Bilanz erste Jahreshälfte 2020: Insgesamt 5.313 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verfolgt – Teil II

(Minghui.org) Trotz der Coronavirus-Pandemie verschärfte die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) in der ersten Hälfte des Jahres 2020 die Verfolgung von Falun Dafa [1]. Dabei wurden 2.654 Praktizierende verhaftet und 2.659 wegen ihres Glaubens schikaniert. Bei 1.687 dieser Praktizierenden wurden die Wohnungen durchsucht. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung befanden sich 1.246 (47 Prozent) der festgenommenen Praktizierenden weiterhin in Haft.

(Teil I)

Wiederholt verfolgt

Mann aus Ningxia wegen seines Glaubens zwölf Jahre inhaftiert und erneut verhaftet

Ein Einwohner der Stadt Yinchuan in der Autonomen Region Ningxia wurde am 5. Juni 2020 verhaftet, weil er Falun Dafa praktizierte. Zum Zeitpunkt der Verhaftung besuchte er seine Verwandten in der Stadt Guyuan in der gleichen Provinz, etwa 320 km von seinem Wohnort entfernt.

Ma Zhiwu, 50, hielt in der Haftanstalt der Stadt Guyuan aus Protest gegen die Verfolgung einen Hungerstreik ab und wurde zur Zwangsernährung ins Krankenhaus gebracht. Seine Familie forderte wiederholt seine Freilassung – auf der Polizeistation und bei der Gefängnisbehörde, aber ohne Erfolg.

Die örtliche Staatsanwaltschaft genehmigte kürzlich seine Verhaftung, und es droht ihm nun eine Anklage wegen seines Glaubens.

Ma war Fahrer des Bahnpersonals. Er fing mit dem Praktizieren von Falun Dafa im Mai 1998 an. Nachdem das kommunistische Regime Chinas 1999 die Verfolgung seines Glaubens angeordnet hatte, wurde er wiederholt verhaftet und zwölf Jahre lang in Haft gehalten.

Kurz nachdem Ma im September 1999 verhaftet worden war, weil er sich für Falun Dafa eingesetzt hatte, wurde er zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Er trat in den Hungerstreik trat, um gegen die unrechtmäßige Inhaftierung zu protestieren. Daraufhin verurteilte ihn das örtliche Gericht zum Zeitpunkt seines zweiten Jahres der Arbeitslagerhaft zu sechs Jahren Gefängnis.

Die Gefängniswärter fesselten ihn einmal an ein „Totenbett“, wobei seine vier Gliedmaßen mehr als 40 Tage lang auseinandergespreizt und straff gestreckt waren. Er wurde auch mit unbekannten Medikamenten, die tote Fliegen enthielten, zwangsernährt. Danach hatte er das Gefühl, dass sein Körper innerlich brannte, und sechs Monate lang konnte er weder stehen noch gehen.

Mas Frau war schwanger, als er 1999 zum ersten Mal verhaftet wurde. Das kleine Mädchen wuchs ohne seinen Vater auf. Am 20. November 2001, als sie zwei Jahre alt war, wurde sie in Polizeigewahrsam genommen. Die Polizei wollte sie dazu benutzen, ihre Mutter zu zwingen, Falun Dafa abzuschwören.

Als Ma im Februar 2008 freigelassen wurde, war seine Tochter bereits acht Jahre alt. Aber am 12. September 2010, nur zwei Jahre später, wurde Ma erneut verhaftet und zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er erlitt brutale Folterungen, wurde geschlagen, musste eineinhalb Jahre lang täglich stundenlang auf einem kleinen Hocker sitzen, wurde sexuell misshandelt und musste frieren. Seine linke Niere war verletzt, eine Rippe gebrochen, er hatte Blut im Urin und seine Beine waren so stark geschwollen und geprellt, dass er nicht stehen konnte.

Während der Zeit seiner Inhaftierung verstarb sein Vater im Jahr 2010 aufgrund der psychischen Belastung und aus Sorge um seinen Sohn.

Die Behörden schikanierten Ma seit seiner Entlassung am 12. März 2014 ständig. Polizei und Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees kamen zu Ma nach Hause. Zum Beispiel kurz vor den Jahrestagen des historischen Appells der Falun-Dafa-Praktizierenden am 25. April und am Welt-Falun-Dafa-Tag, dem 13. Mai dieses Jahres.

Zwei Schwestern verfolgt – eine verstarb, die andere nach jahrelanger Misshandlung im Gefängnis erneut verhaftet

Eine 49-jährige Frau in der Stadt Shulan, Provinz Jilin, ist kürzlich erneut verhaftet worden, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa nicht aufgab.

Song Yanqun vor der Verfolgung

Song Yanqun nach zehn Jahren Gefängnis, wo sie wegen ihres Glaubens inhaftiert war.

