(Minghui.org) Liu Xiangzhao, ein über 80 Jahre alter Mann aus Lyushun in der Provinz Liaoning, wurde am 24. April 2025 auf einem Bauernmarkt verhaftet, als er dort Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Die Beamten brachten ihn zur Polizeiwache Tuchengzi und sperrten ihn in einem dunklen Raum. Er musste längere Zeit auf dem kalten Zementboden sitzen. Die Polizei zwang ihn, unbekannte Medikamente einzunehmen, und ließ ihn dann frei. Nach seiner Rückkehr nach Hause verschlechterte sich Lius Gesundheitszustand zusehends, und er starb am 4. Juni 2025.
Nachdem die 56-jährige Lin Fuhua, wohnhaft in Gaobeidian, Provinz Hebei, zehneinhalb Jahre hinter Gittern verbracht hatte, wurde sie im Juni und August 2025 erneut schikaniert. Da sie an ihrem Glauben an Falun Dafa festhielt, wandten sich Polizei und örtliche Beamte an ihren Vermieter und drohten ihm mit Geldstrafen, falls er Lin weiterhin die Wohnung vermieten würde.
Aufgrund anhaltender Schikanen durch die Polizei wegen seines Glaubens an Falun Dafa erlitt Zhao Changyou, ein über 60 Jahre alter Mann aus Anyang in der Provinz Henan, im Mai 2024 eine Hirnblutung und fiel ins Wachkoma. Trotz seines Zustandes drang die Polizei am 2. Dezember 2025 in Zhaos Wohnung ein und pressten seine Fingerabdrücke auf ein vorbereitetes Dokument, in dem er Falun Dafa abschwor.
Die obigen Beispiele sind nur drei von insgesamt 4.803 Fällen von Verhaftung oder Schikane von Falun-Dafa-Praktizierenden, die 2025 neu gemeldet wurden. Aufgrund der strengen Informationszensur der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), die es Minghui-Korrespondenten oft unmöglich macht, die Verfolgung zeitnah zu dokumentieren und darüber zu berichten, ereigneten sich einige der gemeldeten Vorfälle bereits vor 2025.
Diese 4.803 Fälle umfassen 2.348 Verhaftungen und 2.455 Schikanierungen. Davon wurden die Wohnungen von 1.306 Praktizierenden durchsucht, 70 Praktizierende wurden in Gehirnwäsche-Einrichtungen gebracht und 34 sahen sich gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen, um weiterer Verfolgung zu entgehen.
Neben Verhaftungen und Schikanen wurden im Jahr 2025 auch 124 Todesfälle infolge von Verfolgung und 751 Verurteilungen bestätigt.
Sechsundzwanzig Jahre nach Beginn der Verfolgung von Falun Dafa gab es vonseiten der KPCh keinerlei Anzeichen dafür, die einzig und allein wegen ihres Glaubens durchgeführte Unterdrückung gesetzestreuer Bürger zu beenden. Jeder Aspekt des Rechts von Falun-Dafa-Praktizierenden auf ein normales Leben ist beeinträchtigt: von der Stellensuche über den Umgang mit Anfeindungen und Missverständnissen vonseiten der eigenen Familie, die von der KP-Propaganda irregeführt wurde, bis hin zur Gefahr, dass ihnen in der Haft ihre Organe entnommen werden.
China besteht aus 22 Provinzen, vier regierungsunmittelbaren Städten (Peking, Tianjin, Shanghai und Chongqing) und fünf autonomen Regionen (Guangxi, Innere Mongolei, Tibet, Xinjiang und Ningxia). Mit Ausnahme von Tibet meldeten alle anderen 30 Gebiete Verhaftungen und Schikanen gegen Falun-Dafa-Praktizierende.
Insbesondere Hebei, eine Provinz, die Peking umschließt, verzeichnete mit insgesamt 886 Fällen (Verhaftungen und Schikanen zusammengerechnet) die meisten Fälle. Auch in Shandong mit 652 und Liaoning mit 512 gemeldeten Fällen war die Verfolgung schwerwiegend. Sieben weitere Regionen registrierten ebenfalls dreistellige Fallzahlen zwischen 130 und 456. Insgesamt sechzehn Regionen verzeichneten zweistellige Fallzahlen zwischen 10 und 95. Die verbleibenden vier Regionen registrierten einstellige Fallzahlen zwischen 1 und 5.

Am 10. Mai 2025 fand in Qiqihar, Provinz Heilongjiang, eine Polizeirazzia statt, bei der über 20 Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen wurden. Alle Wohnungen der Praktizierenden wurden durchsucht und ihre Falun-Dafa-Bücher beschlagnahmt. Die Polizei beschlagnahmte außerdem andere Wertgegenstände, darunter Designerkleidung und Erbstücke. Die meisten Praktizierenden wurden gegen ihren Willen verhört, fotografiert und man nahm ihre Fingerabdrücke. Nach einer ärztlichen Untersuchung wurden diejenigen, die als haftunfähig galten, gegen Kaution freigelassen und unter strenge Überwachung gestellt. Die übrigen wurden in die örtliche Haftanstalt gebracht.
Es stellte sich heraus, dass die Polizei die betroffenen Praktizierenden bereits seit Längerem vor der Massenverhaftung überwacht hatte. Die Polizei konnte detaillierte Informationen über deren tägliche Aktivitäten liefern, darunter die Farbe ihrer Kleidung an einem bestimmten Tag und die Orte, die sie an bestimmten Tagen besucht hatten. Keiner der Beamten legte bei den Verhaftungen einen Durchsuchungsbefehl vor oder gab seine Identität preis. Einige gaben falsche Namen an.
Auf Anordnung des Polizeipräsidiums der Provinz Liaoning verhaftete die Polizei in Jinzhou (Provinz Liaoning) am 2. und 3. Juni 2025 mindestens 36 Falun-Dafa-Praktizierende in Jinzhou und den umliegenden Kreisen. Vor der Festnahme der Praktizierenden setzte die Polizei unterschiedliche Überwachungsmethoden ein. Zum Beispiel installierten sie Peilsender an ihren Privatfahrzeugen und Elektrofahrrädern oder sie beobachteten ihre täglichen Aktivitäten. Die meisten wurden in ihren Wohnungen verhaftet. Der älteste Praktizierende war zum Zeitpunkt der Verhaftung 88 Jahre alt.
In Tangshan (Provinz Hebei) stellten die Behörden Anfang 2025 in mehreren Bezirken Sondereinsatzkräfte zur Verfolgung von Falun Dafa zusammen, wobei der Bezirk Fengrun als Schwerpunktgebiet festgelegt wurde. Nachdem Meng Xiangyin, der ehemalige Parteisekretär und Direktor des Industrie- und Informationstechnologiebüros der Stadt Tangshan, am 8. September 2025 sein Amt als Parteisekretär des Bezirks Fengrun angetreten hatte, setzte er aktiv die Verfolgungspolitik um und ordnete der örtlichen Polizei an, Praktizierende zu observieren, die regelmäßig Gemeindefeste besuchten, um dort auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Dies führte am 28. Oktober 2025 zur Verhaftung einer Gruppe von sechs Falun-Dafa-Praktizierenden im Bezirk Fengrun.
Zwischen August und November 2025 kam es in der Provinz Shandong zu mehreren Massenverhaftungen, darunter die Verhaftung oder Schikanierung von über zehn Praktizierenden Ende August in Shouguang, die Verhaftung von fast 40 in Jinan am 29. September, die Verhaftung von acht in Qingzhou Mitte Oktober und die Verhaftung von mindestens elf in Mengyin am 20. November.
Im Nordwesten Chinas wurden am 2. und 3. November 2025 mindestens 32 Praktizierende in Yinchuan in der Autonomen Region Ningxia Hui verhaftet. Die Polizisten brachen teilweise die Türen der Wohnungen auf oder drangen unbemerkt ein, um die Praktizierenden zu verhaften. Andere wurden direkt auf der Straße festgenommen.
