(Minghui.org) Minghui.org hat bereits über den Leidensweg von Jiang Yifen berichtet. Die Behörden forderten sie auf, Rentenzahlungen in Höhe von 360.000 Yuan (etwa 46.440 Euro) zurückzuzahlen, die sie über einen Zeitraum von 18 Jahren erhalten hatte. Sie begründeten dies damit, dass sie aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa zweimal zu insgesamt sieben Jahren Haft verurteilt worden sei und ihr deshalb kein Rentenanspruch zustehe.
Dieser Bericht enthüllt weitere Informationen über die 72-jährige Falun-Dafa-Praktizierende und die Verfolgung.
Mit Falun Dafa begonnen
Jiang aus der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang, trat 1976 im Alter von 23 Jahren in das Arbeitsleben ein. An ihrer Stelle in einem Kraftwerk oblag ihr die Zuständigkeit für Spannungsmessung, Prüfung, Schaltung und Zähleraufzeichnung von Geräten wie Dampfturbinen und Kesseln.
Die hochintensive Tätigkeit beeinträchtigte ihre Gesundheit. Noch vor ihrem 40. Lebensjahr wurde sie von verschiedenen Krankheiten geplagt, darunter Neurasthenie, Kopfschmerzen, Gallensteine (die zu akuten Magen- und Rückenschmerzen führten), Magenbeschwerden und Morbus Behcet (eine seltene, chronische Erkrankung, die systemische Blutgefäßentzündungen und Mundgeschwüre verursacht). Sie hatte Schwierigkeiten, ihre Arbeit zu erledigen und war verzweifelt.
Nachdem sie im Herbst 1995 angefangen hatte, Falu Dafa zu praktizieren, wurde sie allmählich gesund.
Frühere Verfolgung
Als Jiang im April 1999 von der Verhaftung mehrerer Falun-Dafa-Praktizierender durch die Polizei in Tianjin erfahren hatte, fuhr sie am 25. April nach Peking, um beim Berufungsbüro des Staatsrates zu appellieren.
Als das kommunistische Regime am 20. Juli 1999 offiziell die Verfolgung von Falun Dafa einleitete, begab sich Jiang zur Provinzregierung in Harbin, um dort zu appellieren. Daraufhin wurde sie auf die schwarze Liste der Regierung gesetzt.
Am 25. Juli 1999 meldete eine Nachbarin der Polizei, dass Jiang im April nach Peking gefahren war. Sie wurde noch am selben Tag verhaftet und 15 Tage lang festgehalten.
Zweimal im Gefängnis
Nach einer weiteren Festnahme am 27. Dezember 2001 wurde Jiang im Juni 2002 vom – inzwischen verstorbenen – Richter Ye Lijun des Bezirksgerichts Acheng zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang nahm sie zunächst nicht auf, da man bei der erforderlichen medizinischen Untersuchung festgestellt hatte, dass ihr systolischer Blutdruck 210 mmHg betrug (der Normalwert beträgt 120 oder weniger). Kurze Zeit später setzte das Gericht das Gefängnis unter Druck, sie aufzunehmen.
Jiangs Haftzeit endete am 26. Dezember 2005. Der Beamte Qu Yanwu brachte sie zur örtlichen Polizeiwache, um sie zu fotografieren und ihre Fingerabdrücke zu nehmen. Erst danach ließ er sie frei.
Am 3. März 2022 wurde Jiang abermals festgenommen und zu drei Jahren Haft verurteilt. Im Januar 2023 wurde sie in dasselbe Frauengefängnis der Provinz Heilongjiang eingeliefert. Die Wärter schlugen sie und entzogen ihr über längere Zeit den Schlaf, verboten ihr zu duschen oder auf die Toilette zu gehen.
Nach ihrer Freilassung am 2. März 2025 musste sie sich einer Operation zur Entfernung schwerer Nierenzysten unterziehen, die sich infolge der im Gefängnis eingeschränkten Toilettenbenutzung gebildet hatten.
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