(Minghui.org) Im September 2026 wurden Minghui.org 821 Fälle bekannt, in denen Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verfolgt wurden, darunter 11 Todesfälle, 55 Verurteilungen mit Haftstrafen zwischen 10 Monaten und 7,5 Jahren, 299 Festnahmen und 456 Fälle von Schikanen.

Aufgrund der strengen Zensur in China kommt es häufig zu Verzögerungen bei der Informationssammlung und Berichterstattung. Einige der neu gemeldeten Fälle ereigneten sich im Jahr 2026, die übrigen in früheren Jahren.

Allein auf die Provinz Hebei entfielen 66,5 Prozent der neu gemeldeten Festnahmen und Schikanen. Dort waren insgesamt 502 Falun-Dafa-Praktizierende betroffen. Die erneute Verfolgungswelle wurde auf Anordnung von Wang Lujin, dem Sekretär des Komitees für Politik und Rechtsangelegenheiten der Provinz Hebei, eingeleitet. Unter dem Vorwand der „Bekämpfung des organisierten Verbrechens und von Banden“ gingen die Behörden gezielt gegen Falun-Dafa-Praktizierende vor.

Im Folgenden ist eine Auswahl von Verfolgungsfällen aufgeführt.

Todesfälle

Nach vierjähriger Haft pflegebedürftig, drei Jahre später tot

Als Deng Weiyong am 10. Mai 2022 aus einer vierjährigen Haftstrafe wegen des Praktizierens von Falun Gong entlassen wurde, war er inkontinent, litt unter Gedächtnisverlust und wies den IQ eines Kleinkindes auf. Der in der Stadt Chengdu, Provinz Sichuan, ansässige Mann blieb auf den Rollstuhl angewiesen, war handlungsunfähig und verwirrt. Er verstarb drei Jahre später, am 27. September 2025, im Alter von 57 Jahren.

Deng Weiyong vor der Verfolgung

Deng Weiyong nach der Verfolgung

Seit die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 die Verfolgung von Falun Gong angeordnet hatte, wurde Deng wiederholt ins Visier genommen, weil er an seinem Glauben festhielt. Er wurde mehrfach verhaftet, 2002 zu zweieinhalb Jahren Zwangsarbeit verurteilt und 2019 zu vier Jahren Haft verurteilt. Die letzten acht Monate seiner Haft verbrachte er in drei verschiedenen Krankenhäusern, nachdem er bei einer Folterung das Bewusstsein verloren hatte.

Ältere Praktizierende stirbt im Gefängnis – sie war zu acht Jahren Haft verurteilt worden

Eine 74-jährige Frau aus der Stadt Ankang in der Provinz Shaanxi starb im April 2026 in Haft. Wegen ihres Glaubens an Falun Gong war sie rechtswidrig zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Familie von Cao Ping bemerkte einen großflächigen Bluterguss an ihrem Oberschenkel und vermutet, dass sie vor ihrem Tod gefoltert wurde. Dieser Verdacht wurde durch eine Äußerung während ihres letzten Telefonats bestärkt. Sie hatte unvermittelt gesagt: „Es ist zu grausam“, bevor die Wärter das Gespräch unterbrachen.

Beamte der Frauenhaftanstalt der Provinz Shaanxi forderten die Familie auf, ihre Fragen schriftlich einzureichen, und untersagten ihr, den Leichnam abzuholen. Schließlich gab die Familie dem Druck der Behörden nach und erklärte sich bereit, keine rechtlichen Schritte gegen die Haftanstalt einzuleiten. Daraufhin wurde der Leichnam der Verstorbenen rasch eingeäschert.

Mit Caos Tod, sie war geboren am 23. Januar 1952, endete eine jahrzehntelange Verfolgung, der sie aufgrund ihres Glaubens ausgesetzt war. Die ehemalige Kaufhausangestellte hatte im Mai 1997 begonnen, Falun Gong zu praktizieren, und erfreute sich schon bald wieder einer guten Gesundheit. Nach Beginn der Verfolgung im Juli 1999 hielt sie unbeirrt an ihrem Glauben fest und wurde wiederholt zur Zielscheibe von Repressalien.