Neben Massenverhaftungen und engmaschiger Überwachung führten die Behörden auch Gehirnwäsche-Maßnahmen bei Falun-Dafa-Praktizierende durch. Nach einer Gehirnwäsche-Sitzung zwischen Juni und Juli 2025 organisierten die Behörden der Stadt Huainan in der Provinz Anhui ab dem 3. November 2025 eine weitere Sitzung. Die Gehirnwäscheverfahren wurden im Ökologischen Park Donghua Yile im Bezirk Xiejiaji durchgeführt – ein Veranstaltungsort, der eine langjährige Partnerschaft mit den Behörden unterhält. Von der Provinzregierung empfohlene „Experten“ wurden engagiert, welche die Praktizierenden bearbeiteten und ihnen mit einer Haftstrafe drohten, falls sie an ihrem Glauben festhielten.
Die KPCh ist dafür bekannt, ihre Schikanen gegen Falun-Dafa-Praktizierende im Vorfeld wichtiger politischer Veranstaltungen oder Jahrestage im Zusammenhang mit Falun Dafa zu verstärken. Damit will sie die Praktizierenden einschüchtern und sie davon abhalten, diese Ereignisse zu nutzen, um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen. Das chinesische Neujahr 2025 im Januar, die jährlichen politischen Treffen der KPCh im März und die große Militärparade im September bildeten keine Ausnahme.
1) Belästigungen zum Chinesischen Neujahr
Yuan Hongying und ihre Familie aus Qiqihar, Provinz Heilongjiang, verbrachten die Feiertage zum Chinesischen Neujahr (29. Januar) in Harbin, ebenfalls in Heilongjiang. Als sie am 5. Februar 2025 in Harbin auf ihren Zug warteten, durchsuchte die Polizei Yuans Gepäck, verhörte sie und ihre Tochter und durchsuchte ihre Wohnungen in Qiqihar.
In Chongqing wurde Li Yunhui am 15. Januar 2025 beim Einkaufen für das bevorstehende Chinesische Neujahr beschattet. Dieselbe Person folgte ihr auch die nächsten zwei Tage, als sie ihre Familie besuchte. Eine der Verfolgerinnen gab an, mit dieser „Überwachung“ etwas Geld verdienen zu wollen. Die Polizei installierte später Überwachungskameras an Lis Wohnung – die sie mit ihrer Tochter Zhao Li bewohnte – sowie an deren Schneiderei.
2) Belästigungen während der „Zwei Sitzungen“
Im Vorfeld der „Zwei Sitzungen“, der jährlichen Plenarsitzungen des Nationalen Volkskongresses und der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, die vom 5. bis 11. März 2025 in Peking stattfinden, wurden Falun-Dafa-Praktizierende in Peking und Shanghai wochenlang rund um die Uhr überwacht.
Am Abend des 14. Februar 2025 erschien eine Gruppe von Beamten bei Wang Yu in seinem Haus in Peking. Da er nicht zu Hause war, befragten die Polizisten seine 93-jährige Großmutter, die ebenfalls Falun Dafa praktiziert und bei ihm lebt. Am 17. Februar kamen die Beamten erneut und befragten Wang und seine Frau.
Cong Peixi aus Shanghai berichtete, dass sie zwischen dem 13. und 18. Januar 2025 rund um die Uhr überwacht wurde. Nur wenige Wochen später erhielt die örtliche Polizei einen weiteren Befehl, sie zwischen dem 5. und 14. Februar 2025 zu überwachen. In dieser Zeit fanden die Asiatischen Winterspiele 2025 in Harbin, Provinz Heilongjiang (knapp 2.400 Kilometer von Shanghai entfernt), statt. Die Behörden begannen kurz vor Beginn der „Zwei Sitzungen“ am 5. März erneut, Cong zu überwachen.
Zhang Rongjuan, die aus dem Kreis Zhenyuan in der Provinz Gansu stammt, zog Anfang 2023 nach Peking, um dort als Haushaltshilfe zu arbeiten. Dies geschah wenige Monate, nachdem sie eine 21-jährige Haftstrafe wegen der Ausübung von Falun Dafa verbüßt hatte. Während der „Zwei Sitzungen“ reiste die Polizei von Zhenyuan fast 1.300 Kilometer nach Peking und arbeitete mit der Ortspolizei zusammen, um ihren Arbeitgeber, einen über neunzigjährigen Mann, zu schikanieren. Zhang verlor daraufhin ihre Arbeit und wurde obdachlos.
3) Verhaftungen und Schikanen vor der Militärparade der KPCh
Im Vorfeld der Militärparade der KPCh am 3. September 2025 sahen sich Falun-Dafa-Praktizierende in ganz China verstärkten Verhaftungen und Schikanen ausgesetzt.
Ende August 2025 wurde die 85-jährige Deng (Vorname unbekannt) aus Peking jedes Mal von zwei Sicherheitsbeamten beschattet, wenn sie das Haus verließ. Sie sagte zu ihnen: „Das kommunistische Regime hat Waffen, Kanonen und eine Armee. Warum haben Sie Angst vor einer 85-jährigen Frau wie mir?“ Die Beamten schwiegen.
Auch andere Praktizierende in der Gegend berichteten von Schikanen zu Hause und dass sie von der Polizei gefilmt worden seien. Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees ordneten an, dass Praktizierende bestimmte Nachrichten nicht online lesen dürfen.
Ab dem 26. August 2025 begannen Polizei und/oder Mitarbeiter der Nachbarschaftskomitees in Shanghai, bestimmte Praktizierende rund um die Uhr zu überwachen. Sie sagten, die Überwachung werde neun Tage dauern, bis die Militärparade am 3. September beendet sein wird. Die Polizei reagierte sogar sehr nervös, als die Familienangehörigen dieser Praktizierenden das Haus verließen.
In Jiamusi, Provinz Heilongjiang, wurden Li Huihui und ihre 82-jährige Großmutter, Qiu Zhiyun, am 6. August 2025 festgenommen. Die Polizei durchsuchte ihre gemeinsame Wohnung und beschlagnahmte mehrere persönliche Gegenstände. Als Li den Polizisten sagte, sie sei nicht ihre Feindin, antworteten diese: „Sie sind die Feindin.“
In der Provinz Heilongjiang wurden zudem am 18. August 2025 neun Praktizierende im Kreis Bin festgenommen, verhaftet oder schikaniert. Zehn Tage später, am 28. August 2025, wurden in der Stadt Dehui in der Provinz Jilin zwischen 30 und 40 Praktizierende verhaftet oder schikaniert.
In der Stadt Shenyang in der Provinz Liaoning dauerten die Verhaftungen auch lange nach dem Ende der Militärparade an; im August und September 2025 wurden 43 Praktizierende festgenommen. Insidern zufolge wurde die Aktion vom Polizeipräsidium der Provinz Liaoning geleitet, an der verschiedene Polizeibehörden und -stationen beteiligt waren. Die Polizisten waren bei den Festnahmen zivil gekleidet und durchsuchten die Wohnungen der Praktizierenden ohne Durchsuchungsbefehl.
In der Provinz Gansu wies die Polizei von Jinchang ihre nachgeordneten Polizeistationen an, zwischen Ende August und Anfang September 2025 Fingerabdrücke und Blutproben von Falun-Dafa-Praktizierenden zu nehmen.
4) Weitere Fälle von Schikane
Neben der Militärparade wurden Praktizierende auch an anderen „sensiblen Tagen“ ins Visier genommen. Ein Polizist in Dalian (Provinz Liaoning) erklärte einer Praktizierenden bei ihrer Festnahme vor dem Nationalfeiertag (1. Oktober), sie sei nur festgenommen worden, um die Quote zu erfüllen. Zahlreiche Praktizierende wurden nach ihrer Festnahme wochenlang festgehalten.