Am 26. März 2020 klopften Polizisten an die Tür von Song Yanqun. Sie behaupteten, eine Volkszählung durchzuführen und so täuschten sie Song, dass sie die Tür öffnete.

Die Beamten teilten Song mit, dass ihr Brief an Li Keqiang, den Premierminister der KPCh, von Peking zurückgegeben worden sei und dass das Staatliche Petitionsbüro ihnen befohlen habe, sie zu verhaften. Song hatte in dem Brief verlangt, dass die KPCh die Verfolgung von Falun Dafa einstellen solle.

Vor einigen Jahren hatte Song zehn Jahre der Folter im Gefängnis nur knapp überlebt. Mutig sagte sie zu den Polizisten: „Ich möchte nur Gerechtigkeit für meinen Glauben. Ich habe nichts Falsches getan, dennoch wurde ich im Gefängnis fast zu Tode gefoltert. Ich leide jetzt immer noch unter vielen gesundheitlichen Problemen und kann nicht normal leben. Was ist falsch an meinem Schreiben an den Premierminister?“

Die Polizisten nahmen Song nicht sofort fest. Aber am Abend kamen sie wieder und brachten sie auf die Polizeiwache. Sie beschlagnahmten auch ihre Falun-Dafa-Bücher und andere persönliche Wertgegenstände. Song befindet sich derzeit im städtischen Untersuchungsgefängnis in Jilin.

Ihr Vater beantragte auf der Polizeiwache ihre Freilassung. Er erzählte der Polizei, dass die jahrzehntelange Gefangenschaft und die Folter, die seine Tochter erlebt hatte, schreckliche Traumata an Körper und Geist verursacht hätten. Obwohl seit ihrer Freilassung Jahre vergangen seien, habe sie sich noch immer nicht erholt. Er erklärte, sie habe ihm gesagt, dass das Schreiben von Beschwerdebriefen dazu beitrage, den Schmerz in ihrem Innern zu lindern. Sie würde jeden Tag solche Briefe schreiben und manchmal die ganze Nacht aufbleiben, um zu schreiben.

Die Polizisten drückten ihr Mitgefühl für Song aus. Aber sie sagten ihrem Vater auch, dass der Befehl, sie zu verhaften, von oben gekommen sei und dass sie nichts dagegen unternehmen könnten. Sie machten auch deutlich, dass die Behörden Songs erneute Verurteilung planten.

Nach fünf Haftjahren erneute Festnahme – Software-Ingenieur droht eine weitere Haftstrafe

Ein Software-Ingenieur aus der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei war fünf Jahre in Haft, weil er Falun Dafa praktiziert. Nur sieben Monate, nachdem er aus der Haft entlassen worden war, wurde er verhaftet. Nun droht ihm eine weitere Haftstrafe, weil er auf die Verfolgung seines Glaubens aufmerksam gemacht hat.

Wang Yifan, 36, wurde im Jahr 2015 vom Stadtgericht Tangshan zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er war angezeigt worden, weil er in einem Internet-Café die Internetzensur umgangen hatte.

Jedes Mal, wenn Wangs Eltern 800 km zum Gefängnis Jidong 2 reisten, wurde ihr Antrag, ihren Sohn zu besuchen, im ersten Anlauf abgelehnt. Sie mussten die Gefängnisleitung wiederholt anflehen, bevor ihnen schließlich die Besuche gewährt wurden.

Nachdem Wang im Mai 2019 entlassen worden war, zog er zu seinen Eltern, die in der Stadt Rushan in der Provinz Shandong leben.

Nur sieben Monate später wurde er erneut verhaftet, weil er auf einem Bauernmarkt mit anderen Menschen über Falun Dafa gesprochen hatte. Die Polizei durchsuchte die Wohnung seiner Eltern und nahm ihn in Untersuchungshaft.

Die Polizei beschuldigte Wang, ein Wiederholungstäter zu sein, und legte seinen Fall im März 2020 der Staatsanwaltschaft der Stadt Rongcheng vor. Tage später klagte der Staatsanwalt ihn an und übergab seinen Fall an das Stadtgericht von Rongcheng.

Wang wurde am 15. Mai 2020 insgeheim vor das Stadtgericht von Rongcheng gestellt. Er wird derzeit im städtischen Untersuchungsgefängnis Rushan festgehalten.

Falun-Dafa-Praktizierende nach acht Jahren Haft erneut festgenommen

Am 2. Juni 2020 brachen Polizisten in die Wohnung der 58-jährigen Falun-Dafa-Praktizierenden Lu Mengjun ein. Sie verhafteten sie wegen ihres Glaubens an Falun Dafa und beschlagnahmten Drucker, Falun-Dafa-Materialien sowie 1.000 Yuan (rund 130 Euro) Bargeld. Der Familie ist es nicht erlaubt, sie zu besuchen. Lus Aufenthaltsort ist den Angehörigen unbekannt.