Zuletzt wurde sie am 25. September 2022 festgenommen und am 25. Oktober 2023 zu acht Jahren Haft verurteilt. Nachdem ihre Berufung erfolglos geblieben war, wurde sie im April 2026 in das Frauengefängnis der Provinz Shaanxi überstellt.

Nach ihrer letzten Festnahme erblindete Cao auf einem Auge, während sie auf dem anderen nur noch verschwommen sehen konnte. Sowohl während des Strafverfahrens als auch nach ihrer Inhaftierung stellten ihr Anwalt und ihre Familie mehrfach Anträge auf ihre Freilassung. Diese wurden jedoch jedes Mal abgelehnt. Sie verstarb im April 2026 im Gefängnis.

Sieben Jahre Haft wegen ihres Glaubens: 82-Jährige stirbt ein Jahr nach Freilassung

Hu Mitao aus dem Kreis Nanchang in der Provinz Jiangxi erlitt während ihrer sieben Jahre und zwei Monate dauernden Haftstrafe, zu der sie wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verurteilt worden war, schwere körperliche und seelische Schäden. Nach ihrer Entlassung aus dem Frauengefängnis der Provinz Jiangxi am 16. Juni 2025 erholte sie sich nicht mehr. Sie verstarb am 10. Juli 2026 im Alter von 82 Jahren.

Hus letzte Festnahme erfolgte am 16. April 2018, während sie mit einigen anderen Praktizierenden die Lehre von Falun Dafa studierte. Im Oktober 2019 wurde sie vom Bezirksgericht Xihu zu der Gefängnisstrafe verurteilt.

Praktizierende zu Gefängnisstrafen verurteilt

Fahrer zu anderthalb Jahren Haft verurteilt, weil er einem Fahrgast von seiner Erfahrung mit Falun Dafa erzählte

Zhang Junjia, Fahrer eines Mitfahrdienstes in der Stadt Tieling, Provinz Liaoning, wurde kürzlich zu anderthalb Jahren Haft verurteilt, weil er einem Fahrgast erzählt hatte, wie die Praxis von Falun Dafa sein Leben grundlegend gewandelt hatte.

Zhang Junjia war früher spielsüchtig. Er nahm Kredite in Höhe von insgesamt über 300.000 Yuan (etwa 38.700 Euro) auf und verlor das gesamte Geld. Seine Eltern mussten sich Geld leihen, um seine Schulden zu begleichen. Unter dem Stress dieser Situation bekam sein Vater ein Herzleiden und erlitt später einen Schlaganfall, was die finanzielle Notlage der Familie weiter verschärfte.

Erschwerend kam hinzu, dass Zhang in einen Autounfall verwickelt war und mehr als 30.000 Yuan (etwa 3.870 Euro) für die Reparatur des anderen Fahrzeugs zahlen musste. Dem zunehmenden Druck nicht gewachsen versuchte er dreimal, sich das Leben zu nehmen.

Um seine Schulden abzubezahlen, kaufte Zhang ein Auto und begann, als Fahrer für einen Fahrdienst zu arbeiten. Die monatliche Kreditrate von 3.100 Yuan (etwa 450 Euro), die Schulden seiner Familie und die Behandlungskosten für seinen Vater setzten ihn enorm unter Druck.

Später lernte Zhang einige Falun-Dafa-Praktizierende aus der Umgebung kennen. Beeindruckt von ihrer Ruhe und Gelassenheit begann er, Falun-Dafa-Bücher zu lesen. Dabei stellte er fest, dass die Praxis ganz anders war, als sie in der Propaganda der Kommunistischen Partei Chinas dargestellt wurde. Durch die Lehre erkannte er, wie wichtig es ist, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Diese Erkenntnis brachte ihm Erleichterung und half ihm, mit den Fehlern der Vergangenheit abzuschließen. Fortan bemühte er sich, nach den Falun-Dafa-Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht zu leben, und wurde im Umgang mit anderen rücksichtsvoller und nachsichtiger.

Weil er einem Fahrgast davon erzählte, wie er durch die Praxis von Falun Dafa profitiert hatte, wurde Zhang am 23. September 2025 von Beamten der Polizeiwache Dugong festgenommen. Später wurde er von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Dadong angeklagt. Nach zwei Anhörungen verurteilte ihn das Bezirksgericht Dadong im August 2026 zu Gefängnis.

