorgesetzter ließ sie nicht gehen und rief ihren Mann und andere Verwandte an, die sie umstimmen sollten. Unter Druck gesetzt, schlug ihr Mann ihr vor anderen ins Gesicht.

Im Mai 2000 reiste Cui nach Peking, um für das Recht auf das Praktizieren von Falun Gong zu appellieren. Sie wurde von Beamten der Polizeistation Fengtai in Peking verhaftet. Zwölf Stunden lang hielten sie Cui fest, schlugen und verhörten sie.

Während Cui 2001 in einem Apfelgarten Falun-Gong-Übungen machte, wurde sie verhaftet und in die Haftanstalt von Linqing gebracht. Sie trat fünf Tage lang in den Hungerstreik und wurde anschließend freigelassen.

Am Morgen des 2. August 2009 drang eine Gruppe Polizisten in Cuis Wohnung ein und verhaftete sie und ihre Tochter, obwohl ihre Tochter nicht Falun Gong praktizierte. Die Polizei verhörte beide. Sie schlugen die Tochter und versuchten, sie zu zwingen, Informationen über andere Praktizierende preiszugeben. Beide Frauen wurden anschließend in die Haftanstalt von Linqing gebracht, wo sie zu unbezahlter Arbeit gezwungen wurden. Cuis Tochter wurde sehr schwach und konnte nichts mehr essen. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Wärter drohten, sie mit Gewalt zu ernähren.

Cuis Mann litt an einer chronischen Krankheit und die Familie war auf Cuis Einkommen aus dem Fahren eines Elektrodreirads angewiesen. Die Verhaftung seiner Frau und seiner Tochter traf ihn schwer. Als dann die Polizei die einzigen Ersparnisse der Familie von 1.000 Yuan (etwa 120 Euro) beschlagnahmte, brachte das das Fass zum Überlaufen. Er erlitt einen Nervenzusammenbruch und beging Selbstmord.

Während Cui noch um ihren Mann trauerte, wurde sie zu anderthalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurde am 2. September 2009 in das Erste Frauenzwangsarbeitslager der Stadt Jinan eingeliefert. Dort musste sie sich Propagandamaterial anzusehen, das Falun Gong verleumdete, und den ganzen Tag auf einem kleinen Hocker sitzen. Die Mitgefangenen beobachteten sie genau und schüchterten sie häufig ein.

Cui wurde am 30. Oktober 2015 erneut verhaftet. Sie wurde zunächst fünf Tage lang im Gefängnis von Linqing festgehalten und anschließend in die Haftanstalt von Liaocheng verlegt, bevor sie fünf Monate später gegen Kaution freigelassen wurde.

Als Cui am 17. Juli 2018 auf einem Bauernmarkt mit anderen über Falun Gong sprach, wurde sie erneut verhaftet und 15 Tage lang inhaftiert.

In den folgenden Jahren schikanierte die Polizei Cui und ihre Tochter wiederholt mit der Behauptung, ihre Kautionsauflagen aus der Verhaftung von 2015 seien noch immer gültig.

Im April 2025 belästigte die Polizei während der Suche nach der untergetauchten Cui ihre Enkelin, die die vierte Klasse besuchte, und fragte sie, wer sie zur Schule gebracht habe.

Mann aus Hubei weiterhin wegen seines Glaubens in Haft, seine verzweifelte Mutter stirbt vor chinesischem Neujahr

Ein Mann aus Wuhan in der Provinz Hubei befindet sich weiterhin wegen seines Glaubens an Falun Dafa in Haft. Seine 90-jährige Mutter starb Anfang Februar 2026 – nur wenige Wochen vor dem chinesischen Neujahr – in tiefer Trauer und Verzweiflung.

Die Familie von Peng Dan fordert seine umgehende Freilassung, damit er an der Beerdigung seiner Mutter teilnehmen kann.

Der etwa 60-jährige Peng wurde am 19. September 2025 von dem Beamten Chen (+86-13510498447) und einigen anderen Beamten der Polizeistation Baishazhou in seiner Wohnung festgenommen. Sie hatten ihn ins Visier genommen, nachdem Überwachungskameras ihn am selben Tag beim Verteilen von Informationsmaterialien zu Falun Dafa gefilmt hatten.

Peng wurde in das Untersuchungsgefängnis des Bezirks Wuchang gebracht. Seine Mutter war so verzweifelt, dass sie Anfang Februar 2026 verstarb. Die ganze Familie ist untröstlich und sehnt sich danach, ihn zur Beerdigung wiederzusehen. Peng befindet sich weiterhin in Haft.