Es gibt auch Fälle von Praktizierenden in Shanghai, Chongqing und Shiyan (Provinz Hubei). und Jinan in der Provinz Shandong, wo Personen vor dem Vierten Plenum des 19. Zentralkomitees der KPCh vom 20. bis 23. Oktober 2025 verhaftet wurden. C. Praktizierende aller Altersgruppen und Gesellschaftsschichten anvisiert
Informationen zum Alter von 1.053 der 4.803 betroffenen Praktizierenden konnten zusammengetragen werden. Darunter befand sich eine Person im Teenageralter, eine über 20, drei über 30, 19 über 40, 82 über 50, 287 über 60, 416 über 70, 236 über 80 und 8 über 90 Jahre.

Liang Guimin, Mitte 40 und Vizepräsident des Technikkonzerns Jiaoshi im Bezirk Hanyang, wurde am 20. Oktober 2025 an seinem Arbeitsplatz verhaftet. Er befindet sich derzeit in einer örtlichen Haftanstalt. Liangs Frau arbeitet nicht und hat Mühe, die beiden kleinen Kinder zu versorgen.
Xing Jiaqiu, 50, und seine Frau Zhang Xiuying, 47, beide Landwirte in Huludao, Provinz Liaoning, wurden am 9. Juni 2025 verhaftet, nachdem die Polizei sie verdächtigte, eine Anschlagtafel mit verleumderischen Informationen über Falun Gong beschädigt zu haben. Liu Yan, ein weiterer Falun-Gong-Praktizierender, der das Paar zufällig besuchte, wurde ebenfalls verhaftet, nachdem er die Frage der Polizei, ob Falun Dafa gut sei, mit „Ja“ beantwortet hatte.
Die 52-jährige Ärztin Han Jianying aus Luoyang (Provinz Henan) wurde Anfang September 2025 verhaftet und befindet sich seitdem in einer örtlichen Haftanstalt.
Der 53-jährige Berufsschullehrer Liang Jianjun und seine 49-jährige Ehefrau Cao Liping aus Lechang (Provinz Guangdong) wurden Mitte Juli 2025 verhaftet. Es ist nicht das erste Mal, dass das Paar wegen seines Glaubens ins Visier genommen wurde. Liang wurde schon einmal am 25. Mai 2017 verhaftet und am 7. November 2018 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Cao wurde am 13. April 2018 verhaftet und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht, weil sie sich für die Freilassung ihres Mannes einsetzte. Ihre damals elfjährige Tochter wurde in ihren Heimatort im Kreis Yizhang in der Provinz Hunan gebracht.
Als Qian Youyuns Angehörige sie am geplanten Entlassungstermin, dem 15. November 2025, abholen wollten, wurde ihnen zu ihrem Entsetzen mitgeteilt, dass sie in eine andere Haftanstalt verlegt worden war, um sich dort wegen ihres Glaubens erneut vor Gericht zu verantworten. Qian, eine 60-jährige ehemalige Angestellte des Getreideamtes in Wuhan, Provinz Hubei, war bereits wegen ihres Glaubens inhaftiert und verbüßte insgesamt 10,5 Jahre in drei Gefängnissen und einem Arbeitslager.
Liu Juhua, 78, frühere Leiterin der Lehr- und Forschungsabteilung der Chibi-Bildungsgruppe des Bezirks Huangzhou in der Provinz Hubei, wurde am 25. August 2025 verhaftet. Sie kam am folgenden Tag in Untersuchungshaft und muss sich nun vor Gericht verantworten. Vor ihrer jüngsten Verhaftung war Liu mindestens sieben Mal festgenommen worden. Sie verbüßte insgesamt 9,5 Jahre in zwei Arbeitslagern und einem Gefängnis. Sie wurde auch finanziell verfolgt, indem ihr die Rente entzogen wurde.
Wang Chuanwen, 89 Jahre alt und wohnhaft in Jinan, Provinz Shandong, wurde am 20. August 2025 in seiner Wohnung verhaftet. Die Polizei nahm Wang ins Visier, nachdem sie einen Hinweis erhalten hatte, dass er einige Tage zuvor in einem Bus mit Leuten über Falun Dafa gesprochen hatte. Während ihres Verhörs auf dem Polizeirevier Baoshan zeigten sie ihm das Überwachungsvideo aus dem Bus. Er gab zu, der Mann auf dem Video zu sein, weigerte sich jedoch, ihre Fragen zu beantworten. Aufgrund seines extrem hohen Blutdrucks wurde später seine Aufnahme in die örtliche Haftanstalt verweigert. Am 17. September 2025 wurde Wang erneut von Mitarbeitern der örtlichen Staatsanwaltschaft schikaniert. Gegen ihn wurde nun Anklage erhoben.
Nachdem Jiang Zemin, der damalige Chef des chinesischen kommunistischen Regimes, 1999 die Verfolgung von Falun Gong angeordnet hatte, mobilisierte er das gesamte Land, einschließlich Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte, Haftanstalten, Schulen und Unternehmen, um seine Ausrottungspolitik gegen Falun-Gong-Praktizierende umzusetzen. Er tat das mit folgenden Worten: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch.“
Jiang gründete die außergerichtliche Organisation „Büro 610“, welche in Zusammenarbeit mit dem bereits bestehenden Komitee für Politik und Recht (ebenfalls eine außergerichtliche Behörde) seine Verfolgungspolitik umsetzen sollte. Beide Institutionen erhielten die Befugnis, die Justiz zu umgehen, und griffen zu exzessiven Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Verfolgung alle Regierungsebenen durchdrang.
In den vergangenen 26 Jahren waren Falun-Dafa-Praktizierende einem breiten Spektrum an Verfolgungstaktiken ausgesetzt, von massiver Schikane über langjährige Haft bis hin zum Tod. Die KPCh hat die gesamte Gesellschaft gegen die Falun-Gong-Gemeinschaft aufgehetzt, Hass und Diskriminierung geschürt und ihr das Leben in allen Bereichen erschwert.
1) 73-jährige Witwe nach dritter Haftstrafe erneut festgenommen
Xia Yilin hatte am 22. Dezember 2024 eine viereinhalbjährige Haftstrafe verbüßt, wurde jedoch bereits am 19. März 2025 erneut verhaftet. Grund dafür war eine feierliche Erklärung, die sie auf Minghui.org veröffentlicht hatte. Darin erklärte Xia ihre unter Druck gemachten Aussagen aus früheren Inhaftierungen, mit denen sie Falun Dafa verunglimpfen sollte, für ungültig. Die 73-jährige Einwohnerin von Taiyuan in der Provinz Shanxi wurde trotz ihres erhöhten Blutdrucks in eine Haftanstalt überstellt. Vor dieser jüngsten Verfolgungswelle hatte Xia bereits drei Haftstrafen mit einer Gesamtdauer von 11,5 Jahren verbüßt.
2) Nach acht Jahren Haft und dem Verlust dreier Familienmitglieder: Frau aus Ningxia zum siebten Mal wegen Falun Dafa verhaftet
Zhang Lifang, 65, aus Guyuanin der Autonomen Region Ningxia Hui, wurde am 29. März 2025 in Yinchuan, der Hauptstadt von Ningxia, während eines Besuchs bei ihrer Tochter verhaftet. Dies ist bereits Zhangs siebte Verhaftung seit Beginn der Verfolgung. Sie verbüßte zuvor drei Zwangsarbeitslagerstrafen von insgesamt fünf Jahren sowie eine dreijährige Haftstrafe.
Zusätzlich zu ihrem Leidensweg wurden auch ihre drei Schwestern und eine Nichte wegen des Praktizierens von Falun Dafa zur Zielscheibe. Ihre älteste Schwester Zhang Yufang wurde in einem Zwangsarbeitslager bis zur Invalidität gefoltert und ist bis heute bettlägerig. Ihr Mann Xu Yaozhen starb infolge der Verfolgung. Ihre Tochter Xu Yan wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Ihre beiden anderen Schwestern Zhang Shufang und Zhang Lanfang kamen ebenfalls infolge der Verfolgung ums Leben.