Sechs Einwohner von Hebei wegen Gesprächen über Falun Gong zu Haftstrafen verurteilt

Sechs Einwohner der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei im Alter von 62 bis 83 Jahren wurden am 22. September 2026 aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa zu Haftstrafen zwischen eineinhalb und dreieinhalb Jahren verurteilt.

Die sechs Praktizierenden wurden am 28. Oktober 2025 festgenommen, während sie auf einem Gemeindefest mit Menschen über Falun Gong sprachen. Sie wurden von der Staatsanwaltschaft und dem Gericht der Stadt Zunhua angeklagt und verurteilt, die beide für die Bearbeitung aller Falun-Dafa-Fälle im Großraum Tangshan zuständig sind.

Nach fast zehn Jahren Haft: 63-Jährige zu dritter Gefängnisstrafe verurteilt

Yan Hong, 63 Jahre alt und aus dem Kreis Changsha in der Provinz Hunan, wurde nach einer Anhörung am 5. Juni 2026 vom Stadtgericht Liuyang zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, Falun Dafa an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit propagiert zu haben. Ihr Anwalt widerlegte die Anschuldigung mit einer Zugticketreservierung, auf der ihr richtiger Name stand. Sie habe sich zur angegebenen Zeit in einem Zug auf dem Weg zu ihrem Ziel befunden. Es sei ihr unmöglich gewesen, sich an dem behaupteten Ort aufzuhalten.

Yan sagte auch zu ihrer Verteidigung aus und schilderte, wie Falun Dafa sie zu einem besseren und fähigeren Menschen gemacht habe. Die Friseursalonbesitzerin war einst Leiterin des örtlichen Bürgerbüros. Sie half vielen Einwohnern bei der Lösung ihrer Konflikte und genoss hohes Ansehen. Trotz ihres standfesten Glaubens wurde sie wiederholt angegriffen. Sie hat bereits zwei Haftstrafen hinter sich von insgesamt neuneinhalb Jahren (Juni 2001 – Juni 2007 und Mai 2014 – November 2017).

Nach der Verhandlung verurteilte der Richter sie zu drei Jahren und zwei Monaten Haft. Yan befindet sich derzeit in der vierten Haftanstalt der Stadt Changsha. Aufgrund von Misshandlungen in der Haft entwickelte sich bei ihr ein erhöhter Blutzucker- und Blutdruckspiegel. Ihre Familie legte in ihrem Namen Berufung beim Mittleren Gericht der Stadt Changsha ein.

Junge Mutter und Großmutter jeweils zu 15 Monaten Haft verurteilt

Su Li, eine 32-jährige Einwohnerin der Stadt Hebi, Provinz Henan, wurde am 25. August 2026 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten sowie einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 240 Euro) verurteilt.

Die Mutter einer vierjährigen Tochter und eines dreijährigen Sohnes wurde am 22. Mai 2025 festgenommen, eine Woche nachdem sie wegen der Verteilung von Informationsmaterial über Falun Dafa bei der Polizei angezeigt worden war. Während sie in einer Gehirnwäsche-Einrichtung festgehalten wurde, zwangen die Behörden ihren Ehemann, die beiden kleinen Kinder dorthin zu bringen und sie dazu zu bewegen, ihrem Glauben an Falun Dafa abzuschwören. Auch ihre Mutter wurde vorgeladen, um Druck auf sie auszuüben.

Später wurde Su gegen Kaution freigelassen. Danach suchten Beamte der Polizeiwache Gucheng sie fast täglich zu Hause auf, schikanierten und fotografierten sie. Sobald sie das Haus verließ, wurde sie verfolgt. Selbst ihre Gespräche mit Nachbarn wurden der Polizei gemeldet. Der anhaltende Druck belastete sie psychisch so schwer, dass sie einen Nervenzusammenbruch erlitt und zwei Monate in einer psychiatrischen Klinik verbringen musste.

Am 11. Mai 2026 wurde Su erneut festgenommen. Am 25. August musste sie sich vor dem Bezirksgericht Shancheng einer Gerichtsverhandlung stellen. Das Urteil wurde am 31. August verkündet.