Lu Mengjun und ihre jüngere Schwester Lu Yingjun kommen aus der Stadt Xiangtan in der Provinz Hunan. Beide begannen im Jahr 2003, Falun Dafa zu praktizieren. Schon bald danach verschwand Lu Mengjuns Rheuma und das Asthma ihrer Schwester.

Weil sich Lu Mengjun für Falun Dafa einsetzte, wurde sie wiederholt verhaftet und zweimal zu insgesamt acht Jahren Haft verurteilt. Nachdem ihre jüngere Schwester am 4. Juni 2007 einer Verhaftung entkommen war, sah sie sich gezwungen, für drei Jahre unterzutauchen. Der 80-jährige Vater tauchte ebenfalls unter, um den Schikanen der Polizei zu entgehen. Der psychische Druck der Verfolgung forderte seinen Tribut an der Gesundheit der jüngeren Schwester. Sie verstarb am 29. Januar 2011, wenige Monate nach ihrer Heimkehr. Sie hinterließ einen kleinen Sohn.

Senioren werden nicht verschont

Über 80-jährige Frauen schikaniert – sollen wegen ihres Glaubens vor Gericht

Sechs Frauen aus der Stadt Maanshan in der Provinz Anhui, alle zwischen 77 und 86 Jahre alt, sollen wegen ihres Glaubens an Falun Dafa vor Gericht gestellt werden. Am 24. und 25. April 2020 schikanierte die Polizei die sechs Praktizierenden und durchsuchte ihre Wohnungen.

Xie Kuaiji, 84, wurde nicht in Gewahrsam genommen, weil ihre Familie Einspruch erhob. Die anderen fünf – Zhou Chunying (86), Wang Suhua (84), Shen Xuemei (84), Chen Xiufang (83) und Ji Yinzhu (77) – wurden auf das Polizeirevier gebracht und verhört.

Die Polizisten hatten die Praktizierenden im März 2020 beim Verteilen von Falun-Dafa-Materialien auf Video aufgenommen. Sie sagten, dass sie die Frauen seitdem überwacht hätten. Die Frauen wurden gefragt, woher sie die Materialien hätten.

Obwohl die fünf Praktizierenden am Abend freigelassen wurden, wies die Polizei sie an, am nächsten Tag zu einem weiteren Verhör auf die Polizeistation zurückzukehren. Die Polizei trifft Vorbereitungen, um ihre Fälle der Staatsanwaltschaft zur Strafverfolgung vorzulegen.

78-Jährige wegen Verbreitung von Informationen über Falun Dafa in Haft

Eine 78-jährige Praktizierende befindet sich nach ihrer Festnahme am 30. Juni 2020 in Untersuchungshaft. Sie hatte andere auf die Verfolgung von Falun Dafa aufmerksam gemacht.

Als Dong Yunxian aus der Stadt Wenshan in der Provinz Yunnan am 30. Juni 2020 gegen 9 Uhr morgens, Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte, wurde sie verhaftet. Mehr als zehn Polizisten, Agenten des Büros 610 [2] und mehrere Mitglieder des Nachbarschaftskomitees durchsuchten eine Stunde später ihre Wohnung. Zwei Computer, zwei Drucker, Falun-Dafa-Bücher und andere Materialien wurden beschlagnahmt. Danach brachten sie Dong wieder auf die Polizeiwache Wolong und verhörten sie.

Am nächsten Morgen beantragte Dongs Familie ihre Freilassung. Die Polizei lehnte dies ab, forderte sie aber auf, um 15 Uhr wiederzukommen. Als die Angehörigen am Nachmittag erschienen, erhielten sie die Auskunft, dass Dong sich in Strafuntersuchungshaft [3] befinde.

Derzeit befindet sich Dong in der Haftanstalt Yanshan. Tao Zhengwu, der an Dongs Verhaftung beteiligte stellvertretende Leiter der Staatssicherheit, setzt sich rege für die Verfolgung der lokalen Falun-Dafa-Praktizierenden ein.

Am 13. Mai verhaftete er auch die beiden über 70-jährigen Praktizierenden Ren Huaiping und Peng Yunkui. Er durchsuchte ihre Wohnungen und schikanierte sogar Pengs Tochter in der 300 Kilometer entfernt liegenden Stadt Kunming.

Pekingerin verhaftet – Polizei will von Tochter Überwachung erzwingen

Eine Pekingerin wurde am 6. Juni 2020 auf dem Heimweg verhaftet, nachdem die Polizei sie verdächtigt hatte, mit anderen über Falun Dafa gesprochen zu haben.

Xu Fengmei, 68, wurde an einem Busbahnhof von Beamten kontrolliert. Die Polizei durchsuchte ihre Tasche und fand nichts, was mit Falun Dafa zu tun hatte. Daraufhin folgten die Beamten ihr nach Hause und durchsuchten ihre Wohnung ohne Durchsuchungsbefehl. Sie beschlagnahmten ihren Computer und ihre Falun-Dafa-Bücher.