3) Gemeinsam verhaftet, Mutter zur Einnahme von Blutdrucktabletten gezwungen, Tochter entlassen
Die Polizei in Mishan, Provinz Heilongjiang, verhaftete Liu Ying und ihre Tochter, Wang Jing, am 20. Januar 2025. Da bei Liu Bluthochdruck festgestellt wurde, zwang die Polizei sie zur Einnahme verschiedener Medikamente, woraufhin ihr Blutdruck jedoch weiter anstieg. Liu erfuhr später, dass die Polizei so eifrig darauf aus war, sie festzunehmen, weil ihr Vorgesetzter gedroht hatte, alle Anträge auf Kostenerstattung für berufsbedingte Ausgaben zu verweigern, falls sie Liu nicht festnehmen würden. Nach zehn Tagen Haft erfuhr Wang mit Bestürzung, dass sie von ihrem Arbeitgeber entlassen worden war.
4) Gewaltsam in Wohnung eingedrungen
Die Polizei in Longkou, Provinz Shandong, brach am 5. März 2025, in die Wohnung des 76-jährigen Yi Xiangyang ein. Die Beamten ließen sie von einem Schlüsseldienst den Türspion entfernen und führten anschließend einen langen Metallstab durch die Öffnung ein. Yi und seine Frau gerieten in Panik, da sie einen Einbruch vermuteten. Nach einer kurzen Auseinandersetzung entfernte die Polizei gewaltsam das Schloss und drang in die Wohnung ein. Sie durchsuchten jeden Winkel des Hauses, einschließlich der Schränke und Schubladen. Einige von Yis Informationsmaterialien über Falun Dafa und seine drei Mediaplayer wurden beschlagnahmt. Einige Wochen später wurde Yi zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
5) Pensionierte Buchhalterin wegen Lesens der Falun-Dafa-Lehre verhaftet
Guo Danxia, 79, eine pensionierte Buchhalterin aus Yueyang, Provinz Hunan, las am 16. Mai 2025 gemeinsam mit Zhang Lanhui in deren Wohnung die Lehre von Falun Dafa, als die Polizei plötzlich die Tür aufbrach und sie festnahm. Die Beamten gaben an, eine Überwachungskamera habe Guo beim Verteilen von Informationsmaterialien über Falun Dafa aufgezeichnet. Es ist Guos elfte Verhaftung aufgrund ihres Glaubens. Zuvor verbüßte sie vom 18. März 2020 bis zum 17. Mai 2023 eine Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten. Vor ihrer Verurteilung wurde sie im Juni 2020 in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und zwangsweise mit Psychopharmaka behandelt, obwohl sie nicht psychisch krank war. Guo litt anschließend unter Atemnot und Schlaflosigkeit und befand sich häufig im Delirium.
6) 89-Jährige beim Lebensmitteleinkauf verhaftet
Wang Suqing, eine 89-jährige Einwohnerin von Chengdu in der Provinz Sichuan, wurde am 31. Juli 2025 beim Einkaufen auf einem Bauernmarkt verhaftet. Der Beamte brachte sie zunächst zur Polizeiwache und anschließend zu ihrer Wohnung, wo eine Durchsuchung durchgeführt wurde. Dabei wurden über 50 Falun-Dafa-Bücher, ein Computer, drei DVD-Brenner, sechs Drucker und 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) Bargeld beschlagnahmt. Wang wurde kurz darauf wieder freigelassen.
7) Polizei in Liaoning verdeckt Autokennzeichen mit Gesichtsmasken
Die Polizei in Panjin, Provinz Liaoning, verhaftete am 3. Juni 2025 mehrere Falun-Dafa-Praktizierende. Um ihre Identität zu verschleiern, verdeckten sie die Kennzeichen der Streifenwagen mit Gesichtsmasken.
Als die Polizei Wang Jianquan zu Hause festnehmen wollte, war er nicht da. Sie durchsuchten seine Wohnung und beschlagnahmten seine Falun-Dafa-Bücher und -Informationsmaterialien. Sie orteten Wang über sein Handy und nahmen ihn an seinem Arbeitsplatz fest. Er wurde fünf Tage lang inhaftiert.
8) Frau von Auto angefahren; Polizei nimmt sie statt des Fahrers fest
Yuan Chunni aus Macheng, Provinz Hubei, wurde Mitte Juli 2025 von einem Auto angefahren. Der junge Fahrer, ein Essenslieferant, bat sie inständig, den Unfall nicht zu melden. Sie tröstete ihn und sagte ihm, dass sie Falun Dafa praktiziere und keine Entschädigung von ihm fordern werde. Doch das Gespräch und die Übergabe eines Falun-Dafa-Flyers an den jungen Mann wurden von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Anstatt den Unfall zu untersuchen, nahm die Polizei Frau Yuan fest und hielt sie eine Woche lang in Haft.
9) Zwei Einwohner von Chongqing bei Patientenbesuch verhaftet
Zwei Einwohner von Chongqing, Yang Dingchan (um die 60) und Li Chunyuan (77), besuchten am 21. Juli 2025 gemeinsam ihre Nachbarin, Chen Xiaoli (um die 60), die kurz zuvor einen Schlaganfall erlitten hatte, im Krankenhaus für Traditionelle Chinesische Medizin des Bezirks Changshou. Kurz nach ihrer Ankunft im Krankenhaus erschienen Polizisten und nahmen die beiden Männer fest.
Chens Mann forderte die Freilassung der beiden Besucher. Die Polizei versuchte jedoch, Chens Sohn zu zwingen, gegen die beiden auszusagen. Am Abend durchsuchte die Polizei die Wohnungen von Yang und Li und brachte die beiden in eine örtliche Haftanstalt.
10) Frau aus Hebei nach 13 Jahren auf der Flucht verhaftet
Wang Zhixin, 43, aus Tangshan, Provinz Hebei, wurde am 16. Juli 2025 verhaftet, nachdem sie 13 Jahre lang auf der Flucht vor der Polizei gewesen war. Sie befindet sich derzeit im Ersten Untersuchungsgefängnis von Tangshan; ihre Verhaftung wurde am 1. August genehmigt.
Wangs Leidensweg begann am 12. Mai 2010, als die Polizei sie verdächtigte, im Internet interne Richtlinien des kommunistischen Regimes zur Verfolgung veröffentlicht zu haben. Sie wurde acht Monate lang festgehalten und am 27. Januar 2011 freigelassen. Die Polizei übergab ihren Fall später der Staatsanwaltschaft. Um einer Haftstrafe zu entgehen, lebte Wang nicht mehr zu Hause und wurde zur Fahndung ausgeschrieben.
Da die Polizei sie nicht finden konnte, schikanierte sie wiederholt ihre Familie und Freunde. Außerdem hängten sie Fotos von ihr im Dorf auf und verkündeten über Lautsprecher, dass eine Belohnung für Hinweise zu ihrem Aufenthaltsort ausgesetzt sei.
Li Chunhua, eine 61-jährige behinderte Frau aus Qiqihar, Provinz Heilongjiang wurde am 25. Oktober 2025 festgenommen, weil sie Anzeige gegen diejenigen erstattet hatte, die sie einige Wochen zuvor bei einer früheren Inhaftierung gefoltert hatten.
