(Minghui.org) Einer Frau aus der Stadt Linyi, Provinz Shandong, wurde aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa zu vier Jahren Haft verurteilt. Ihr werden seit Oktober 2025 grundlegende Menschenrechte verweigert, da sie sich weigert, ihren Glauben aufzugeben.

Feng Guichun, um die 30, war früher bei der Zentralen Blutbank der Stadt Linyi beschäftigt. Sie wurde am 24. August 2023 verhaftet und am 30. Mai 2024 zu vier Jahren Haft verurteilt. Ihre Berufung wurde am 30. September zurückgewiesen, am 17. Oktober 2024 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Shandong eingeliefert.

Im August 2025 reichte Feng bei der Gefängnisleitung einen Antrag ein, ihre unrechtmäßige Verurteilung überprüfen zu lassen. Anstatt ihren Antrag, wie gesetzlich vorgeschrieben, an die zuständigen Stellen weiterzuleiten, verhängte die Gefängnisbehörde ihr eine einwöchige Einzelhaft. Zudem wurde sie misshandelt, was dazu führte, dass sie an Gewicht verlor und sich ihr Gesundheitszustand stark verschlechterte. Einzelheiten dazu, wie das Gefängnis ab September 2025 Vergeltungsmaßnahmen gegen sie ergriff, sind dem ersten der verlinkten Berichte zu entnehmen.

Der übrige Teil des Berichts behandelt die fortgesetzten Misshandlungen, denen Feng im Gefängnis seit Oktober 2025 ausgesetzt ist. Jenem Zeitpunkt, ab dem ihr auch jeglicher telefonische oder schriftliche Kontakt zu ihrer Familie untersagt wurde.

Fengs Familie besuchte sie am 19. November 2025. Sie berichtete, dass sie gemeinsam mit fünf anderen Insassinnen in Zelle 204 der Elften Abteilung untergebracht sei. Sobald sie jedoch hinzufügte, dass die sechs Frauen abwechselnd Nachtwache halten müssten, unterband der Wärter Zhang (Dienstnummer 3705471) ihre weiteren Ausführungen. Zwar gestattete Zhang ihr bald darauf wieder zu sprechen, unterbrach sie jedoch fortwährend.

Ihrer Familie fiel auf, dass sie blass und stark abgemagert war. Sie erzählte, dass sie täglich lediglich gebratene Bohnen zu essen erhalte. Früher war es ihrer Familie gestattet, an Feiertagen 100 Yuan (etwa 12 Euro) auf ihr Gefängniskonto einzuzahlen. Nun durften sie jedoch nur noch 50 Yuan überweisen – ein Betrag, der kaum ausreichte, um überhaupt etwas einkaufen zu können.

Sie fragten Zhang, warum es Feng nicht einmal gestattet sei, gekochte Eier im Gefängniskiosk zu kaufen. Zhang erklärte, dies liege daran, dass sie „Gefängnisregeln verletzt“ habe, indem sie sich geweigert habe, „Gedankenberichte“ zu verfassen oder an Schulungssitzungen teilzunehmen.

Während eines weiteren Besuchs am 28. Januar 2026 erfuhr die Familie, dass Feng direkt von ihrem Dienst während der Mittagsruhe in den Besuchsraum eskortiert worden war. Dies bedeutete, dass sie wach bleiben musste, während es anderen Häftlingen gestattet war, ein Nickerchen zu machen. Die „rote Karte“ (die üblicherweise Häftlingen vorbehalten ist, die als ungehorsam gelten), die sie stets bei sich tragen musste, war beiseitegelegt worden, damit ihre Familie sie nicht zu Gesicht bekam. Sie berichtete, dass die Wärter ihr nach wie vor nicht erlaubten, zusätzliche Lebensmittel zu kaufen. Das Einzige, was sie erwerben konnte, waren Dinge des täglichen Bedarfs.

Die Wärter teilten der Familie zudem mit, dass sie fortan kein Geld mehr auf ihr Häftlingskonto einzahlen dürfe, da sie „Punkte verloren“ habe. Ihre Familie vermutet, dass dies darauf zurückzuführen war, weil sie sich geweigert hatte, Erklärungen zu unterzeichnen, mit denen sie Falun Dafa abschwören sollte.

Als Fengs Familie sie am 24. Februar 2026 besuchte, weinte sie und flehte sie an, keine weiteren Unterlagen mehr an das Gefängnis zu schicken, die ihren Antrag auf Überprüfung ihrer ungerechtfertigten Verurteilung betrafen. Ihre Angehörigen versicherten ihr jedoch, dass es ihr verfassungsmäßiges Recht sei, einen solchen Antrag zu stellen. Ihre Mutter – der sie die Aufgabe anvertraut hatte, für sie Gerechtigkeit zu erlangen – erhielt daraufhin ein Schreiben der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Lanshan, in dem ihr vorgeworfen wurde, unter dem Vorwand, im Namen von Feng einen Antrag zu stellen, für Falun Dafa geworben zu haben.

Feng verlor noch weitere Punkte, und ihr wurde der Hofgang verwehrt – dies erfuhr ihre Familie während eines Besuchs am 26. März 2026. Da es ihr nach wie vor nicht gestattet war, zusätzliche Nahrung zu kaufen, war sie unterernährt, und drei ihrer Zähne hatten sich gelockert. Bis zum nächsten Familienbesuch (22. April 2026) hatten sich mehr als zehn weitere Zähne gelockert. Diesmal bemerkten die Angehörigen die „Rote Karte“, die an ihr angebracht war. Sie fragten sie, ob sie immer noch gezwungen werde, stundenlang regungslos auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Sie antwortete nicht, suchte jedoch den Blickkontakt zu ihnen, um damit zu signalisieren: Ja.

Fengs Familie sorgt sich um ihre Sicherheit – insbesondere angesichts der zahlreichen Todesfälle unter Falun-Dafa-Praktizierenden im Frauengefängnis der Provinz Shandong, seit der Gefängnisleiter Li Yanqun im Oktober 2023 das Amt angetreten hat.

Frühere Berichte:

Antrag auf Aufhebung ihres unrechtmäßigen Urteils gestellt – Frauengefängnis in Shandong reagiert mit Einzelhaft

Duschen nicht erlaubt – seit ihrer Einweisung ins Gefängnis vor vier Monaten

Verspätete Nachricht: Vier Jahre Haft wegen Praktizierens von Falun Dafa, Berufung abgelehnt

Verbrechen von Li Yanqun, Parteisekretär und Leiter des Frauengefängnisses in Shandong