Anschließend brachten sie Xu zum örtlichen Polizeirevier. Als Xu sich während des Verhörs weigerte, ihre Fragen zu beantworten, beschimpften die Beamten sie. Sie gaben ihr kein Essen und kein Wasser und erlaubten ihr nicht einmal, die Toilette zu benutzen.

Stunden später traten bei Xu Symptome von Bluthochdruck auf. Die Polizei brachte sie ins Krankenhaus, wo die Ärzte eine sofortige Einweisung empfahlen. Doch die Polizisten ignorierten die Worte der Ärzte und brachten Xu stattdessen in das Bezirksuntersuchungsgefängnis Daxing, das sich jedoch wegen ihres Bluthochdrucks weigerte, sie aufzunehmen. Am Abend des 7. Juni wurde Xu dann gegen Kaution freigelassen. Ihre Tochter, die gekommen war, um sie abzuholen, wurde bedroht.

Die Polizei verlangte von Xus Tochter, ihre Mutter genau zu beobachten und sie daran zu hindern, das Haus zu verlassen. Andernfalls würden sie den Vermieter der Tochter zwingen, ihren Mietvertrag zu kündigen oder ihren Arbeitgeber veranlassen, sie zu entlassen.

Am 8. Juni kamen die Polizisten wieder zu Xu nach Hause, fotografierten sie und verlangten von ihr erneut, nicht auszugehen. Sie sagten, sie würden einige Leute schicken, um sie zu überwachen.

65-Jährige wegen ihres Glaubens in psychiatrischer Klinik inhaftiert –Gerichtsverhandlung steht bevor

Eine 65-jährige Frau in der Stadt Foshan, Provinz Guangdong, wurde am 17. März 2020 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verhaftet. Es dauerte mehr als zwei Monate, bis Li Yanquns Tochter erfuhr, dass sie in das Volkskrankenhaus 3 in Foshan, eine bekannte psychiatrische Klinik in der Region, eingeliefert worden war.

Lis Tochter berichtete einem Minghui-Korrespondenten, dass sie am 18. März zur Wohnung ihrer Mutter gegangen sei und dort ein Polizeiband an der Tür vorgefunden habe. Mit ihrem Zweitschlüssel gelangte sie in die Wohnung. Dort fand sie ein großes Durcheinander vor. Ihr war ihr sofort klar, dass ihre Mutter erneut verhaftet worden war.

Während sie nach ihrer Mutter suchte, wurde sie an zwei Ortspolizeidienststellen und zwei Haftanstalten verwiesen, von denen keine den genauen Haftort ihrer Mutter preisgab.

Die junge Frau engagierte zwei verschiedene Anwälte, aber keiner der beiden Anwälte konnte einen Termin mit den beiden Untersuchungsgefängnissen vereinbaren. Diese bestritten, Li in Gewahrsam zu haben. Erst nach wiederholten Anfragen der Anwälte gaben die Behörden schließlich bekannt, dass Li derzeit in der psychiatrischen Klinik inhaftiert ist, lehnten jedoch jegliche Besuche ihrer Familie ab.

Während sich die Tochter am 27. Mai bei der Bezirksstaatsanwaltschaft Chancheng nach dem Stand des Falles ihrer Mutter erkundigte, erfuhr sie, dass der Staatsanwalt die Übermittlung des Falles durch die Polizei am 29. April akzeptiert hatte. Später wurde ihr gesagt, dass der Staatsanwalt Li am 5. Juni 2020 angeklagt und den Fall bald darauf an das örtliche Gericht weitergeleitet hatte. Li muss sich nun wegen ihres Glaubens vor Gericht verantworten.

Es wurde bestätigt, dass eine weitere Angeklagte, die 78 Jahre alte Deng Meizhen, am 17. März in Lis Wohnung verhaftet wurde.

Polizeiliche Gewaltausübung bei Verhaftungen

73-jährigem Veteranen von der Polizei die Zähne ausgeschlagen

Wegen der Verbreitung von Informationen über eine Mitteilung des staatlichen Hauptamts für Presse, Publikationen, Radio, Film und Fernsehen, die das Verbot der Veröffentlichung von Falun-Dafa-Büchern aufhob, wurde Cheng Defu, ein 73-jähriger Veteran in Chongqing, am 7. März 2020 verhaftet.

Eine Gruppe von Polizisten brach in Chengs Wohnung ein. Als Cheng versuchte, sie aufzuhalten, drückte ihn ein Beamter in Zivil gegen den Boden und legte ihm Handschellen an. Er schlug Cheng auch ins Gesicht. Kein Beamter zeigte seinen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl.

Während einige wenige Beamte Cheng zur örtlichen Polizeistation brachten, blieben die übrigen Beamten zurück und durchsuchten seine Wohnung. Seine 3.300 Yuan (circa 40 Euro) in bar, ein Computer, ein Mediaplayer, vier Kopien der oben genannten Mitteilung und sogar eine Lupe wurden beschlagnahmt.