Li Chunhuas Leidensweg begann mit ihrer Festnahme am 21. August 2025, weil sie in der Öffentlichkeit Informationen über Falun Gong verbreitet hatte. Sie wurde mehr als 30 Stunden lang auf einen Metallstuhl gefesselt. Vor Jahren hatte sie sich bei einer Verfolgung einen Lendenwirbelbruch zugezogen und das lange Sitzen verschlimmerte die Verletzung ihres unteren Rückens. Während des Verhörs goss die Polizei Wasser über ihren Kopf und Kleidung und blies kalte Luft in ihr Gesicht. Als die Polizei sie am darauffolgenden Tag in die Haftanstalt brachte, sagten sie zu dem für die Untersuchung aller Neuankömmlinge zuständigen Arzt: „Sie ist kerngesund. Eine Untersuchung ist nicht nötig.“
Am 29. August 2025 ordnete die Polizei zwei ebenfalls gefesselten Häftlingen an, Li zur weiteren Vernehmung die Treppe hinauf- und hinunterzuschleifen. Weil ihnen durch die Handschellen die Handgelenke schmerzten, zerrten sie Frau Li ruckartig die Treppe hinauf und hinunter, wodurch die Muskeln in ihrer linken Schulter und Brust überdehnt wurden. Die Schmerzen in ihren linken Rippen waren so heftig, dass sie nicht stehen konnte, weshalb sie in einen Rollstuhl gesetzt wurde. Als der Gefängnisarzt Li untersuchte, stach er ihr mit einer Ahle in Beine und Fußsohlen und stellte fest, dass sie kein Gefühl mehr darin hatte.
Li war zwei Wochen lang bettlägerig. Die Schmerzen hielten sie nachts wach. Ihr war schwindelig, sie hatte Ohrensausen und blutunterlaufene Augen. Ihre Organe versagten und ihr Bauch war eingefallen. Sie konnte keine Nahrung bei sich behalten und erbrach alles, was sie aß. Ihr Erbrochenes war dunkelgrün. Sie hatte ein Brennen in der Brust und war sehr durstig. Sie sehnte sich nach eiskaltem Wasser. Da sie nicht selbst gehen konnte, musste sie getragen werden, wenn sie zur Toilette musste.
Li wurde am 8. September 2025 freigelassen, jedoch am 25. Oktober 2025 abermals inhaftiert, weil sie eine Strafanzeige gegen die Polizei eingereicht hatte. Die Polizei weigerte sich, ihrer Familie den Aufenthaltsort mitzuteilen und drohte ihr mit Haft ohne Gerichtsverfahren.
2) Folter, Zwangsernährung und gewaltsame Medikamentengabe
Wang Shuhua, eine 68-jährige ehemalige stellvertretende Schulleiterin einer Mittelschule in Shenyang, Provinz Liaoning, wurde am 23. August 2025 festgenommen, weil sie mit jemandem über Falun Gong gesprochen hatte. Bei einer Untersuchung im Krankenhaus am darauffolgenden Tag wurde bei ihr ein systolischer Blutdruck von 210 mmHg gemessen (normalerweise liegt er bei 120 mmHg oder darunter). Die Polizisten wiesen jedoch den Arzt an, 194 mmHg in ihren Untersuchungsbericht einzutragen, und brachte sie anschließend in die Erste Haftanstalt der Stadt Shenyang. Unterwegs dorthin schob ihr ein Beamter eine Tablette gegen Bluthochdruck in den Mund. Sie spuckte sie aus.
Nach ihrer Einlieferung in die Haftanstalt verabreichten die Wärter Wang gewaltsam Tabletten gegen Bluthochdruck. Danach fühlte sie sich schläfrig und litt zudem unter Gedächtnisverlust, schwerer Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Am 6. September 2025 trat sie aus Protest in den Hungerstreik und wurde von den Insassinnen zwangsernährt und geschlagen. Eine Insassin setzte sich auf Wangs Beine, während die anderen sie traten und auf sie einschlugen. Sie schlugen ihr auch mit Wasserflaschen auf den Kopf. Daraufhin hatte Wang vom Scheitel bis zu den Schläfen mehrere eigroße Beulen am Kopf.
3) Die jüngste Verfolgung einer dreiköpfigen Familie
Ma Yongxiao, ein 42-jähriger Einwohner der Stadt Handan in der Provinz Hebei, fühlte sich am 19. Februar 2025 nicht wohl und ging früh zu Bett. Um 23 Uhr schlief er tief und fest, als er plötzlich spürte, wie jemand heftig an seinen Armen zerrte. Er erholte sich noch immer von einer Verletzung am linken Arm und schrie vor Schmerzen. Es stellte sich heraus, dass mehr als 20 Beamte in die Wohnung eingebrochen waren. Sie stießen ihn zu Boden, legten ihm Handschellen an und schlugen und traten ihn, bis er zusammensackte und sich nicht mehr bewegte.
Nach der Razzia schlugen die Polizisten Ma erneut und warfen ihn in einen Streifenwagen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits das Bewusstsein verloren. Als er wieder zu sich kam, befand er sich mit vermummtem Gesicht in einem Aufzug. Die Polizisten schlugen ihn erneut, und er verlor abermals das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kam, fand er sich mit gefesselten Händen und Füßen in einer Folterkammer wieder. Es war kalt, aber er steckte immer noch in seinem dünnen Schlafanzug und trug keine Schuhe. Er war verwirrt und hatte die Kontrolle über seine Gliedmaßen verloren, fing an, Unsinn zu reden und zeigte Symptome eines Schlaganfalls. Ohne weitere Behandlung brachten die Polizisten Ma in ein Untersuchungsgefängnis. Dort legten ihm die Wärter Handschellen und Fußfesseln so eng an, dass sie tief in sein Fleisch schnitten. Die Wunden entzündeten sich, bluteten und eiterten. Er wurde schließlich um den 2. Mai 2025 herum gegen Kaution freigelassen.
Song Huilan, eine 73-jährige Einwohnerin der Stadt Jiamusi in der Provinz Heilongjiang, saß im Bett und las, als am 16. Januar 2025 mehr als zehn Beamte mit einem Generalschlüssel in ihre Wohnung einbrachen. Keiner von ihnen zeigte seinen Ausweis oder einen Durchsuchungsbefehl vor. Ohne der behinderten Frau zu erlauben, ihre Prothese, Jacke oder Schuhe anzuziehen, zerrten die Polizisten sie die Treppe hinunter. Dabei wurden ihr Hemd und BH hochgezogen, wodurch ihre Brust und ihr Rücken freilagen. Auch ihre Hose wurde bis zu den Oberschenkeln heruntergezogen.
Die Polizisten warfen Song ins Auto, ohne ihr die Möglichkeit zu geben, ihre Kleidung zu richten. Wegen des eisigen Wetters zitterte sie ununterbrochen, und die Polizistin im Auto weigerte sich, ihr zu helfen, ihr Oberteil herunterzuziehen und die Hose hochzuziehen. Als sie auf der Polizeiwache ankam, bat sie darum, die Toilette benutzen zu dürfen, doch die Polizei weigerte sich, ihr zu helfen, obwohl sie nicht alleine gehen konnte. Sie machte sich daraufhin in die Hose, doch die Polizei ignorierte sie weiterhin.
Nachdem die örtliche Haftanstalt wegen ihres gefährlich hohen Blutdrucks nicht aufgenommen hatte, spritzte ihr der dortige Arzt ein unbekanntes Medikament. Daraufhin verspürte sie ein Engegefühl in der Brust und war sehr schwach. Sie wurde gegen 19 Uhr mit blauen Flecken am ganzen Körper freigelassen.
5) 89-Jähriger nach gewaltsamer Festnahme mit schwerer Brustverletzung im Krankenhaus
Chen Hongrui, ein 89-jähriger Einwohner von Mishan, Provinz Heilongjiang, wurde Ende Mai 2025 von der Polizei durch eine Täuschung dazu gebracht, seine Tür zu öffnen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters und seiner eingeschränkten Mobilität aufgrund einer Verletzung des linken Oberschenkelknochens zerrten die Polizisten ihn zum Streifenwagen, sodass sich seine Brust- und Rückenschmerzen verschlimmerten. Nach seiner Freilassung wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo man Frakturen im Brustwirbelbereich feststellte.
6) 79-Jährige erleidet Rückfall einer Bauch- und Beckenzyste
Chi Fengying, 79, aus der Stadt Shenyang, Provinz Liaoning, wurde am 22. Oktober 2024 festgenommen. Drei Versuche der Polizei, sie in eine Haftanstalt einzuliefern, scheiterten aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes. Am 26. Dezember 2024 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Chi und übergab ihren Fall einem Gericht. Der psychische Druck der Verfolgung führte zu einem Rückfall ihrer Bauch- und Beckenzyste. Zudem waren ihre Beine geschwollen, und sie hatte Schwierigkeiten beim Essen und beim Toilettengang. Trotz ihres Zustandes schikanierte die Polizei Chi nicht nur weiter, sie nahmen auch ihre Familie ins Visier.