Auch in Jiujiang in der Provinz Jiangxi wurde eine 62-jährige Frau, die fünf Enkelkinder hat, wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu 15 Monaten Haft verurteilt.

Xu Dongyu wurde Ende Oktober oder Anfang November 2025 zusammen mit ihrer Schwiegertochter und ihrem Enkel in ihrer gemeinsamen Wohnung verhaftet. Ihre vier Enkelinnen waren zum Zeitpunkt der Verhaftung in der Schule.

Xu wurde zur Vernehmung in ein Hotel gebracht. Nach über zehn Tagen wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Jiujiang überführt. Aufgrund der körperlichen Misshandlung und der psychischen Belastung verlor sie rapide an Gewicht.

Da Xu inhaftiert war, musste ihre Schwiegertochter ihre Arbeit aufgeben, um sich um ihre fünf Kinder zu kümmern, die Xu zuvor betreut hatte.

Xu soll demnächst in das Frauengefängnis der Provinz Jiangxi verlegt werden.

Vorfälle von Verhaftung und Schikane

Neue Verfolgungskampagne in der Provinz Hebei

Seit September 2026 werden Falun-Dafa-Praktizierende auf Anordnung des Sekretärs des Komitees für Politik und Recht der Provinz Hebei von Polizeibeamten, Nachbarschafts- und Dorfkomitees in verschiedenen Städten, Bezirken und Kreisen der Provinz überwacht, schikaniert oder verhaftet.

Viele Praktizierende, insbesondere diejenigen, die vor Beginn der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas im Jahr 1999 mit dem Praktizieren von Falun Dafa begonnen hatten, wurden ins Visier genommen. In den meisten Fällen fotografierte die Polizei die Praktizierenden und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien und andere persönliche Gegenstände.

Im Kreis Yongqing, Stadt Langfang, erschienen am 16. August gegen 21 Uhr drei Beamte der Polizeistation Houyi bei Wang Xiuhua zu Hause. Als sie einen Wandschmuck mit der Aufschrift „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ sahen, versuchten sie, diesen abzureißen. Wangs Ehemann hielt sie davon ab.

Ein Beamter verlangte, Wang zu sehen; ihr Mann erklärte, sie fühle sich nicht wohl. Während sie sich unterhielten, schlich sich ein anderer Beamter in ihr Schlafzimmer und fotografierte sie.

Wang war wegen ihres Glaubens bereits seit Jahren Verfolgungsmaßnahmen ausgesetzt. Die erneuten Schikanen setzten ihr psychisch schwer zu. Nachdem die Polizisten gegangen waren, verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand so sehr, dass ihr Mann noch in derselben Nacht einen Krankenwagen rufen musste. Wenige Tage später verstarb sie.

Am 1. September schikanierten Beamte der Polizeistation Jianbei und Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees eine über 90-jährige Praktizierende in ihrer Wohnung im 24. Stock in Shijiazhuang. Ihre Familie hinderte die Polizisten daran, Fotos von ihr zu machen. Die Polizei drohte, monatlich wiederzukommen.

Shi Rui befand sich bei der Arbeit, als die Polizei ihn am 9. September gegen 16 Uhr anrief und ihn aufforderte, in seine Wohnung zurückzugehen. Als er dort ankam, warteten Beamte der Polizeistationen Wangjiapu und Jindao auf ihn. Sie durchsuchten seine Wohnung und verhörten ihn etwa vier Stunden lang in der Polizeistation Wangjiapu. Danach ließen sie ihn wieder frei.

Nach Folter in Haft in lebensbedrohlichem Zustand

Eine Frau aus Xi’an in der Provinz Shaanxi befindet sich nach Misshandlungen in Polizeigewahrsam in lebensbedrohlichem Zustand. Wei Haiyun war wegen ihres Glaubens an Falun Dafa festgenommen worden.

Wei wurde im Juni 2026 von Beamten der Polizeistation Tumen festgenommen. Aus Protest gegen ihre Festnahme trat sie in Hungerstreik und wurde daraufhin zwangsernährt. Erst als sie dem Tod nahe war, brachte die Polizei sie nach Hause.