Auf der Polizeiwache sperrte die Polizei Cheng in einen metallenen Verhörstuhl und fragte, warum er mit dem Personal des Wohnausschusses über die oben genannte Mitteilung gesprochen habe.

Als Cheng auf die Toilette ging, schlug ihn derselbe Beamte in Zivil, der ihn zu Hause geschlagen hatte, erneut ins Gesicht. Danach fielen ihm zwei Zähne aus.

Der Beamte trat auch auf Falun-Dafa-Bücher und setzte sich auf das Foto des Begründers von Falun Dafa, das in Chengs Wohnung konfisziert worden war.

Sechs Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet, als sie sich um die Freilassung einer Mitpraktizierenden bemühten (Provinz Heilongjiang)

Sechs Falun-Dafa-Praktizierende in der Stadt Harbin, Provinz Heilongjiang wurden verhaftet, weil sie sich um die Freilassung einer örtlichen Praktizierenden bemüht hatten. Diese war wegen der Verbreitung von Informationen über ihren Glauben an Falun Dafa festgenommen worden. Fünf der sechs Praktizierenden waren zehn Tage lang inhaftiert.

Zhang Jun, 67, hatte sich am Abend des 9. April 2020 in die nahe gelegene Stadt Xinglong begeben, um dort Informationsmaterialien über Falun Dafa zu verteilen. Ihr folgte ein diensthabender Beamter, der sie bei der Polizeiwache der Stadt Xinglong meldete.

Yang Chunlai, der Leiter des Polizeireviers, befahl seinen Beamten, in der Stadt nach Zhang zu suchen. Sie verhafteten sie und beschlagnahmten ihr Auto.

Zhangs Familie und sechs Falun-Dafa-Praktizierende begaben sich am folgenden Nachmittag auf das Polizeirevier, um ihre Freilassung zu fordern. Die Polizei willigte ein und ließ Zhang frei. Jedoch verhafteten die Beamten die sechs anderen Praktizierenden. Sie beschlagnahmten den Minivan, den die Praktizierenden von einem Freund geliehen hatten. Die Polizei durchsuchte den Kleinbus und fand darin einige Materialien über Falun Dafa.

Die Polizei schlug daraufhin dem Fahrer Sun Tienong so hart ins Gesicht, dass er zusammenbrach.

Als Li Yan versuchte, die Polizei davon abzuhalten, Sun zu schlagen, schleppten ihn die Beamten in einen Raum ohne Überwachungskameras, wo sie auf ihn einschlugen. Sie legten ihm Handschellen an und hielten ihn am Boden fest. Ein Beamter trat auf ihn ein und verdrehte sein Gesicht und den Kopf. Ein anderer trat ihm auf den Rücken.

Ein Praktizierender mit Nachnamen Zhang (nicht verwandt mit Zhang Jun) wurde gegen Mittag freigelassen. Danach verhörte und beschimpfte der Polizeichef Yang die übrigen fünf Praktizierenden: Sun (m), Li (m), Yu Shufan (w), Gao Yabin (w) und Xu Shufeng(w).

Yang warnte die Praktizierenden, dass sie nie wieder in die Stadt Xinglong kommen sollten, um Materialien über Falun Dafa zu verteilen. Er drohte auch damit, die Kinder und Enkelkinder der Praktizierenden zu bestrafen, sollten die Praktizierenden die Verfolgung öffentlich machen oder die Telefonnummern der Beamten online veröffentlichen.

Am Abend kündigte die Polizei den fünf Praktizierenden eine zehntägige Haft an. Da die zweite Welle der Coronavirus-Pandemie in der Region auf dem Vormarsch war, wurden die Praktizierenden angewiesen, die Zeit zu Hause zu verbüßen. Am nächsten Tag kamen Beamte zu Yu und durchsuchten ihre Wohnung.

Die Polizei weigerte sich, die beiden beschlagnahmten Autos von Zhang und Sun zurückzugeben. Als Suns Freund und Besitzer des Minivans zur Polizeistation ging, um die Rückgabe des Wagens zu verlangen, wurde er selbst verhaftet, obwohl er nicht Falun Dafa praktiziert.

Neun Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet – jetzt stundenlangen nächtlichen Verhören ausgesetzt

Neun Falun-Dafa-Praktizierende aus dem Bezirk Lu in der Provinz Sichuan wurden am 30. April 2020 auf ihrem Heimweg von der Polizei angehalten. Sie hatten zusammen die Schriften im Falun Dafa gelesen. Polizisten richteten Schusswaffen auf sie und drohten, auf sie zu schießen, wenn sie nicht stehen blieben.

Vier der Falun-Dafa-Praktizierenden brachten die Beamten zum Polizeipräsidium des Bezirks Lu, die anderen fünf zur Polizeiwache in Qifeng. Die ganze Nacht über wurden sie dort verhört. Die Polizisten wollten wissen, wer die Versammlung organisiert hatte. Sie unterzogen sie einer Leibesvisitation und beschlagnahmten ihre Materialien über Falun Dafa, die sie bei sich trugen.