Chi Fengying während einer Untersuchung im Krankenhaus
Fu Yunping aus dem Kreis Longjiang in der Provinz Heilongjiang zog 2024 berufsbedingt in die Stadt Taizhou in der Provinz Zhejiang. Am 7. April 2025 wurde sie verhaftet. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie mit ihm über Falun Dafa gesprochen hatte. Um weitere „Beweise“ gegen sie zu sammeln, verhörten die Polizisten alle ihre Kollegen in einem Hotel und wollten wissen, ob sie ihnen etwas über Falun Dafa erzählt habe.
Das Untersuchungsgefängnis rief Fus Familie am 19. Juni an und teilte mit, dass sie einen Schlaganfall erlitten habe und im Krankenhaus wiederbelebt werde. Als ihre Familie sie besuchte, war sie halbseitig gelähmt und konnte nicht sprechen. Sie war ans Bett gefesselt, schien aber bei klarem Verstand zu sein. Das örtliche Gericht lehnte ihre Freilassung gegen Kaution ab und setzt das Strafverfahren fort.
8) Frau aus Liaoning unter Folter verhört
Am 26. August 2025 klopfte jemand an Li Zhuoqings Tür und gab sich als Mitarbeiter der Hausverwaltung aus. Als sie öffnete, stürmten mehrere Polizisten in die Wohnung und brachten die 52-jährige Einwohnerin von Shenyang in der Provinz Liaoning zu einem Verhör zur Polizeistation t. Da sie nicht mit ihnen kooperierte, stülpten ihr die Polizisten eine schwarze Kapuze über den Kopf und fesselten sie über Nacht auf einen Metallstuhl, und erlaubten ihr nicht zu schlafen. Außerdem legten sie ein Foto des Begründers von Falun Gong unter ihre Füße und befahlen ihr, darauf zu treten. Sie weigerte sich. Später wurde Li gewaltsam Blut abgenommen. Dabei wurde Blut in ihrem Urin festgestellt und bei ihr eine Harnwegsinfektion diagnostiziert.
Xi Zhaojun, ein Mittelschullehrer aus Zhangjiakou in der Provinz Hebei, wurde am 8. Juli 2025 auf dem Weg nach Shangdu in der Inneren Mongolei festgenommen. Er wurde zunächst in Shangdu inhaftiert und am 24. Juli in ein Gefängnis in Ulanqab, ebenfalls in der Inneren Mongolei, verlegt.
Unterwegs dorthin schlugen drei Beamte Xi wiederholt ins Gesicht, das daraufhin anschwoll und blutete. Außerdem stießen sie ihm die Metallschnalle des Sicherheitsgurtes in den Mund, mit dem Ziel, seine Zähne auszuhebeln. Als er sich wehrte, stachen sie ihm mit der Metallschnalle in die Augen und drohten ihm mit der Einweisung in eine psychiatrische Klinik. Als Xis Anwalt ihn acht Tage später besuchte, stellte er fest, dass sein Gesicht immer noch geschwollen war und er weiterhin aus dem Mund blutete. Mehrere seiner Zähne waren locker, und er hatte zudem ein Mundgeschwür.
1) Einwohnerin von Shanghai drei Tage lang rund um die Uhr überwacht
Nachdem Li Hong, eine Einwohnerin von Shanghai, am 8. September 2023 eine einjährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Gong verbüßt hatte, wurde sie von der örtlichen Polizei streng überwacht.
Zwischen dem 20. und 22. Juli 2025 wurde Li von zwei Personen überwacht, die ihr auf Schritt und Tritt folgten. Sie fotografierten sie und meldeten ihre Aktivitäten den Behörden. Als sie die beiden aufforderte, sich nicht an der Verfolgung zu beteiligen, gaben sie an, dafür 300 Yuan pro Tag zu erhalten.
2) Fahrtenschreiber eines Ehepaares in Liaoning von der Polizei geortet
Ein Ehepaar aus dem Kreis Qingyuan, Provinz Liaoning, wurde am 21. Juli 2025 gegen 22 Uhr in seiner Wohnung festgenommen. Die Polizei durchsuchte die Räumlichkeiten und brachte Chen Guicun in die Haftanstalt Dashagou und seine Frau Chen Ji’e in die Haftanstalt Nangou.
Bei der Razzia stellte sich heraus, dass die Polizei den Grundriss des Hauses genau kannte. Sie durchsuchten direkt den Dachboden und fanden dort die Falun-Gong-Bücher des Ehepaars. Auch ihr Fahrtenschreiber des Paares wurde von der Polizei geortet. Das Paar vermutete, dass die Polizei ihre Telefongespräche bereits seit einiger Zeit überwacht und mit Überwachungskameras aufgezeichnet hatte.
D. Finanziell in den Ruin getrieben und Einfrieren von Vermögenswerten Neben Verhaftungen, Inhaftierung und Folter waren Falun-Gong-Praktizierende auch finanzieller Verfolgung ausgesetzt. Zusätzlich zu den üblichen Beschlagnahmungen von persönlichen Gegenständen und Geldstrafen wurden einigen Praktizierenden Gehälter, Renten, Stipendien oder Prämien gestrichen. Einige berichteten, dass ihre Bankkonten oder andere private Vermögenswerte, wie z. B. Wohneigentum, eingefroren wurden. Viele wurden degradiert oder entlassen, oder ihre Dienstjahre wurden bei der Rentenberechnung nicht berücksichtigt. Einige Kleinunternehmer liefen Gefahr, dass ihre Gewerbelizenzen entzogen wurden oder sie ihre Mietverträge nicht verlängern konnten.
1) 79-Jährige verliert nach sechs Monaten Haft ihre Rente
Zhao Yan, eine 79-jährige pensionierte Krankenhausangestellte aus Suining, Provinz Sichuan, erhielt am 22. Juli 2025 einen Anruf von der Personalabteilung ihres ehemaligen Arbeitgebers, dem Dritten Krankenhaus der Stadt Suining. Die Anruferin teilte ihr mit, das Sozialversicherungsamt des Bezirks Chuanshan habe das Krankenhaus darüber informiert, dass ihr während ihrer sechsmonatigen Haftstrafe (Juli bis Dezember 2024) keine Rente zustehe und sie die Beträge deshalb zurückzahlen müsse. Außerdem hätte sie nur noch Anspruch auf 40 % ihrer vorherigen Rente. Da Zhao die Rückzahlung verweigerte, stellte das Sozialversicherungsamt im August 2025 ihre Rentenzahlungen ein.
Nachdem seine Rente seit Anfang 2020 nach einer sechsjährigen Haftstrafe ausgesetzt worden war, erlitt Wang Xingkai, ein 76-jähriger ehemaliger Berufsschullehrer aus Chongqing, einen weiteren Schlag: Am 5. November 2025 drangen Beamte in seine Wohnung ein und beschlagnahmten seine einzigen Ersparnisse – etwas mehr als 4.000 Yuan (ca. 480 Euro) in bar.
In der Stadt Yingkou, Provinz Liaoning, wurde der 83-jährigen pensionierten Grundschullehrerin Zhu Ruimin seit Oktober 2014 die Rente ausgesetzt. Da sie vor der Einstellung der Zahlungen monatlich 4.700 Yuan erhalten hatte, beläuft sich der Gesamtverlust auf über 600.000 Yuan, die jährliche Anpassung der Rente an die Lebenshaltungskosten nicht mitgerechnet.