Ihre Familie brachte sie zur Wiederbelebung ins Krankenhaus. Nachdem Wei wieder zu Bewusstsein gekommen war, berichtete sie, dass die Polizei sie unmittelbar vor ihrer Bewusstlosigkeit erneut zwangsernährt habe. Anfang September 2026 geriet sie in Atemnot und musste sich einer Tracheotomie unterziehen. Der Arzt diagnostizierte eine schwere Lungenentzündung.

Weis Familie entdeckte außerdem an einer ihrer Fersen eine offene Wunde, bei der bereits der Knochen frei lag. Nach Angaben ihrer Angehörigen war sie während des Polizeigewahrsams gefoltert worden.

Pensionierte Lehrerin wegen Brief über Falun Dafa angeklagt

Eine 68-jährige pensionierte Lehrerin aus Linyi in der Provinz Shandong muss sich wegen eines Briefes an die Polizei verantworten. In dem Schreiben hatte sie die Beamten aufgefordert, die Verfolgung von Falun Dafa einzustellen.

Ma Shaoli wurde am 8. Mai 2026 in ihrer Wohnung von Beamten der Polizeistation Longjiaquan und der Kreispolizei Yishui festgenommen. Sie durchsuchten ihre Wohnung mit einem Durchsuchungsbefehl ohne Unterschrift.

Die Polizei gab an, dass Ma nach ihrer Freilassung aus einer 15-tägigen Haft aufgrund einer früheren Festnahme im Jahr 2024 einen Brief an die Kreispolizei Yishui geschrieben und die Beamten darin aufgefordert hatte, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen. Anstatt auf ihre Anliegen einzugehen, wurde sie erneut festgenommen.

Ma befindet sich derzeit im Untersuchungsgefängnis der Stadt Linyi. Sie wurde von der örtlichen Staatsanwaltschaft angeklagt und muss sich nun vor Gericht verantworten.

Mas Schwiegereltern sind über 90 Jahre alt und auf die Pflege durch sie und ihren Mann angewiesen. Insbesondere ihr Schwiegervater leidet unter den Folgen eines Schlaganfalls. Ihre Verhaftung stürzte ihren Mann, der über 70 Jahre alt ist, in eine verzweifelte Lage.

Nach rechtswidriger Haftstrafe: Rentenzahlung wird eingestellt, Praktizierende ist Schikanen unterworfen

Kuang Zhihua war am Boden zerstört, als sie erfuhr, dass ihre Rente nach Ableistung einer 7,5-jährigen Haftstrafe im März 2025 einbehalten wurde. Zu der Haftstrafe war sie wegen Praktizierens von Falun Dafa rechtswidrig verurteilt worden. Die Einwohnerin des Kreises Nanchang in der Provinz Jiangxi wurde zudem ständig von der Polizei schikaniert.

Kuang wurde am 13. September 2017 in ihrer Wohnung verhaftet, weil sie „über das Internet auf die Verfolgung von Falun Dafa aufmerksam gemacht“ hatte. Nach fast zweijähriger Untersuchungshaft wurde sie am 6. Mai 2019 zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Während ihrer Haft im Frauengefängnis der Provinz Jiangxi wurde sie verschiedenen Foltermethoden ausgesetzt.

Nach ihrer Entlassung am 13. März 2025 musste Kuang mit Bestürzung feststellen, dass ihre Rente eingestellt worden war. Weitere 90.000 Yuan Rentenzahlungen wurden ihr während ihrer Haftzeit vom Sozialversicherungsamt vorenthalten. Sie wandte sich wiederholt an das Sozialversicherungsamt und forderte die Wiederaufnahme ihrer Rentenzahlungen – jedoch vergeblich.

Zusätzlich zu den finanziellen Schwierigkeiten war Kuang auch ständigen polizeilichen Schikanen ausgesetzt. Die Polizei fertigte ohne ihre Zustimmung Fotos und Videos von ihr an und zwang sie, Erklärungen zu unterzeichnen, in denen sie Falun Dafa abschwor.

Frühere Berichte:

Bilanz: Verfolgung von Falun Gong in China im Juli 2026

Bilanz: Verfolgung von Falun Dafa in China im August 2026

Die Verfolgung von über 60-Jährigen im 1. Halbjahr 2026

Bilanz 1. Halbjahr 2026: Insgesamt 54 Todesfälle aufgrund der Verfolgung (Achtung: erschütternde Fotos!)