Danach wurden sieben der Praktizierenden freigelassen. Die beiden anderen Praktizierenden, Yi Qunren (m) und Wang Xianshu (m), befinden sich zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels weiterhin im Gefängnis Naxi. Ihre Haftdokumente trugen keine Unterschrift der verantwortlichen Beamten. Da stand lediglich, dass die Praktizierenden angeklagt seien, den „Gesetzesvollzug behindert zu haben“. Diese Anklage nach § 300 des chinesischen StGB benutzen die Justizbehörden standardmäßig, um Falun-Dafa-Praktizierende zu kriminalisieren.

Auf der Polizeiwache von Qifeng verhörten Polizisten die 85-jährige Yin Minghui. Nach dem nächtlichen Verhör zwangen die Polizisten die alte Frau, die Verhörprotokolle zu unterschreiben, ohne sie diese lesen zu lassen. Sie weigerten sich auch, Yin eine Kopie zu geben, und entließen Yin gegen 5 Uhr morgens.

Am nächsten Tag kamen Polizisten zu ihr nach Hause und zwangen sie, weitere Dokumente zu unterschreiben, ohne zu erklären, worum es in den Dokumenten ging. Yin bemerkte auf einigen Seiten die Fotos einiger Praktizierender.

Eine weitere Praktizierende, Wen, wurde von der Polizeiwache des Bezirks Lu zur körperlichen Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte nahmen ihr Blut ab, entnahmen eine Urinprobe und Nasenabstriche. Sie maßen auch ihren Blutdruck, ihre Temperatur und ihren Herzschlag und führten eine Magnetresonanztomografie (MRT) bei ihr durch.

Da Wen wusste, dass das kommunistische Regime seit Jahrzehnten von lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden Organe entnimmt, war sie nach dieser umfangreichen Untersuchung sehr verängstigt. Ihr Blutdruck und ihre Körpertemperatur stiegen stark an. Ihr Gesicht war blass und ihre Füße geschwollen.

Während des Verhörs sagte Wen den Polizisten immer wieder, dass sie sich sehr schwindelig fühle und dass sie starke Brustschmerzen und ein Engegefühl habe. Ihre dringende Bitte, nach Hause gehen zu dürfen, fand kein Gehör. Vielmehr beschuldigte man sie, ihren Zustand nur vorzutäuschen. Abwechselnd verhörten die Polizisten sie bis in die frühen Morgenstunden.

Nach fast 30 Stunden ununterbrochenem Verhör wurde Wen am nächsten Tag gegen 17 Uhr gegen Kaution freigelassen.

Wegen ihrer Meinungsäußerung im Fadenkreuz der Ermittler

Pensionierte Professorin wochenlang überwacht – weil sie im Verdacht stand, Informationen über Falun Dafa zu verbreiten

Eine 70-Jährige aus Lanzhou in der Provinz Gansu wurde zwischen Ende Februar und März 2020 wochenlang rund um die Uhr überwacht. Der Grund dafür ist ihr Glaube an Falun Dafa.

Am 25. Februar 2020 verschafften sich Beamte Zutritt zu der Wohnung von Wang Chunhua. Wang ist pensionierte Professorin der Pädagogischen Universität Nordwestchinas. Sie gaben vor, eine Volkszählung durchzuführen.

Die Beamten behaupteten, an den Türen in der Nachbarschaft viele Materialien über Falun Dafa bemerkt zu haben. Sie verdächtigten Wang, sie dort aufgehängt zu haben. Ohne Durchsuchungsbefehl durchsuchten sie ihre Wohnung. Sie beschlagnahmten ihren Computer, Drucker, ihre Falun-Dafa-Bücher und weitere Materialien.

Wang wollte den Beamten die wahren Umstände über Falun Dafa erklären, doch sie hörten nicht zu. Ein junger Polizist, über 30 Jahre alt, meinte, dass die KPCh die beste Partei sei. Er glaube nicht an karmische Vergeltung für seine Beteiligung an der Verfolgung.

Dieser Polizist nahm gewaltsam Wangs Fingerabdrücke, Handabdrücke und eine Blutprobe. Außer Wang hatte er schon viele andere Praktizierende in der Nachbarschaft schikaniert.

Bevor die Polizisten gingen, sollte Wang ein Vernehmungsprotokoll unterschreiben. Sie weigerte sich.

Am 27. Februar kam wieder ein Beamter zu Wangs Wohnung und verlangte von ihr, das Vernehmungsprotokoll zu unterschreiben. Andernfalls würde sie für fünf Tage inhaftiert, drohte der Beamte. Wang weigerte sich, ihm die Tür zu öffnen.