Lin Guichen, eine 64-jährige pensionierte Mitarbeiterin des Landwirtschaftsinstituts der Akademie der Agrarwissenschaften der Provinz Fujian, erhält seit ihrer Freilassung aus dem Gefängnis im Juli 2024, nach Verbüßung einer vierjährigen Haftstrafe, keine Rentenleistungen mehr. Sie wurde angewiesen, die über 180.000 Yuan an Rentenzahlungen, die ihr während ihrer Haftzeit ausgezahlt wurden, zurückzuzahlen. Das Sozialversicherungsamt teilte Lin außerdem mit, dass sie auch nach Begleichung ihrer „Rentenschulden“ keinen Anspruch mehr auf ihre monatlichen Leistungen von fast 7.000 Yuan (etwa 840 Euro) habe und stattdessen nur noch die monatliche Mindestrente von 2.100 Yuan (etwa 240 Euro) erhalten werde.
Wu Xiulan, eine pensionierte Umweltingenieurin um die Achtzig, erhält seit April 2016 keine Rente mehr. Da sie keine anderen Einkünfte hat, konnte sie sich die Reparatur ihrer kaputten Fenster und der Heizung sowie des undichten Waschbeckens und Balkons nicht leisten. Im Winter fror sie oft. Sie fristet nun ein karges Leben mit dem Verkauf von recycelbaren Materialien, die sie in Mülltonnen findet.
2) Antrag auf Einkommensbeihilfe abgelehnt
Nachdem Zhang Lingge, 57, aus Changsha in der Provinz Hunan, im November 2024 ihre vierjährige Haftstrafe verbüßt hatte, war sie am Boden zerstört, als sie erfuhr, dass ihre hart verdienten Ersparnisse in Höhe von 15.000 Yuan zur Begleichung der Gerichtskosten von der Bank einbehalten worden waren. Da sie ihre Miete nicht bezahlen konnte, musste sie aus ihrer Sozialwohnung ausziehen. Daraufhin beantragte Zhang über das Wohnkomitee Sozialhilfe, das sie aufforderte, eine Erklärung zu schreiben, in der sie sich verpflichtete, „die Gesetze zu befolgen und eine gesetzestreue Bürgerin zu sein“. Sie argumentierte, dass sie seit jeher eine gesetzestreue Bürgerin sei und vom kommunistischen Regime wegen ihres Glaubens verfolgt worden sei. Sie weigerte sich, die Erklärung zu schreiben. Infolgedessen wurde ihr Antrag abgelehnt.
Seitdem verfolgten die Beamten Zhang auf Schritt und Tritt. Als sie bei ihrer Mutter einzog, parkten rund um die Uhr Polizeifahrzeuge vor dem Wohngebäude. Manchmal richteten die Polizisten mitten in der Nacht grelle Scheinwerfer auf die Fenster ihrer Wohnung.
3) Wertgegenstände bei Hausdurchsuchungen beschlagnahmt
Am 19. Februar 2025 gegen 23 Uhr drangen über 20 Beamte in Du Likuns Wohnung in Handan, Provinz Hebei, ein. Sie hatten sich mithilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt verschafft. Die Polizisten beluden ihren Streifenwagen mit Gegenständen, die sie in Dus Wohnung beschlagnahmt hatten, darunter ein Computer, ein Drucker, Bargeld, eine Schachtel Schmuck und eine Festgeldurkunde über 230.000 Yuan. Sie beschlagnahmten außerdem zwei Autos und kehrten am 21. Februar zurück, um ein Fahrrad mitzunehmen.
4) Bonus der Musiklehrerin einbehalten
Am 6. Januar 2025 erhielt He Yan, eine Musiklehrerin aus Wuhan, Provinz Hubei, eine Verwarnung von der Schulleitung, dass wahrscheinlich ihr Bonus wegen des Praktizierens von Falun Gong sowie ihrer eingereichten Beschwerde gegen die Polizei, die sie im März 2023 verhaftet und ihre Wohnung durchsucht hatte, für das letzte Quartal 2024 einbehalten werde. Trotz des Drucks von Polizei, Schulleitung und Bildungsbehörde weigerte sich He, ihre Beschwerde zurückzuziehen. Daraufhin behielt die Schule am 9. Januar 2025 ihren vierteljährlichen Bonus von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) ein, und später, am 12. Juni 2025, auch die vorgesehene Gehaltserhöhung.
5) Lehrkräfte dürfen nicht unterrichten
Ebenfalls in der Provinz Hubei dürfen drei Praktizierende, die an der Universität für Wissenschaft und Technik Hubei tätig sind, seit dem Frühjahrssemester 2025 keinen Unterricht mehr geben. Davon betroffen sind Herr Li Mincai, Zheng Shuanghua und Frau Yan Qin.
6) Bankkonto gesperrt
Als Tan Guangming, eine 71-jährige Einwohnerin der Stadt Hanzhong, Provinz Shaanxi, am 22. Januar 2025 nach Verbüßung einer sechsjährigen Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Gong nach Hause zurückkehrte, fand sie heraus, dass ihr Bankkonto von dem Gericht, das sie verurteilt hatte, weiterhin gesperrt war. Die Ernte, die sie vor ihrer Verhaftung im Januar 2019 eingebracht hatte, war verschimmelt, und das von ihr gewonnene Rapsöl ranzig geworden. Tan hat nun große Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Aufgrund des allumfassenden Charakters der Verfolgung sind auch die Familienangehörigen der Praktizierenden demselben Druck ausgesetzt und werden mitunter selbst zur Zielscheibe.
1) 61-jährige pensionierte Lehrerin wegen Falun Gong zu sieben Jahren Haft verurteilt
Duan Xiaorong, eine 61-jährige pensionierte Lehrerin aus Daqing, Provinz Heilongjiang, ging mit ihrer 86-jährigen Mutter Ding Cuiying im Innenhof ihrer Wohnanlage spazieren. Während ihre Mutter in der Sonne saß, ging Duan kurz einkaufen. Dabei wurde sie von der Polizei festgenommen. Ihre Bitte, ihre Mutter noch abholen zu dürfen, wurde ignoriert. Schließlich musste sie ihre Tochter anrufen, die sich darum kümmerte. Ding war von Duans Verhaftung so erschüttert, dass sie schwer erkrankte und Ende September verstarb. Duan wurde später zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 60.000 Yuan (etwa 7.200 Euro) verurteilt.
Zhao Caixia, 73, wurde am 25. April 2025 von der Polizei angesprochen und ihr Gepäck wurde durchsucht, als sie und ihre Schwester, Zhao Caihong, am Bahnhof Harbin auf ihren Zug warteten. Als die Polizisten Banknoten mit Informationen über Falun Dafa entdeckten, verhafteten sie die Schwestern und brachten sie auf eine Polizeiwache. Die Polizei durchsuchte auch die Wohnungen der beiden Schwestern und beschlagnahmte ihre Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien und Porträts des Begründers von Falun Dafa.
Ihr Mann leidet an einem Bandscheibenvorfall, Gicht und einer parasitären Hirninfektion. Er ist die meiste Zeit bettlägerig und kann sich nicht selbst versorgen. Ihre Tochter ist psychisch krank und muss ständig beaufsichtigt werden. Durch Zhaos Gefängnisstrafe befinden sich die beiden nun in einer sehr schwierigen Situation.
3) 80-jährige Mutter verhaftet, geistig behinderter Sohn verängstigt
Um der Verfolgung wegen ihres Glaubens an Falun Gong zu entgehen, sah sich die 80-jährige Su Changqin aus der Stadt Kaiyuan, Provinz Liaoning, im Jahr 2023 gezwungen, zusammen mit ihrem geistig behinderten Sohn ihr Zuhause zu verlassen. Su wurde am 4. September 2025 von der Polizei in Kaiyuan in ihrer Wohnung in Shenyang in derselben Provinz verhaftet. Ihr Sohn befindet sich derzeit bei seiner Schwägerin; er war durch die Verhaftung seiner Mutter derart traumatisiert, dass er die Nahrungsaufnahme verweigerte und oft auf die Straße ging, um nach ihr zu suchen.