Zwischen dem 29. Februar und dem 20. März 2020 schikanierten die Beamten Wang noch einige Male. In diesem Zeitraum nahm sie rund um die Uhr Leute vor ihrem Mietshaus wahr, die sie überwachten.

Grundschullehrer festgenommen – er hatte im Unterricht über blutige Geschichte der KPCh gesprochen

Ein Grundschullehrer wurde 40 Tage lang inhaftiert. Er war angezeigt worden, weil er mit seinen Schülern über die Geschichte der Kommunistischen Partei Chinas gesprochen hatte – wie sie tötet und betrügt.

Fu Qilong aus der Stadt Changchun in der Provinz Jilin sprach mit seinen Schülern während einer Unterrichtsstunde im November 2019 über unzensierte Informationen über das kommunistische Regime. Er appellierte an die Schüler, aus den KPCh-Jugendorganisationen auszutreten und ein eigenständiges Denken zu entwickeln, anstatt der Propagandaerziehung der KPCh zum Opfer zu fallen. Einige Schüler sagten, sie wollten aus dem Jugendverband austreten, dem sie beigetreten waren.

Zwei Wochen später erfuhren die Eltern einiger Schüler davon und zeigten Fu bei der Schule und dem örtlichen Schulamt an. Sie drohten auch damit, ihn ins Gefängnis zu schicken, zumal sie wussten, dass er Falun Dafa praktiziert.

Fu wurde im Dezember befohlen, den Unterricht in all seinen Klassen einzustellen und zu Hause zu bleiben. Einige Eltern forderten ihn auf, die Namensliste der Schüler, die den Jugendverband verlassen hatten, abzugeben, aber er weigerte sich.

Außerdem wurde er von der Schulleitung getäuscht, so dass er in die Schule ging, um mit ihnen zu sprechen. Dort wurde er jedoch von einem ehemaligen Wärter eines Arbeitslagers einer Gehirnwäsche unterzogen.

Während sich die Schüler am 6. Januar 2020 noch in der Winterpause befanden, wies die Schule sie an, wieder in den Unterricht zu kommen, um eine Rechtsschulung zu erhalten. Diese entpuppte sich als eine spezielle Unterrichtseinheit, in der Beamte der Polizei von Kuancheng die Schüler verhörten.

Am 8. Januar brach die Polizei in Fus Wohnung ein und beschlagnahmte seine Falun-Dafa-Bücher, seinen Computer und seinen Drucker. Die Polizisten brachten ihn zum Polizeirevier Mengjiaqiao und verhörten ihn dort. Fu weigerte sich, die Fragen der Polizei zu beantworten und vorbereitete Dokumente zu unterzeichnen.

Danach wurde er zehn Tage lang in einem Untersuchungsgefängnis festgehalten. Die Wärter versuchten, ihn zu täuschen, damit er eine Erklärung unterzeichnete, dass er Falun Dafa aufgeben würde. Er weigerte sich, das zu tun.

Während der zehn Tage legte die Polizei seinen Fall der Staatsanwaltschaft vor, die die Übernahme des Falls ablehnte.

Die Polizei versuchte, den Lehrer am 18. Januar zum Eingeständnis einiger erfundener Verbrechen zu zwingen, doch auch hier blieb er standhaft. Daraufhin wurde er in das Untersuchungsgefängnis 1 der Stadt Changchun gebracht und 30 Tage lang festgehalten. In dieser Zeit reichte die Polizei seinen Fall erneut bei der Staatsanwaltschaft ein, aber der Fall wurde erneut nicht angenommen.

Fu wurde am 18. Februar 2020 gegen Kaution freigelassen.

Lebensgrundlage beeinträchtigt

Autowäsche-Geschäft der Familie Guizhou wird eingestellt

Xia Weixian und ihr Ehemann aus der Stadt Guiyang, Provinz Guizhou, betrieben ein Autowaschunternehmen, um ihre Familie, darunter ihre beiden Kinder und ihre Schwiegereltern, zu unterstützen.

Nachdem die Behörden in Guizhou die „Null-Fälle-Aktion“ in Bezug auf Falun-Dafa-Praktizierende gestartet hatten, trat die Polizei um den 20. Mai herum an Xia heran und versuchte, sie zur Unterzeichnung von Verzichterklärungen auf Falun Dafa zu zwingen. Als Xia sich weigerte, befahl die Polizei ihrer Familie, das Geschäft zu schließen, da sie sonst ihre Autowaschanlage abreißen würde.

Unfähig, dem Druck der Verfolgung standzuhalten, reichte Xias Ehemann Ende Mai die Scheidung ein. Als Xia dem Gemeindesekretär sagte, dass sie bereit sei, auf ihr Haus zu verzichten und nach der Scheidung in ihr Elternhaus zu ziehen, weigerte sich der Gemeindesekretär, der Scheidung zuzustimmen. Die Begründung lautete, dass sie nicht in der Lage sein würden, sie zu überwachen, wenn sie wegziehen würde.

Lebensunterhalt verloren nach zwei Jahren Haft

Eine leitende Dozentin an einer Verwaltungsfachschule hatte gerade eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren wegen ihres Glaubens an Falun Dafa überlebt. Als sie herausfand, dass sie von ihrer Schule entlassen und ihr die Rente aberkannt worden war, wäre sie beinahe zusammengebrochen.

Liu Yongying vor der Verfolgung

Liu Yongying nach schweren Misshandlungen in der Haft

Liu Yongying, 57, war leitende Dozentin an der Verwaltungsfachschule Jiangxi in der Stadt Nanchang in der Provinz Jiangxi. Liu wurde am 3. April 2018 verhaftet und im Oktober 2018 zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (ca. 650 Euro) verurteilt.

Als sie schließlich am 3. April 2020 entlassen wurde, erkannte ihr Sohn sie fast nicht wieder. Sie war abgemagert und ihr Gesichtsausdruck war stumpf. Viele ihrer Zähne waren ausgefallen.

Zu Hause erzählte Lius Ehemann ihr, dass das Büro 610 [2] ihre Schule gezwungen habe, sie im Mai 2018 zu entlassen. Die Schulleitung musste auch selbstkritische Reden vor der gesamten Schule halten und der Jahresbonus des gesamten Schulpersonals wurde einbehalten. Sie mussten Falun Dafa anprangern.

Mitte April 2020 ging Liu zum Provinzamt für soziale Sicherheit, um den Antrag auf ihre Altersrente zu stellen, da sie im September 2018 das Rentenalter erreicht hatte. Die Rezeptionistin sagte, dass man ihre Angaben im System nicht finden könne. Sie forderte sie auf, sich bei ihrem örtlichen Sozialversicherungsamt zu erkundigen.

Ihr Sozialversicherungsamt teilte ihr mit, dass ihre Schule erst nach 2014 am Sozialversicherungsprogramm teilgenommen habe. Zu der Zeit hatte eine größere Sozialversicherungsreform stattgefunden. Ihre Schule stellte jedoch nach ihrer Verhaftung im Jahr 2018 die Beitragszahlungen auf ihr Konto ein. So hatte sie nur etwa 3,5 Beitragsjahre beisammen, während die Reform ein Minimum von 15 Beitragsjahren erfordert, bevor man Rentenleistungen erhalten kann.

Die Angestellten des Sozialversicherungsamts teilten Liu mit, dass sie den versäumten Beitrag für 11,5 Jahre in Höhe von insgesamt 120.000 Yuan nachholen müsse, wenn sie eine Rente über das Sozialversicherungsprogramm erhalten wolle. Wenn sie sich dafür entscheiden würde, den Beitrag jährlich zu zahlen, müsste sie bis 2031 warten, um Rentenleistungen erhalten zu können. Dann wäre sie fast 70 Jahre alt.

Das Sozialversicherungsamt teilte ihr schließlich mit, dass die einzige Möglichkeit für sie, jetzt eine monatliche Zahlung von 1.000 Yuan (ca. 130 Euro) zu erhalten, darin bestehe, den fehlenden erforderlichen Beitrag von 120.000 Yuan (ca. 15.000 Euro) in einem einmaligen Betrag zu entrichten.

Frühere Berichte:

Bilanz erste Jahreshälfte 2020: 139 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens zu Gefängnisstrafen verurteilt

Bilanz Mai 2020: Insgesamt 938 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens verfolgt

107 Verurteilungen in den letzten fünf Monaten

April 2020: Insgesamt 1.178 Falun-Dafa-Praktizierende im Visier der Polizei

Von Januar bis April 2020: Insgesamt 89 Falun-Dafa-Praktizierende verurteilt

März 2020: Insgesamt 747 Falun-Dafa-Praktizierende Opfer der Verfolgung

33 Falun-Dafa-Praktizierende verurteilt – während China wegen des Coronavirus' abgeriegelt war

In China geht Verfolgung von Falun Dafa weiter – trotz Coronavirus-Pandemie

Bilanz Januar 2020: Insgesamt 194 Falun-Dafa-Praktizierende wegen ihres Glaubens Opfer von Verfolgung

193 Verurteilungen in den vergangenen zwei Monaten Dezember und Januar


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.

[2] Das „Büro 610“ wurde nach dem Datum seiner Gründung am 10. Juni 1999 benannt. Es ist eine über dem Gesetz stehende Sondereinheit der Polizei, die von der zentralen Führung der Kommunistischen Partei mit der Ausrottung von Falun Gong beauftragt wurde. Es ist mit der Stasi der ehemaligen DDR und der Gestapo des dritten Reiches vergleichbar.

[3] In China gibt es zwei Formen der Haft: Administrativhaft und Strafhaft. Im Gegensatz zur Administrativhaft sind die Belange der Strafhaft gesetzlich geregelt und unterliegen den Justizbehörden.