4) Mutter musste untertauchen; Polizei verhaftet stattdessen ihre Tochter
Als die Polizei in Harbin, Provinz Heilongjiang, am 23. Dezember 2024 versuchte, Zhao Xihua festzunehmen, stellte sich ihre Tochter, Xuan Shaojing, vor die Tür und verweigerte ihnen den Zutritt. Die Polizei zwang daraufhin Zhaos Ehemann, der bereits sechs Stunden auf der Polizeiwache festgehalten worden war, mit seiner Tochter zu telefonieren. Sie weigerte sich weiterhin, nachzugeben, selbst als einer der Beamten ihr eine Waffe an die Schläfe hielt. Die Polizisten zogen schließlich ab, nahmen Xuan jedoch fünf Tage später an ihrem Arbeitsplatz fest und nahmen sie wegen „Behinderung der Strafverfolgung“ in Gewahrsam. Um weiterer Verfolgung zu entgehen, musste Zhao ihr Zuhause verlassen und untertauchen.
5) Mutter und Tochter im Urlaub verhaftet
Lin Jinli, 48, aus Harbin in der Provinz Heilongjiang, wird seit 26 Jahren wegen ihres Glaubens an Falun Gong wiederholt verfolgt. Sie wurde 2019 verhaftet, als sie ihre 15-jährige Tochter zur Schule brachte, und zu vier Jahren Haft verurteilt. Während ihrer Haftzeit hatte ihr Mann Schwierigkeiten, seinen Vollzeitjob und die Betreuung der Tochter unter einen Hut zu bringen. Das Mädchen weinte oft, weil es seine Mutter vermisste.
Im August 2025 reiste Lin mit ihrer Tochter nach Yangzhou in der Provinz Jiangsu, um dort Urlaub zu machen. Da sie mit einem Mobiltelefon Textnachrichten über Falun Gong versendete, spürte die Polizei von Yangzhou sie auf und verhaftete sie am 10. August. Die Polizei durchsuchte außerdem ihre Wohnung in Harbin. Ihre Tochter wurde nach vier Tagen freigelassen, Lin blieb jedoch weiterhin in Yangzhou inhaftiert und wurde einer Gehirnwäsche unterzogen.
6) Großvater im Gefängnis unter Drogen gesetzt – Enkelin von Schule verwiesen
Die 17-jährige Hou Tianran, Schülerin eines Internats in Chengdu, Provinz Sichuan, erzählte ihren Mitbewohnerinnen, dass ihrem Großvater gewaltsam Medikamente gegen Bluthochdruck verabreicht wurden, während er eine 7,5-jährige Haftstrafe wegen seines Glaubens an Falun Gong verbüßt. Eine der Mitbewohnerinnen erzählte Hous Geschichte ihrer Klassenlehrerin. Diese bestellte Hou in ihr Büro und gab vor, mehr über Falun Gong erfahren zu wollen. Sie fragte, ob Hou Falun-Gong-Bücher besitze, woraufhin die Jugendliche ihr eine elektronische Version des Zhuan Falun zusammen mit einigen Fotos ihres Großvaters im Gefängnis schickte. Zwei Tage später, am 18. September 2025, wurde Hou ins Büro des stellvertretenden Schulleiters gerufen und aufgefordert, die Schule „freiwillig“ zu verlassen. Sie wurde von vier Lehrern nach Hause begleitet.
Nach 26 Jahren Verfolgung hat die dämonisierende Propaganda gegen Falun Gong jeden Winkel der chinesischen Gesellschaft durchdrungen, und Hass und Groll sind tief in den Köpfen vieler Menschen verankert. Während einige Familien von Praktizierenden diese weiterhin in der Ausübung ihres Glaubens unterstützen, haben sich bei anderen ihre eigenen Kinder gegen sie gewandt.
1) Wegen ihres Glaubens verfolgt: Bedürftige Frau aus Shanghai wiederholt verhaftet
Nach zwei Gefängnisstrafen von insgesamt sieben Jahren und dem Entzug ihrer Rente wurde Xu Nixia, eine 68-jährige Einwohnerin von Shanghai, am 13. Mai 2025 erneut verhaftet, weil sie Falun Dafa praktiziert. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hatte, wurde Xu 2006 zu vier Jahren und 2018 zu drei Jahren Haft verurteilt. Wenn sie nicht inhaftiert war, wurde sie häufig von der Polizei schikaniert und manchmal rund um die Uhr überwacht.
Aus Angst vor Verfolgung ließ sich Xus Ehemann kurz nach weiteren Schikanen und Hausdurchsuchungen im April 2015 von ihr scheiden. Auch ihre Tochter verhielt sich ihr gegenüber sehr schlecht. Nachdem Xu ausgezogen war, schikanierte die Polizei sie weiterhin und zwang sie mehrmals zum Umzug. Sogar der Vermieter der Wohnung, die ihr Vater 2014 gemietet hatte, kündigte ihm auf Druck des Wohnungskomitees die Wohnung.
2) Von Propaganda irrgeführt: Kinder schicken 75-Jährige ins Heim und drohen mit Zahlungsstopp
Beeinflusst von der hasserfüllten Propaganda des kommunistischen Regimes gegen Falun Gong, stellten sich Fan Shufens Kinder gegen sie. Sie lehnten es entschieden ab, dass Fan weiter Falun Dafa praktiziert. Ihre Schwiegertochter drohte dem Sohn mit Scheidung. Dieser wiederum würgte seine Mutter. Die Angehörigen beschuldigten Fan, dass sie Schande über die Familie gebracht habe. Oft bezeichneten sie die Praktizierende als „politische Gefangene“ und prügelten auf sie ein. Nachdem Fan im September 2024 nach einer siebenjährigen Haftstrafe freigelassen worden war, brachten ihre beiden Söhne sie in ein Seniorenheim und baten die Heimleiterin, Fan daran zu hindern, sich mit anderen Falun-Gong-Praktizierenden zu treffen. Sie drohten ihr, die Lebenshaltungskosten nicht mehr zu bezahlen, wenn Fan sich nicht von Falun Gong distanziere.
3) Zwei Brüder sperren ihre 78-jährige Mutter ein, weil sie Falun Dafa praktiziert
Die beiden Söhne von Xun Peiying, einer 78-jährigen Witwe aus der Stadt Rushan, Provinz Shandong, hielten sie an einem geheimen Ort fest und unterbrachen jegliche Kommunikation mit anderen. Sie taten dies, da sie befürchteten, dass der Glaube ihrer Mutter an Falun Gong die Bewerbung des einen Sohnes an der Polizeiakademie beeinträchtigen würde. Sie zerstörten außerdem Xuns Zhuan Falun.
4) 90-Jährige trotz fehlender psychischer Erkrankung in einer psychiatrischen Klinik untergebracht
Xu Deyu, eine geistig gesunde 90-jährige Frau aus Mianyang, Provinz Sichuan, wurde im Juni 2025 von ihren eigenen Kindern gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Sie musste diese Tortur erleiden, weil ihr Sohn Gao Jian und ihre Tochter Gao Huiping befürchteten, aufgrund ihres Glaubens an Falun Gong weitere Konsequenzen tragen zu müssen. Insbesondere ihr Sohn hatte mindestens zweimal seinen Arbeitsplatz verloren, weil sie sich weigerte, ihrem Glauben abzuschwören. Im dritten Volkskrankenhaus der Stadt Jiangyou wurde Xu in einem Zimmer mit drei männlichen Patienten untergebracht, das nur über eine Toilette verfügte. Die männlichen Patienten aßen nach dem Stuhlgang ihre eigenen Ausscheidungen. Zwei von ihnen starben später, und zwei neue Patienten wurden aufgenommen. Das Krankenhaus weigerte sich, Xu zu entlassen, solange ihr Sohn keine Zustimmung gab. Sie ignorierten sogar die Aufforderung des örtlichen Stadtteilkomitees und der Polizei, sie freizulassen.
Frühere Berichte
Bilanz September/Oktober 2025: Insgesamt 851 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet oder schikaniert